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> OBSMzwHjKCURQeP schrieb am 7.10.2009, 4:25:02 Uhr
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> gBNHrhqee schrieb am 7.10.2009, 3:03:28 Uhr
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> gBNHrhqee schrieb am 7.10.2009, 3:03:28 Uhr
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> eine alte echotin schrieb am 27.9.2005, 9:44:56 Uhr
..also, seit es echo nicht mehr in der form gibt, muss sich die stadt wien (wurscht welche politische farbe) schon mal eingestehen, dass sich in puncto
"2. Generation", "Jugendkultur", "Politisches aus dem Munde junger MigrantInnen-Kinder" nichts mehr tut. wien ist quasi um eine bedeutende "energiequelle" ärmer geworden. armes wien! schafft es irgendwie immer wieder menschen mit rückgrad aus dem weg zu räumen und hat auch aus der älteren vergangenheit nichts dazugelernt. wien bleibt ein dorf jenseits der alpen mit alpinem gedankengut! aber vielleicht wirkt diese eintönigkeit auch ein wenig ins rathaus ein und bewirkt bei manch einem eine wiedergutmachungsaktion. wien braucht wieder sein echo!!
> ww schrieb am 7.6.2005, 23:58:56 Uhr
ww
> Manfred Huber schrieb am 22.12.2004, 17:28:37 Uhr
Liebe Echo-Aktiven!
Ich habe heute aus dem Radio (Ö1 - Mittagsjournal) erfahren,
daß die Stadt Wien die Arbeit des Verein Echo nicht mehr finanziert.
Ich persönlich halte das für eine schwerwiegende Fehlentscheidung
- was auch immer die Gründe dafür sein mögen.
Echo ist für mich der Begriff für Integrationsarbeit im besten Sinn:
Jugendlichen einen stabilen Rahmen, eine Möglichkeit zu geben,
ihre Schwierigkeiten und Konflikte, ihre Ideen, Vorstellungen und Ideale
in künstlerischen, gemeinschaftlichen und journalistischen Aktivitäten auszudrücken
und somit in die sie umgebenden Gemeinschaften - also "die Gesellschaft" - zu integrieren,
fördert meiner Meinung nach die persönliche Entwicklung der einzelnen Personen,
die Lösung der vorhandenen - oft massiven -Probleme
und auch die Stabilität, Offenheit und Toleranz eben dieser "Gesellschaft".
Die Arbeit von Echo - wie ich sie durch Medienberichte und Erzählungen erfahren habe -
tut dies seit dem Bestehen des Vereins und hoffentlich auch weiterhin.
Echo ist die einzige Initiative, die derartig viel Echo(!) in der Öffentlichkeit hat
mit einem Programm dieser Art und Güte.
Ich habe den "Pressetext zur Zukunft von Echo gelesen
und kann die darin enthalten Absichtserklärungen nur voll unterstützen.
Vor allem den einen Absatz:
"Junge Menschen aus den Zuwandererfamilien haben nach wie vor
soziale und gesellschaftspolitische Probleme und Bedürfnisse.
Rassismus, Chancenungleichheiten am Arbeitsmarkt, Ghettoisierung,
Nationalismus und Fundamentalismus sind Phänomene, mit denen sie im Alltag konfrontiert sind.
Daher ist es sehr wichtig, den Verein Echo
als einen positiven Gegenpol zu diesen Problemen weiter am Leben zu erhalten"!!!
(Dies gilt für mich übrigens sinngemäß für alle Initiativen, die positive Aktivitäten von Jugendlichen fördern!)
Aus diesem Grund werde ich heute bei meiner Bank einen Dauerauftrag über monatlich € 10,-
(eher ein symbolischer Unterstützungsbetrag) erteilen, beginnend mit Anfang Jänner 2005.
Ich hoffe, das hilft Euch wenigstens ein bißchen
und stärkt Euch in Eurem Bemühen Eure Arbeit weiter zu führen.
Mit bestärkenden Grüßen
Manfred Huber
> Eine anonyme Person schrieb am 24.11.2004, 20:45:40 Uhr
Ich bin von der Organisation von "echo" sehr positiv beeindruckt.
Dennoch würde es micht interessieren, warum sich das Projekt, überwiegend nur mit türkischen Kids befasst.
Kinder anderer Nationen haben es genauso schwer, wenn nicht noch schwerer, weil es überwiegend nur bei den Türken und Yugos Gruppenbildungen gibt.
> jugendarbeiter schrieb am 24.11.2004, 17:27 Uhr
mit großem Interesse verfolge ich die ganze "Causa" ECHO.
Als Jugendarbeiter (der hier seinen Namen aber nicht nennen will (vgl. Statement "insider")) arbeite ich zumeist mit "sozial benachteiligten" türkischen Kids.
Die Argumente der "Niederschwelligkeit", wie sie von MA13 gebraucht werden, halte ich für fadenscheinig.
Als jemand der tagtäglich niederschwellig arbeitet bin ich froh, dass es Einrichtungen wie ECHO gibt, weil dort mit manchen türkischen Kids Projekte umgesetzt werden, die bei unseren Kids eine starke Vorbildfunktion haben können!
Die Jugendarbeit braucht diese Vielfalt - niederschwellige und höherschwellige Projekte - (denn immer nur Tischfussballspielen kann es nicht sein). Es ist gut dass es auch noch ein anspruchsvolleres Angebot gibt, dass eben nicht so niederschwellig ist.
lg + viel glück
> Andreas Görg schrieb am 11.11.2004, 17:06:26 Uhr
Die Frechsten werden die Ersten sein
Die NGOs werden zunehmend politisch, weil ihre Bemühungen von den wirkmächtigen Tendenzen in der Ökonomie, der staatlichen Politik und der Mainstreamöffentlichkeitsproduktion zunehmend konterkariert werden. NGOs werden faktisch in die Rolle von sozialen Tranquilizern gedrängt, aus der sie ausbrechen wollen wie aus einer Sinnkrise. Gleichzeitig ist aber auch allen NGOs klar, dass sie am ökonomischen Gängelband hängen. Die NGOs waren bislang nicht fähig, sich als partei- und gewerkschaftsunabhängige Institutionen eine effektive ökonomische Machtbasis aufzubauen. Die NGOs sind zum allergrößten Teil subventionsabhängig geblieben. Die ökonomischen Verhältnisse zwingen die Verwaltung zu sparen, und sie sparen dort zuerst, wo am wenigsten Gegenwehr ist. Zur Warnung an alle werden die politisch Frechen gekürzt, die Frechsten werden nun überhaupt abgedreht.
Der Paradigmenwechsel in der Politik, der heute im Umgang der Subventionsgebenden mit ECHO und der public netbase sichtbar wird, wird in den nächsten Jahren noch viel mehr NGOs ganz unmittelbar betreffen. Es ist allen NGOs klar, dass der Umgang mit ECHO und public netbase nur einen Anfang markiert. Nicht umsonst wurde auf der Wiener Integrationskonferenz von den ca. 90 anwesenden VertreterInnen der Vereine der Beschluss gefasst, die Stadträtin Wehsely damit zu beauftragen, sich bei Ihren amtsführenden KollegInnen für ECHO einzusetzen.
Der Ausnahmezustand bei ECHO und public netbase ist aber auch symptomatisch für den Zustand der NGOs in Österreich. Die NGOs machen es den Subventionsgebenden leicht, Teile und Herrsche zu spielen, denn die NGOs arbeiten zu wenig zusammen. Anstatt sich z.B. von einem Diversitätskonzept der Gemeinde Wien treiben zu lassen, wäre es Sache der NGOs gewesen, Konzepte gegen strukturelle Diskriminierungen gemeinsam zu erarbeiten und zu veröffentlichen bzw. auch die Delegitimation der staatlichen Konzepte konsequenter zu betreiben. Allianzen ohne Konzept für die nachhaltige Veränderung von strukturellen Gegebenheiten sind jedenfalls sehr leicht spaltbar.
Es ist für ECHO und public netbase eine besondere Anerkennung ihrer politischen VorreiterInnenrolle, die Frechsten des Jahres und nach langem Würgen die ersten Abgedrehten zu sein. Wenn diese beiden Organisationen von den anderen nicht gehalten werden können, wenn diese beiden Steine ins Rollen kommen, dann wird das Beispiel in der Stadt- und Bundesverwaltung noch schneller Schule machen. Es ist wahrscheinlich, dass es so kommen wird. Daher sollten sich die NGOs schon jetzt auf die finanzielle Austrocknung vorbereiten, und das können sie am besten dadurch tun, dass sie sich auf ihre politischen Qualitäten und Ansprüche besinnen und an ihrer Machtbasis arbeiten, anstatt das System zu legitimieren, social tranquilizer zu spielen und dann noch dazu finanziellen Erpressungsversuchen ausgeliefert zu sein.
Andreas Görg
(BUM - Büro für ungewöhnliche Maßnahmen)
> DSA Elisabeth Promitzer schrieb am 28.10.2004, 12:37:38 Uhr
Ich war während meines Studiums einige Zeit ehrenamtlich bei ECHO tätig und habe vieles die Arbeit mit Jugendlichen gelernt. Mittlerweile bin ich selbst Streetworkerin.
Zwischen Studium und Arbeitsbeginn hatten doch einige Jahre Platz die ich in meiner Heimatstadt Graz verbracht habe. Dadurch ist der Kontakt zu ECHO distanzbedingt abgebrochen. Dennoch leistete ECHO derartig gute Arbeit, dass einem sogar über die Landesgrenzen Wiens hinaus ECHO ein begriff wurde. Immer wieder wurde der Verein als Vorzeigebeispiel für Jugendarbeit herangezogen. Wie geagt mittlerweile bin ich diplomierte Sozialarbeiterin und arbeite als Streetworkerin in der Steiermark. Noch immer kann ich auf einige Arbeitsweisen, die ich in meiner Zeit bei ECHO kennenlernen konnte anwenden.
Bei der Vorstellung, man könnte ECHO den Geldhahn abdrehn, muss ich mich fragen: WARUM? Die angegebenen Gründe sind für mich weder nachvollzeihbar noch logisch. Die geleistet Arbeit von ECHO war immer gut und vor allem professionell. Diese Art zu arbeiten hat gut funktioniert und konnte die gewünschten Ergebnisse erzielen. WARUM also nicht so wie bis her? Aus meiner Sicht, meiner persönlichen und professionellen, und auch aus der Grundsätzen der Jugendarbeit sind alle geforderten Umstrukturierungen einfach von zu weit hergeholt und würde auf Kosten der Qualität dieser Arbeit gehen.
meine volle Unterstützung aus GRAZ
Lisi Promitzer
> Julia P. schrieb am 27.10.2004, 20:00:41 Uhr
Ich bin geschockt und traurig wenn ich höre, dass man einem verein wie echo - der jugendlichen, egal ob "ausländer" oder nicht, halt und perspektiven bietet - die unterstützung verweigert wird.
Warum?
Weil echo seine eigene meinung vertritt, und sich nicht "erpressen" lässt?
Ich kenne echo nun seit über 7 Jahre und war auch selbst einige Jahre aktiv dabei. Bis zum heutigen tag habe ich von keinem anderen verein gehört bzw. einen kennengelernt der sich so aktiv mit Jungendlichen beschäftigt wie Echo es seit jahren macht. Echo bietet jugendlichen eine plattform und räumlichkeiten um sich weiterzuentwickeln, geistig zu wachsen, selbstbewusstsein aufzubauen und vor allem um ihre freizeit sinnvoll, und nicht fadisierend in der gegend rumlungernd, zu nutzen. Talente werden gefördert und präsentiert, wie man auch an den unzähligen veranstaltungen immer wieder beobachten kann.
Echo bietet sehr viele möglichkeiten und projekte aktiv zu sein und etwas sinnvolles zu machen.
Wo sonst lernt man poltiker kennen und führt diskussionen mit ihnen. Wo kann man singen, tanzen, musizieren, recherchieren, schreiben und schauspielern (ohne ein vermögen ablegen zu müssen,das man als jugenlicher meines wissens nach sowieso nicht hat) und nochdazu mit dem ziel vor augen das gelernte und geleistete der öffentlichkeit zu präsentieren.
Tatsache ist doch, dass viele jugendliche oft nicht wissen was sie mit ihrer zeit anfangen sollen. Eltern haben oft berufsbedingt nicht mehr die nötige zeit um sich mit ihren kindern ausreichend zu beschäftigen - egal ob es sich hierbei um kinder im pflichtschulalter oder jugendliche über 14 handelt. Daraus folgt, dass immer mehr junge menschen keine perspektive haben, was sich leider in der steigenden arbeitslosen- und drogenrate widerspiegelt.
Sicher gibt es auch andere vereine bzw. jugendzentren die sich mit solchen problemen auseinandersetzen, allerdings habe ich leider die erfahrung machen müssen, dass sich vor allem in jugendzentren eher kinder als jugendliche aufhalten, und aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass man sich als mensch, der sich in der pubertät befindet und sich weiterentwickeln möchte, gerne unter gleichaltrigen auhält. Irgendwann ist nämlich auch die zeit vorbei in der man zum spielen in den park geht. Da nützt mir dann auch die so hochgelobte parkbetreuung nicht viel. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass parkbetreuung nicht wichtig ist. Ganz im gegenteil, allerdings glaube ich dass eine ganz andere altersgruppe angesprochen wird.
Ich finde es furchtbar dass echo - das sich schon so in der Gesellschaft und unter jungen und junggebliebenen etabliert hat - einfach durch ein neues konzept ersetzt werden soll, nur weil es nicht nach irgendeienr pfeife tanzen will.
Es wäre mehr als schade, wenn dieser verein mit seinen mehr als engagierten mitarbeitern geschlossen wird.
Ein Wien ohne Echo wäre nicht nur ein großer Verlust für die Jugendlichen sondern auch für die Gesellschaft.
Julia P.
> ein Insider schrieb am 23.10.2004, 14:31:13 Uhr
Liebe Echoten!
Es wurde einiges geschrieben und gesagt zum Thema Echo! Aber es finden sich nur wenige Stellungnahmen anderer Organisationen. Schweigen die anderen Organisationen zu dieser Entwicklung? Nein, sie schweigen nicht wirklich, aber sie trauen sich auch nicht wirklich öffentlich Stellung zu nehmen. Wer will sich schon wirklich der Gefahr aussetzen, das nächste Opfer zu sein? Ich habe selbst lange überlegt und mich dann für´s anonym bleiben entschieden. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die Sanktionen für Ungehorsame sind schrecklich, wie man an euch gut sehen kann.
Liebe Freunde von Echo! Ihr habt euch zu weit vorgewagt und euch mit der MA13 angelegt. Habt ihr vergessen, dass der der zahlt auch anschafft? Das ist eine Tatsache mit der alle Organisationen in Wien zu kämpfen haben. Die einen mehr die anderen weniger.
Wer öffentliches Geld in Form einer Subvention annimmt, stimmt gleichzeitig Bedingungen zu. Ein Subventionsnehmer stimmt einem Vertragswerk zu, in dem nahezu alles geregelt wird. Die Verantwortung dafür bleibt natürlich beim Verein. Gleichzeitig wird aber immer wieder der Kurs der Stadt verändert. Wenn die Stadt Wien sich was Neues ausdenkt, haben das alle subventionierten Vereine mitzumachen. Da gibt es keine Ausnahmen. Wer andere Pläne hat, muss auf eine Subvention verzichten. Oder es wird auf den Verein verzichtet. Ex und Hopp! Ihr habt Euch für einen Weg entschieden, der mit dem der Stadt Wien nicht ganz konform ist, also gibt es kein Geld mehr! Fertig und aus! Ziele? Intentionen? Vergesst es! Brav sein und machen was angeschafft wird. Das ist alles, was ein "unabhängiger" Verein in Wien zu machen hat. Aber glaubt nicht, das es unter einer anderen Stadtregierung wirklich anders wäre.
Es ist schade und hinterlässt ein beklemmendes Gefühl des ausgeliefert seins.
> angi weickman schrieb am 23.10.2004, 14:25:55 Uhr
ich finde es wirklich sehr bedenklich und schlimm, dass die stadt wien diesem verein die subventionen abdrehen will!! ich würde auch gerne etwas dagegen tun, und wollte fragen, ob es irgendeine art von protestaktion (email-aktion, unterschriftenliste, demo,...) gibt?!? ich würde mich sofort beteiligen.
lg
angi
> BASIC NETWORK schrieb am 22.10.2004, 13:44:22 Uhr
Stellungnahme des BASIC NETWORK
zur Schließung von ECHO
Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass die Einrichtung ECHO geschlossen wird.
ECHO war nicht nur ein wichtiger Ort interkultureller Kommunikation, sondern auch Ressourcenpool für junge Menschen und hinsichtlich Empowerment und kulturellem Engagement vorbildlich.
Aufgrund der Einzigartigkeit als Plattform für junge Menschen mit Migrationshintergrund entsteht durch die Schließung von ECHO eine so große Lücke, die von den momentan bestehenden Projekten nicht in der Art und Weise aufgefangen werden kann. ECHO hat nicht nur das Selbstwertgefühl vieler Jugendlichen der 2. und 3. Generation gestärkt, sondern ferner gezeigt, wie Partizipation und politische Mitbestimmung einer doppelt belasteten Gruppe aussieht. Diese Arbeit konnte nur dadurch bewerkstelligt werden, indem der rein niederschwellige Zugang der Mobilen Jugendarbeit und Streetwork um einen höherschwelligeren erweitert wurde. Dazu zählt neben der Medienarbeit vor allem die spezielle Kulturarbeit. Diversitätspolitik darf nicht bedeuten, dass konkrete migrationspezifische Bedürfnisse nivelliert werden. Zudem die Mobile Jugendarbeit/Streetwork (mit Ausnahme des überregionalen Streetwork-Teams/Verein Rettet das Kind) diesen Bereich nicht übernehmen kann, da sie konzeptuell zielgebietsorientiert und nicht zielgruppenorientiert arbeiten.
Wir finden es durchaus befremdlich, dass ein Projekt, welches bisher als Wiener „Vorzeigeprojekt“ - wenn nicht ganz Österreichs - galt, so plötzlich und unvermittelt geschlossen werden kann und es scheinbar keine anderen Möglichkeiten der Lösungsfindung gibt.
Wir fordern daher eine adäquate Alternative, welche jene Zielgruppe auch erreicht, die bisher von ECHO betreut wurde. Denn wir sehen uns nicht in der Lage diese Alternative zu übernehmen.
Aufgrund der diffusen und vielfältigen Gerüchte, die bezüglich der Schließung von ECHO kursieren, würden wir eine klärende Stellungnahme von offizieller Seite begrüßen.
Mit freundlichen Grüßen,
für das Basic Network
DSA Michael Wind
(BOS 16/17)
DSA Sabine Mürwald (Streetwork Überregional)
> Heike Warmuth schrieb am 22.10.2004, 13:41:12 Uhr
Bürgermeister Häupl übernimmt keine Verantwortung.
Im heutigen Wiener Gemeinderat brachten die Grünen eine mündliche Anfrage
zum Verein ECHO, dem Vorzeigeprojekt von und für jugendliche MigrantInnen
der 2. und 3. Generation, ein. Hintergrund: Die Stadt Wien setzte ECHO unter
Druck und machte das Angebot,“einige wenige MitarbeiterInnen des Projekts
könnten sich dem Verein ICE unterordnen „ einem Verein in dessen
dreiköpfigen Vorstand zwei SP-GemeinderätInnen sitzen. Falls ECHO darauf
nicht eingehe drohe nicht nur das Ende von Förderungen im Jahr 2005.
Klubobfrau Maria Vassilakou fragte daher Bürgermeister Häupl, ob er zulassen
werde, „dass der unabhängige Verein ECHO zur Unterstützung Jugendlicher‚
mit seinem Beitrag für die Stadt aufhören muss, bloß weil ECHO sich weigert
seine Unabhängigkeit aufzugeben und sich nicht dem Verein ICE unterordnen
möchte?„
Bürgermeister Häupl übernahm keine Verantwortung für das Vorgehen der Stadt
Wien und machte keinerlei Zusage, sich für ECHO einsetzen zu wollen. Er
überlasse die „notwendigen Verhandlungen„ anderen, die seines Erachtens
dafür berufener sind und wolle auch nicht eingreifen. Vassilakou zeigt sich
enttäuscht: „Es wäre höchste Zeit gewesen, dass der Bürgermeister die
Verantwortung übernimmt und ein Machtwort pro ECHO spricht.„
> Initiative Minderheiten schrieb am 22.10.2004, 13:34:15 Uhr
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Der Verein Echo nimmt in der Jugendarbeit mit MigrantInnen in Wien und darüber hinaus als Vorbild-Projekt eine zentrale Rolle ein. Es ist im Rahmen von Echo erstmals in Österreich gelungen, dass die migrantischen Jugendlichen nicht nur als Objekte der sozialarbeiterischen Hilfe sondern als Subjekte und Entwerfende ihrer eigenen Vorstellungen der Gestaltung ihrer Umwelt fungieren. Darüberhinaus ist Echo einer der wenigen subventionierten Vereine in Österreich, der auch von MigrantInnen selbst geführt wird. Aufgrund der restriktiven gesetzlichen Bestimmungen ergibt sich eine starke Tendenz zur Schaffung neuer Minderheiten. Obwohl wir gegen diese Tendenz auftreten, sind wir der Meinung, dass diesen Minderheiten - solange die strukturellen Ausschließungsmechanismen bestehen - gewisse Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen. Aufgrund der Tatsache, dass diese Minderheiten hier leben und Steuern zahlen, stehen ihnen diese Mittel wie allen anderen Gruppen in der Gesellschaft zu. Der Verein Echo hat bezüglich des selfempowerment dieser historisch relativ jungen Minderheiten in Österreich bisher eine besonders wichtige Rolle gespielt. Mit der Schließung der Räume wird mehr als eine administrative Handlung vollzogen, sondern ein Ausschließen von Menschen aus wichtigen Qualifizierungsmöglichkeiten. Eine Auflösung des Vereins Echo steht in keinem Verhältnis zu den Fortschritten, welche die Gesellschaft punkto Antirassismus eventuell gemacht hat. Eine spezielle Einrichtung wie Echo ist nach wie vor notwendig.
Aus diesen Gründen fordern wir Sie daher auf, den Verein Echo auch weiterhin zu finanzieren.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Cornelia Kogoj für die Initiative Minderheiten
Mag. Ljubomir Bratic für das Büro für ungewöhnliche Maßnahmen
> gerhard schrieb am 20.10.2004, 20:34:55 Uhr
echo hat sehr viele leute zusammengebracht
noch vor dem sommer waren in den ca.100m2
sicher über 20 projekte gleichzeitig.
hin und wieder waren die räume im 24h betrieb belegt
+ soviel energie
+ soviel kreativität und potenzial wegzuwerfen
ist auch nicht gescheit
und es wird auch nicht funktionieren
lg gerhard
> Julia Schindelar schrieb am 20.10.2004, 14:01:36 Uhr
Echo war einige Zeit ein wichtiger Ort für mich und trotz der Tatsache, dass ich dem ganzen entwachsen bin, bin ich geschockt über diese Sauerei (muss man leider sagen) die hier mit dem Verein echo abgezogen wird.
Was heißt, bitte, echo soll sich den jugendsoziopolitischen (wasauchimmer) Bedürfnissen anpassen????
Es ist klar, dass sich neue Strömungen innerhalb der Jugenkultur einer Stadt, eines Staates bilden, aber heißt das zwangsweise auch, dass diese Strömung, diese Gruppe von Leuten, die echo bedürfen damit aus der Welt ist? Wohl kaum, denn Integration wird nie aus der Mode kommen (sollte es auch absolut nicht) und ist in der heutigen Zeit von Ghettoisierung, Fremdenfeindlichkeit und sonstig gearteten Problemen aktueller denn je.
Lange Zeit war dieser Verein Aushängeschild für die Stadt Wien. Man hat sich damit geschmückt, so sehe ich das. Nur weil die Stadt Wien diesen Verein finanziell unterstützt sollte das nicht heißen, dass echo nach deren Pfeife tanzt. Nicht nach der Geschichte echos (soweit ich das weiss). Es war ganz bestimmt nicht in Bülents Sinn, sich der Entscheidungs- und Meinungsfreiheit zu entledigen, nur weil die Stadt Wien Geld gibt.
Was hat die Stadt Wien auch dazu beigetragen, wenn Leute stundenlang ohne (!!!!) bezahlt zu werden, dass Wochenende durchgemacht haben, um die Zeitung in Druck zu bringen, Filme zu schneiden, für Veranstaltungen zu proben (ich schließe mich mit dieser Meinung der vorangegangenen Ausführungen von mehmet an).
Echo ist auch sicher kein Verein der stagniert. Er hat sich sich den Jugendlichen die gekommen sind sehr wohl angepasst. Ich habe miterlebt, dass viel diskutiert wurde, mit den Jugendlichen, mit den Jugendarbeitern, was besser zu machen sei, wo der Schwerpunkt im kommenden Jahr liegen sollte. Und das wichtigste ist auch, dass echo Grundregeln hat, Dinge die es immer noch als Echo identifizieren.
Ich finde es wichtiger, einen Verein der sich bereits in der Gesellschaft etabliert (und auch ein gewisses Ansehen genießt) hat zu fördern, als ein völlig neues Konzept an den Mann zu bringen. Aber das ist der Stadt Wien wohl ein Dorn im Auge, ein Verein der mit ihrem Geld gefördert wird und der sich nicht lenken lässt. Und wer sagt, dass ein Jugendprojekt für ein anderes ersetzt werden soll (wie gesagt Integration ist immer noch ein wichtiges Thema). Warum kann es nicht beides geben???
Ich bin nach wie vor erschüttert von der Vorgehensweise, echo zu zerstören (ganz plakativ ausgedrückt).
Ich wünsche den zur Zeit aktiven Echoten viel Glück
eure Julia aka Ilja
> Tanja Trost schrieb am 20.10.2004, 13:53:26 Uhr
DIVERSITY: a state of being varied; variety: a wide diversity of opinion (oxford dictionary)
ECHO: wiener verein; seit über zehn jahrend bestehend, vereint viele nationen; jugendliche und erwachsene leben friedlich miteinander (siehe DIVERSITY); große erfolge im bereich jugendarbeit und integration; kunstfördernd; soll geschlossen werden (siehe auch ENDE) (Tanja Trost dictionary)
ENDE: Schluss; Tod (Mackensen Deutsches Wörterbuch)
DIVERSITY=ECHO=ENDE?
> engin schrieb am 19.10.2004, 13:59:03 Uhr
viele kommentare für echo....eigentlich nur für echo....es macht mich nachdenklich das der staat sich keine sorgen für die jugendlichen macht die nach der (hoffentlich nicht stattfindenden) schließung ´vom echo gezwungen dazu sind auf den straßen zu herumlungern....ICH glaube fest daran das echo noch ein fester bestandteil der heutigen jugendszene bleibt.... RESPECT @ ECHO....engin
> Philipp Jongen schrieb am 15.10.2004, 16:44:04 Uhr
EIN BRIEF AN HERRN HOLLOS, der an dieser Stelle auch gepostet hat.
sehr geehrter HERR HOLLOS,
in ihrer funktion als anwalt der MA 13 hätte ich ein paar fragen an Sie - (aus persönlichem interesse, welches sich vermutlich mit öffentlichem interesse deckt):
1. wie heißen - ganz konkret - die personen in der stadtverwaltung welche entschieden haben, dass die subventionen des vereins echo mit sofortiger wirkung gestrichen werden? ich denke in einer demokratie ist es legitim die namen zu wissen. anders gefragt: wer genau trägt für diese entscheidung die verantwortung? bitte um namen!
2. Sie beschuldigen den verein echo sich nicht an die vorgaben der stadt gehalten zu haben. auch wenn diese anschuldigung wahr ist, finden Sie es nicht ein armutszeugnis und eine zeichen von schwäche von seiten der demokratischen stadtregierung nur solche projekte zu unterstützen die direkte befehle der stadt ausführen? der spruch "wes brot ich ess, des lied ich sing." stammt aus dem mittelalter! die MA13 legt jedoch diese mentalität bzw. forderung an den tag.
und: glauben sie nicht, dass es in einer demokratie gestattet sein kann - u.u. sogar mit positiven output! - wenn unterschiedliche leute an verschiedenen stellen an einem so großen projekt wie "integration" arbeiten?
3. Sie werfen dem verein echo vor, sich nicht am bezirkbeschränkten streetworking zu beteiligen (stichwort: parkbetreuung). Wie wäre es denn wenn die MA 48 auf die idee kommen würde, die mitarbeiter von der müllabfuhr auch gleich die post austragen zu lassen ?? wenn man doch schon mal dabei hausbesuche abzustatten wäre das doch praktisch - nicht? natürlich könnet auch der briefträger gleich den müll mitnehmen. ginge auch!
(irgendwie ist das Ihr ärgerlischstes und lächerlichstes argument!)
4. Inwiefern verschwendet der verein echo das öffentliche geld? welche projekte des vereins echo sind bzw.waren es einfach nicht wert - und damit pure geldverschwendung?
bitte nennnen Sie konkreten projekte und die argumente warum das jeweilige projekt es nicht wert war unterstützt zu werden. danke.
und eine letzte frage und eigentlich auch eine bitte: sprechen Sie doch offen und ehrlich die wirklichen gründe aus, warum dem verein echo die subventionen gestrichen wurden! der steuerzahler hat es doch verdient zu erfahren, was und wieso mit seinem geld geschieht.
Sie persönlich würden damit auch eine bessere figur machen, auch wenn die stadtverwaltung - bzw. die personen die Sie in frage 1 benannt haben, noch blöder dastehen! - um es auf gut deutsch zu sagen!
ich bitte Sie höflich meine fragen zu beantworten,
mfg
Philipp Jongen
> Dr. Eva Glawischnig / Grüner Klub im Parlament schrieb am 15.10.2004, 16:03 Uhr
Erschreckend und blamabel für eine Stadt wie Wien! Erfolgreiche Projekte, die gewachsen, aus zivilem Engagement entstanden sind, sind gerade in der Migrationspolitik unverzichtbar. Wir werden alles versuchen, diese Zerschlagung zu verhindern. Meine Solidarität gilt einem auch im internationalen Kontext viel beachteten Projekt.
> melanie schrieb am 15.10.2004, 11:20:47 Uhr
scheiße ist das.
die können wien und den wienerinnen doch nict ECHO wegnehmen?
was denken DIE sich dabei, denken die überhaupt?
ich habe echo sehr gerne gelesen, hab sogar alle archviert. und ich möchte das meine sammlun weiter wächst.
also bitte echo mach weiter!
danke
melanie
> Mehmet Sel schrieb am 14.10.2004, 10:03:29 Uhr
danke dem club social ... usw, egal, thomas, du sprichst mir aus der seele. vielleicht waren wir nie geschaffen fuer dieses spiel, wahrscheinlich sollten wir von anfang an andere wege gehen sollen. echo war einfach nur zu gutglaeubig zu denken, unter einem fremden dach koennten wir auch jedes zimmer benuetzen.
ich kann mich meinen vorrednern nur anschließen: es gibt auch andere wege! vielleicht sollte echo diesen moment als chance sehen, sich neugruenden, oder nochmal von anfang an das gleiche durchmachen, egal, hauptsache echo entscheidet es selbst.
ms
ach ja, schoen mal wieder etwas von irmi zu hoeren :-)
> Club Socialismo Tropical schrieb am 14.10.2004, 0:49:05 Uhr
"If you can´t beat them, join them"
Die Kulturarbeiter des Club Socialismo Tropical protestieren heftig gegen die Streichung der Subventionen für den Jugend-, Kultur- und Integrationsverein echo durch die Stadt Wien. Die dafür gelieferten Rechtfertigungen von offizieller Seite, erscheinen zutiefst fadenscheinig und scheinen nur die politischen Beweggründe dahinter verschleiern zu wollen. Unserer Ansicht nach soll ein Verein, der immer auf seine Unabhängigkeit gepocht hat und auch vor Konfrontationen nicht zurückgeschreckt ist, nun endgültig mundtot gemacht werden. Sicheres Zeichen dafür ist die angebotene "Lösung" seitens der Stadt Wien, nur einige Mitarbeiter von echo in einen völlig unbekannten Verein, der noch keine nennenswerten Erfolge vorweisen kann, zwischen zu parken. So soll echo auf ein Abstellgleis geschoben, seiner Autonomie beraubt werden und besser kontrollierbar sein. Eine Verhöhnung für die Arbeit von echo. Eine Arbeit mit der sich auch die Stadt Wien gerne geschmückt hat.
Die wichtigste Aufgabe, aus integrationspolitischer Sicht, für die der Verein echo eine Alternative zu sonstigen jugendarbeiterischen Angeboten darstellte, war die Funktion als politische Plattform. Eine Plattform, die gerade durch die Fokussierung auf eine starke Medienarbeit die ihr gebührende Verbreitung fand, um auch als Sprachrohr gehört und gesehen zu werden. Genau das soll jetzt zum Verhängnis werden und war wahrscheinlich auch schon von langer Hand geplant. Denn echo biss bei Notwendigkeit gerne in die fütternde Hand, zeigte nur wenig vorauseilenden Gehorsam.
Wenn jetzt von den Verantwortlichen der Wiener Jugendarbeit in den Magistratsabteilungen argumentiert wird, dass das, jetzt noch stärker betonte, medienpädagogische Konzept echos nicht in die neue Strategie der Diversität passt, entblößt man unabsichtlich die eigenen Absichten. Diversität hält als Schlagwort her, um zu verdecken, dass man keine richtige politische Partizipation will. Könnte echo seine medienpädagogische Arbeit mit noch mehr Konzentration fortführen, würden Multiplikatoren mit Immigrationshintergrund ausgebildet werden. Multiplikatoren, die man derzeit in etablierten Medien und auch in sonstigen Bereichen des öffentlichen Lebens noch in zu geringem Maße findet. Multiplikatoren, die sich nicht mit Positionen zufrieden geben, die reine Quotenplätze darstellen. Multiplikatoren, die nicht nur zu immigrations- und integrationspolitischen Themen den Mund aufmachen, sondern zu allen Themen, die die Menschen in dieser Stadt, egal ob Staatsbürger oder nicht, betreffen. Sie wären dadurch Vorbilder und Meinungsmacher. Selbst wenn man dieses Anliegen elitär nennen will, dringend notwendig bleibt es trotzdem.
Es ist schon richtig, dass sich das Erscheinungsbild, die Selbstwahrnehmung und die Ziele der zweiten und dritten Generation verändert haben. Das bedeutet aber nicht, dass diese Jugendlichen (und auch Erwachsenen) keine politische Vertretung und Artikulationsmöglichkeit mehr brauchen würden. Echo hätte auf diese Veränderungen sicher die besseren Antworten gewusst und die effektiveren Lösungen angeboten als die Stadt Wien. Das schien aber nicht von Interesse zu sein. Der Vorwurf, echo hätte in der letzten Zeit zu wenig stadtteilorientierte Jugendarbeit angeboten, läuft ins Leere, wenn man sich die Entwicklung in dieser Stadt ansieht. Einige andere Vereine, vor allem der Stadt Wien einverleibte, übernehmen diese Aufgabe schon seit langem. Aber was ist mit all den Jugendlichen, die etwas darüber hinaus brauchen? Eine Arbeitsteilung der Organisationen mit einer unterstützten Vernetzung wäre da wohl zielführender gewesen. Wer keine unabhängigen, zivilgesellschaftlichen Strukturen unterstützen will, soll von gesellschaftlichen Veränderungen Richtung Gleichberechtigung schweigen.
Doch die Stadt Wien und ihre Beamten haben einen Fehler gemacht. Nicht nur, dass ihre Vorgehensweise nur als unehrlich bezeichnet werden kann, haben sie den, nun abgewürgten, Verein und seine Mitglieder auch unterschätzt. Echo entstand als selbstbestimmtes, autonomes Projekt und kann dort, aufgrund des dem Vereins innewohnenden Selbstverständnisses, jederzeit wieder zurückkehren, ja vielleicht noch attraktiver, stärker und größer werden. Wir sind uns sicher, dass die Echoten und Echotinnen andere finanzielle Mitteln aufstellen und noch radikaler für Gleichberechtigung und politische Partizipation von ImmigrantInnen kämpfen werden. Sie werden es als Chance begreifen, jetzt noch unabhängiger agieren zu können, auch ohne die Steuermitteln, miteingezahlt von den Eltern dieser Jugendlichen, die die Beamten der Stadt Wien so gerne als ihr Privatvermögen missverstehen. Der Club Socialismo Tropical unterstützt dieses Bestreben mit der allergrößten Solidarität.
Thomas Tesar (Kulturarbeiter des Club Socialismo Tropical)
> Eine anonyme Person schrieb am 13.10.2004, 19:43:38 Uhr
P.S. Warum beklagen dann die BezirksschulinspektorInnen die bislang verabsäumte Schulsozialarbeit? (Unter der Hand, versteht sich von selbst). Der integrative Brückenschlag, sprich Familienarbeit,wird mittels "Konfliktschlichtung" in den Parks absolviert. Wer sitzt wo und warum? Was mach´ma jetzt mit den konzeptiven Arbeitsaufträgen des Max Koch, atmosphärisch im öffentlichen Raum zu integrieren und die sozialarbeiterische Kompetenz zu vernachlässigen? Was hatte der noch vor einigen Jahren im Auge? Integration war es sicher nicht. Und da beginnt´s! Übrigens, die AusländerInnen- und Sozialberatungsstelle wird Ende Dezember geschlossen, nachzulesen unter www.volksgruppen.orf.at/volksgruppen.aktuell/stories.17.566/etc., Veranstaltung "Roma-Nacht", SPÖ-Mariahilf
Lt. Geschäftsführung Sozial Global, bislang für Pflege zu Hause zuständig, sei Integrationsarbeit auch durch AK und ÖGB abzudecken. Nun denn.
> dsa-insiderin schrieb am 13.10.2004, 19:01:54 Uhr
Was ist Diversität? Ein neuer plakativer Slogan, der die anhaltende sozialrechtliche Marginalisierung, die sich in der 2./3.Generation (s. Stat.Zentralamt/Ausbildungschancen)fortsetzt, löst nun den Brauner´schen politischen Symbolcharakter "des Miteinanders" und "Wir alle sind Wien"
atmosphärisch durch die kundige Frau Wehsely ab? Neueste Erkenntnis, die Integration beginnt bereits im Kindergarten(durch Erlangen der deutschen Sprache!). Bin seit Jahren im Integrationsbereich psychosozial tätig, prof. Studien wurden seit Jahren im Rathaus schubladisiert bzw. "Eigen"-sinnige (profunde)KennerInnen als bedrohlich empfunden. Die NGO-Mehrheit schweigt. Warum eigentlich? Für mich ist dieses Szenario schon seit Jahren bedenklich - welche Aufgabe hatte bislang der Wiener Integrationsfonds? Lt. einschlägiger unternehmensberaterischer Begutachtung (in Millionenhöhe) konnte diese Einrichtung hinsichtlich ihres Arbeitsauftrages (integrativer Rundumschlag!) nicht definiert werden. Seit Juni 2003 in Umstrukturierung, Budget € 6,2 Mio., davon ca. 20 % für integrationsrel. Konzepte, der Rest Sachaufwand bzw. Medienpräsenz. Das gibt halt zu denken.
> Irmi Novotny schrieb am 13.10.2004, 18:03:41 Uhr
Liebes Echo,
seit vier jahren bin ich schon in berlin, und unser kontakt ist ein bisserl dünn geworden, aber es hat mich doch immer wieder eine zeitung oder nachricht von euch erreicht, und erfreut.
im letzten sommer hab ich zufällig in der u- bahn einen kardinal- nagl- platz jugendlichen getroffen. und gleich ist er auf mich zugekommen, hat mich herzlichst begrüßt und erzählt, was er jetzt macht und wie sehr er das, was wir gemeinsam gemacht haben damals, immer noch gerne erinnert und die zeitungen zuhause immer noch aufhebt. das war eine freude!
und dann diese nachricht! ein schock.
so ganz die zeit alle komentare zu lesen, hab ich leider nicht, aber ich seh, dass da seitens der ma 13 inhaltlich allerlei begründet wird.. "spezialisierung", "spezifizierung", "stadtteilorientierung",.. nun ich kenne diese tendenzen leider auch aus berlin.
unter dem neuen schlagwort der "stadtteilorientierung" wird allerhand gestrichen an subventionen für vereine und projekte, die seit jahren etabliert sind und gute arbeit machen und im gegenzug bekommen newcomer, von denen keiner weiss, was sie eigentlich machen, ganz viel geld um was aufzubauen... argumentiert wird mit allerlei tollen formulierungen.. aber wenn man genau hinschaut geht es um politische entscheidungen, die mit inhalten nichts, aber auch garnichts zu tun haben... im gegenteil.
Auch halte ich nichts, von am reissbrett entstandenen konzepten. konzepte müssen sich meiner meinung nach durch die arbeit entwickeln, und können maximal im nachhinein aufgeschrieben/ beschrieben werden. ich halte so stadtweite neukonzipierungen für höchst fragwürdig.
es ist sicher ein bisserl anders, was da in wien gerade vor sich geht, aber im grunde wahrscheinlich doch nicht so weit weg. politisch genehme leute werden unterstützt, unangenehme unter fadenscheinigen ausreden endlich hinauskomplimentiert.
ich denke echo wird es trotzdem weitergeben. vielleicht ist es auch eine chance. ihr seid zurecht sehr bekannt bei den medien, bei der 2. und 3. generation und vielen anderen leuten die euch sicher unterstützen werden.
das projekt, bei dem ich arbeite, kann sich auch nur halten, indem es einen förderverein gegründet hat, in den hauptsächlich private leute einzahlen über deren fördergelder und mitgliedsbeiträge dann z.b. meine stelle finaziert wird. das ist einerseits ein risiko, andererseits ein wunderbares kapital. es gibt sicher auch in österreich leute, die bereit sind, euch auch finanziell zu unterstützen. und es ist inhaltlich vielleicht eine chance, wenn man endlich auch die arbeit, zb der ma 13 ganz ohne ein blatt vor den mund nehmen zu müssen, kritisch beleuchten kann..
in so einer krise steckt immer eine chance, ich bin sicher, ihr werdet sie nutzen.
wenn ich euch (aus der ferne) dabei unterstützen kann, sagt mir wie.
alles liebe,
eure irmi
> Elke Bitter schrieb am 13.10.2004, 15:42:30 Uhr
Vor fünf Jahren bin ich als Mitarbeiterin zu Echo gekommen und habe diesen Verein, die Idee dahinter und die Menschen die hier aus und ein gehen lieb gewonnen. Mittlerweile arbeite ich ehrenamtlich für Echo und setze mich im Vorstand dafür ein, dass diese Idee weiter geht auch wenn Subventionen der MA13 ab 2005 nicht mehr vorhanden sind. Einen Verein wie Echo kann man nicht seitens einer Magistratsbehörde auflösen. Wir werden Wege und Möglichekeiten finden weiter zu machen und neue Konzepte für Integration und ein menschenfreundliches Leben in einer Stadt wie Wien zu gestalten. Ich fordere hiermit auch alle, die im Forum geschrieben haben auf, mit zu machen und uns dabei zu helfen.
> Eine Echo-Freundin schrieb am 10.10.2004, 22:35:51 Uhr
Sehr geehrte Vizebürgermeisterin Grete Laska
und weitere Verantwortlichen!
Ich bin schockiert und enttäuscht über Ihre Entscheidung. Ich hoffe Sie meinen es nicht ernst.
Ich kenne Echo mittlerweile schon seit 6 Jahren. Ich wünschte zu meiner Jugend gäbe so eine Organisation. Denn viele Jugendliche, die diesen Verein besuchen, haben die Möglichkeit ihre Lebensperspektiven positiv zu erweitern. Sie lernen wichtige Persönlichkeiten kennen. Begegnen Künstler, Reporter, Botschafter, Politiker, ... usw, und die aus aller Welt.
Die Projekte sind auf die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen abgestimmt. Die letzten zwei Jahre hat die Theatergruppen zwei sagenhafte Stücke gespielt. Die Schauspieler dieser ausgebuchten Aufführungen waren unsere Jugendliche, die zuvor noch nie auf der Bühne standen. Haben Sie sich je dafür interessiert oder waren sie einer Aufführung dabei? Ich möchte jetzt nicht alle erfolgreichen Arbeiten auflisten, aber sie sollten sehen, wie notwendig Echoarbeit ist. Die Jugend, die Stadt Wien, die Gesellschaft brauchen Echo. So ein Projekt kann nicht von heut auf morgen abgeschafft, ja sogar vernichtet werden. Ich träume davon, dass meine zwei jährige Tochter auch einmal Echotin wird, und die Gelegenheit hat, für die Zeitschrift zu schreiben.
> Ömer (Saz-Kurs Teilnehmer) schrieb am 7.10.2004, 18:19:24 Uhr
Ich halte es nicht für RICHTIG an Jugendprojekten zu sparen. Man sollte die Jugend eher fördern, anstatt Vereine, die Jugendliche fördern und versuchen ihnen zu helfen, zu schließen. Außerdem gibt es meines Wissens nach kein anderes Institut, wo man so viele Aktivitäten unter einem Dach anbietet. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen der MA13 diesen begangenen Prozess endlich ein Ende geben und Echo doch in Zukunft ihre gewöhnliche Arbeit weiterführen kann...
> Reyhan schrieb am 7.10.2004, 18:10:56 Uhr
Ich, als eine Saz-kurs Teilnehmerin bin der Meinung, dass die MA13 einen großen Fehler damit begeht, einen solchen Verein wie Echo, der Jugendliche unterstützt und ihnen viele Möglichkeiten bietet zuzusperren. Die MA13 sollte sich lieber mit Vereinen beschäftigen, auf deren Arbeit "EHER" zu verzichten ist als die von Echo.
> Eine anonyme Person schrieb am 7.10.2004, 18:00:41 Uhr
Ich finde, dass es eine Frechheit von der MA 13, so einen Verein wie Echo nicht mehr subventionieren zu wollen.
> yavuz schrieb am 7.10.2004, 12:19:19 Uhr
es ist ein glück dass es so einen verein gibt,in dem sich die jugendlichen (aus aller welt) treffen und die ihre freizeiten gestalten können..wenn er zuschlisst,hinterlässt dann eine grosse lücke..
> Mehrose Mohammad schrieb am 7.10.2004, 2:13:07 Uhr
hallo leute whats up alle miteinander
ja habe gehort dass echo zu gemacht wird wegen dieser scheiss ma 13
ja habe mla gedacht wenn ich zuruckkomme werde ich euch leute besuchen kommen aber leider sieht es aus als negativ ja ich finde es eine schande von der stadt wien die sind eh ur auslander feindlich und jetzt kommen sie in den jugendvereinen und werden mit den auslanderen noch arger machen
ja ich hoffe es super wenn es nicht wird dass sie echo zumachen
ES LEBE ECHO UND PEACE AN ALLE
SCHONE GRUESSE AUS AMERIKA VON EUREN ALTEN ECHO MEMBER
MEHROSE MOHAMMAD
> Senem Cetin- eine junge Echotin schrieb am 6.10.2004, 20:42:33 Uhr
Echo gibt es fast seit 10 Jahren und sollte auch weiterhin bestehen, weil da Jugendlichen geholfen wird. Viele haben Ihre Träume dank echo verwirklichen können.Die Jugendlichen haben sehr vieles erreicht, dank vieler Auftrittsmöglichkeiten wie Musik, Tanz, Theater usw. Es gibt eine erfolgreiche Zeitung seit Anfang an, die die Jugendlichen mit erschaffen haben. Diese Zeitung beinhaltet viele Themen über Politik, Probleme von Jugendlichen, ihren erfolgreichen Erlebnissen, Comics etc. Diese Zeitung ist der Knüller und es wird einfach weiter gehen. Die Mitarbeiter hörten auf die Bedürfnisse und Probleme der Jugendlichen und holten sogar viele aus der Strasse, brachten ihnen bei wie sie was erreichen können und waren sehr erfolgreich mit ihrer Arbeit. Echo ist wie der Himmel auf Erden für Jugendliche die nicht mehr weiter wissen. Darum muss Echo weiter machen
Senem Cetin
> jan.bako@austronaut.com schrieb am 6.10.2004, 14:36:13 Uhr
Die EXISTENZ der Räumlichkeiten des Vereins ECHO trägt sehr viel zur Harmonisierung
des Stadtklimas bei. Daher sollte nicht darüber diskutiert bzw. sinniert werden wie oder von wem diese Einrichtung übernommen werden kann, sondern welche weiteren Objekte bzw.
Vereine müssen geschaffen werden, um die ECHO-Grundidee mit den bestehenden Hilfsorganisationen bzw. Vereinen sinnvoll zu verknüpfen und so mit den bestehenden Systemen zu harmonisieren.
> Emrah schrieb am 6.10.2004, 13:46:24 Uhr
Echo ist seit einigen Monaten so etwas wie ein zweites Zuhause für mich geworden. Mal abgesehen davon, dass ich hier Musikunterricht nehme, habe ich hier viele neue gute Freunde gefunden.
Ich finde den Spruch von Herrn Hollos in gewisser Weise nicht menschlich, zu meinen: Nicht dass wir euch nicht finanzieren können, wir wollen es nicht!
Und wenn wir schon mal von der Menschlichkeit sprechen, was soll mit all den Leuten werden, die jahrelang ihre Kräfte investiert haben??
> Mario schrieb am 6.10.2004, 12:17:22 Uhr
Unmegen an Geld werden irgentwo in Wien oder im Ausland von den Politikern oder der gleichen gebunkert aber einen Verein für die "Erhaltung" der Jugend zu sponsern für das habt ihr kein Geld,aber für unnütz viele Autos für das hat ein jeder MA "Futzi" Geld aber Die Jugend zu unterstützen und vorallem ihnen eine anständige Zukunft zu geben und aus ihnen etwas (in der zukunft) zu lernen an das denkt ja keiner.Frage:Was wird aus diesen Menschen die das RECHT auf Leben haben(und damit meine ich NICHT ÜBERLEBEN) nun machen?Unter der Brücke pennen oder sich mit Drogen oder mit derartigen Arzneimittel vollpumpen die ihnen dann das Leben kostet?MA!!! DENKT UND HANDELT DOCH BITTE FÜR ECHO UND AN DIE MENSCHEN, DENN ECHO IST ZUKUNFT!ECHO IST LEBEN FÜR DIE JUGEND DIE KEIN ZU HAUSE HABEN!"
> Josef Hollos schrieb am 6.10.2004, 11:09:22 Uhr
Lieber Bülent, wenn mir das DU noch gestattet bleibt, wir kennen uns tatsächlich schon sehr lange, um um den Brei herumreden zu müssen. Trotzdem muss ich darum ersuchen, meine Ausführungen etwas später darlegen zu dürfen, da ich auf der einen Seite auf die Antwort von ECHO warte, wie dort auf die Angebote (Weiterführung des Projektes ECHO bei ICE etc.) der Stadt reagiert wird, auf der anderen Seite muss ich einige ruhige Minuten außerhalb meiner Dienstzeit abwarten, damit ich so antworten kann, dass alles klar, aber keineswegs polemisch ist. Ich bitte also um etwas Geduld.
> Harun schrieb am 6.10.2004, 0:13:15 Uhr
Vorerst will ich mal sagen dass ich mich über das Kommentar von Herrn Öztoplu gefreut hab und schon seit einigen Tagen auf SEIN Kommentar gewartet hab bevor ich auch kommentiere.
Ich kenne Echo schon seit ca. 3-4 Jahren, war einer der ersten Saz Kurs Teilnehmer in Echo. Ich beobachte seither Echo, seine Aktivitäten und Projekte und bewundere sie. Als ich von den Medien erfuhr, dass Echo subventionelle Probleme hat war ich sehr traurig.
Einen so bewundernswerten Verein dürfen die Wegen nicht versperrt werden. Insbesonders die Jugendlichen der 2. und 3. Generation haben so einen Verein nötig...
Wurde eigentlich gründlich überlegt was mit den "hunderten" Jugendlichen passieren soll, die bald kein "2. zu Hause" mehr haben, geschweige denn mit den restlichen Mitarbeitern, bei denen "VERSUCHT" wird eine Lösung zu finden?
Die Frage geht an sie Herr Hollos!!!
Lasst ECHO weiterhin ein Vorzeigeprojekt der Stadt Wien sein!
Mfg Harun
> Bülent Öztoplu schrieb am 5.10.2004, 22:26:20 Uhr
Ich glaube, dass es Zeit ist, dass ich zu den Aussagen von Herrn Hollos Stellung beziehe.
Sehr geehrter Herr Hollos!
Es wäre sehr freundlich gewesen, wenn Sie uns eine gleichwertige Diskussion, wie Sie sie auch hier im Forum führen, direkt angeboten hätten. Sie selbst haben im Forum einen gangbaren Weg für alle Beteiligten angekündigt.
Es ist nicht konstruktiv, dass Sie mit Ihrem Team uns unter bürokratischen Druck setzen und uns ständig mit Forderungen konfrontieren, aber gleichzeitig einen gangbaren Weg vorschlagen. Es wäre eleganter gewesen zuerst gemeinsam Lösungen zu diskutieren, anstatt ein Problem zu verursachen und sich dann in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.
Wir müssen einerseits unsere Kräfte dahingehend konzentrieren, um alle formalen Forderungen der MA 13 zu erfüllen, wie zum Beispiel die Kündigung aller Angestellten, das Abhalten unzähliger Sitzungen und die Absicherung von arbeitsrechtlichen Punkten. Aber andererseits sehen wir uns gezwungen zu den Äußerungen, die Sie in der Öffentlichkeit tätigen Stellung zu beziehen. Aber wir werden auch diese schwierige Situation meistern.
Herr Hollos, in welchem Gremium und in welchen demokratischen Diskussionsprozessen, führen Sie seit zwei Jahren Gespräche mit Echo? Oder meinen Sie die Gespräche mit Echo, in denen Sie Ihre Wünsche und Forderungen übermittelt, aber Echo nie eine Mitentscheidungsmöglichkeit gegeben haben?
Wann sind wir mit Jugendeinrichtungen zusammengesessen und haben über einer Neuorientierung der Jugendarbeit diskutiert?
Ich erinnere mich nur an ein Treffen zum Thema Diversitätspolitik der Stadt Wien mit verschiedenen Jugendeinrichtungen, in dem alle gesagt haben, dass sie seit jeher in diese Richtung arbeiten und keiner mit der Diversität Probleme hat. Die MA 13 hat Echo daraufhingewiesen, dass der Begriff der zweiten und dritten Generation in der heutigen Jugendarbeit nicht mehr relevant sei. Es wurde uns empfohlen diesen Begriff wegzulassen, um nach außen eine bessere Optik für die neue Diversitätspolitik der Stadt Wien zu signalisieren.
Echo hat seine Meinungen dahingehend geäußert, dass es nicht nur um Begrifflichkeiten geht, sondern auch um die realen Bedürfnisse und Probleme der zweiten und dritten Generation. Es ist daher noch immer notwendig dieser spezifischen Zielgruppe eine eigenständige Plattform anzubieten. Dadurch werden Betroffene zu Selbstengagement motiviert, um an einen freiwilligen und bewussten Integrationprozess teilnehmen zu können. So viel ich weiss sollten diese Diskussionen weitergeführt und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden. Es gibt Protokolle. Warum hat man uns das nicht ermöglicht, oder haben wir etwa sämtliche Termine verpasst?
Oder meinen Sie Ihre internen Gespräche, die seit 2 Jahren laufen mit dem Ziel, das Echo nicht mehr in dieser Form weiterbestehen soll - es ging nur darum uns zum richtigen Zeitpunkt am 13.09.2004 Ihre Vorgangsweise mitzuteilen.
Ich habe das Gefühl Herr Hollos, dass Sie versuchen die Entwicklung der Ereignisse so darzustellen, die nicht der Wahrheit entspricht.
Mein Team und ich sind der Meinung, dass eine Neuorientierung der Jugend- und Integrationsarbeit für die zweite und dritte Generation notwendig ist und unbedingt mit allen Einrichtungen gemeinsam neue Konzepte erarbeitet werden müssen, weil ein Großteil der Jugendeinrichtungen mit dieser Zielgruppe konfrontiert ist.
Was haben wir in dieser Hinsicht bereits erreicht, wo ist noch Bedarf? Was ist mit der Diversität, die sozial und kulturell im Alltag erlebt werden muss? Wenn wir Diversität in öffentlichen Dienstleistungen eingliedern wollen, was passiert mit der Eigenständigkeit oder dem Selbstengagement der Betroffenen, die unterstützt und gefördert gehören?
Welche gemeinsamen Erfolge und Ziele können wir in der Öffentlichkeit präsentieren?
Wir gehen davon aus, dass wir der einzige Verein sind, der von dieser Vorgangsweise betroffen ist.
Ich habe genug Diskussionsmaterial, das ich gerne mit Ihnen in der Öffentlichkeit diskutieren möchte. Es steht für uns fest, dass es eine politische Entscheidung war den Verein Echo dorthin zu bringen, wo er heute ist – der Verein muss um seine Existenz kämpfen.
Sie sind der Meinung, dass unser neues Konzept "medienpädagogische Jugendarbeit" nicht passend und eigenständig finanzierbar ist, obwohl dieses Konzept aufgrund des Wunsches der Vizebürgermeisterin Laska und MA 13 entstanden ist. Monatelang war allen bewusst, dass wir uns in diese Richtung vorbereiten. Jedoch wurden wir weder inhaltlich begeleitet noch vorgewarnt, dass mit diesem Vorhaben Schwierigkeiten in Bezug auf die Existenz des Vereins entstehen könnten. Das Gegenteil war der Fall. Jetzt dient dieses Konzept zur Rechtfertigung dafür, dass Echo Subventionen gestrichen werden.
Ich erinnere mich an Gespräche mit Ihrer Sachbearbeiterin, die uns mitgeteilt hat, dass es erst einen Diskussionsprozess geben wird, wenn wir unsere Eckpunkte für das Jahr 2005 festlegen. Wir haben uns an diese Vereinbarung gehalten. Wann hat der Diskussionsprozess mit Ihnen stattgefunden Herr Hollos? Wir verstehen unter Diskussion einen demokratischen Prozess und nicht einen Vernichtungsbescheid, den wir letztendlich von Ihnen erhalten haben.
Warum haben Sie uns zu diesem neuen Konzept motiviert und animiert, wenn von vornherein klar war, dass wir keine Subventionen mehr erhalten? War das ein Teil unseres gemeinsamen Entscheidungsprozesses oder ein Teil Ihres Konzeptes uns in einen anderen Verein einzugliedern?
Sie werfen uns vor, dass wir die Termine nicht zeitgerecht eingehalten haben. Unsere Fakten sprechen etwas anderes! Was ist mit den Terminen, die für eine Neuorientierung gemeinsam mit ECHO und anderen Einrichtungen hätten stattfinden müssen?
Nach 10 jähriger Arbeit sollen wir in kürzester Zeit – 48 Stunden – über die Zukunft des Vereins entscheiden? So, wie Sie es wünschen, Herr Hollos.
Wo ist die Partizipation, die Sie meinen? Warum diese Eile Herr Hollos?
Mit grossem Respekt an Sie Herr Hollos! Wir kennen uns sehr lange und wir wissen, wo die Wahrheit liegt. Wir müssen über die wahren Beweggründe reden, weshalb der Verein Echo keine Subventionen mehr bekommt. Leider hören wir seit Jahren über hundert Ecken, das Echo für Sie und Ihrem Team ein Problem darstellt.
Dennoch sieht der Verein Echo diese schwierige Situation als eine Herausforderung für die zukünftige Jugend- und Integrationsarbeit im Rahmen der neuen Diversitätspolitik. Es wird mich sehr freuen mit Ihnen eine Diskussion einzugehen, in der wir unsere Fakten auf den Tisch legen können.
Ich glaube, dass es einen allgemeinen Aufklärungsbedarf über die Vorgangsweise der MA 13 mit eigenständigen Einrichtungen in der Sozialarbeit geben muss. Ist das ein gangbare Weg Herr Hollos?
Den Termin überlasse Ihnen.
Mit freundlichen grüssen
> einfaches mitglied... schrieb am 5.10.2004, 21:25:53 Uhr
kannst du bitte deine wut dort auslassen, wo sie hingehört..und dort deine aufklärung leisten; du beleidigst die falschen personen, armer besserwisser! ich finde es einfach gut, dass herr hollos sich zu wort meldet und ab und zu kann man aus seinen aussagen etwas ableiten, was der wahrheit entsprechen könnte...
> es lebe die wiener DEMOkratie schrieb am 5.10.2004, 16:36 Uhr
Ooooch du armes, armes einfaches mitglied mit solch einer schlichten vorstellung von demokratie!
ich schätze mal, du lebst schon lange in dieser stadt und hast dich einlullen lassen von politischem gelaber. darf ich dich demokratisch kurz aufklären:
NICHT überall, wo gesprochen wird, wird diskutiert!
NICHT alles, was politiker sagen, spiegelt ihre meinung wider!
NICHT weil es probleme mit echo gibt, bekommt der verein ICE das budget!
JA, es gibt probleme - rate mal, wo sich die befinden ...
*denken ist allen erlaubt - manchen bleibt es erspart!*
Partizipatorische Jugendarbeit ist NICHT erwünscht in dieser Stadt - denn Jugendliche könnten ja selbstbewusst werden und auf die Idee kommen, dass diese STADT AUCH IHNEN GEHÖRT!
> Hakan schrieb am 5.10.2004, 16:24:49 Uhr
ECHO sehe ich als einen Ort, wo Jugendliche verschiedener Nationen einander finden und gemeinsam an Projekten mitarbeiten.
Ich habe Echo auch über ihre Veranstaltungen kennengelernt und finde es sehr schade dass solche Projekte nicht mehr unterstützt werden.
Ich finde es auch eine Frechheit dass so ein Verein, wo jahrelang hunderte Jugendliche und etliche Mitarbeiter ihre Kräfte investiert haben „von einem Tag auf den anderen“ geschlossen werden soll und deren Arbeit sogar als unnötig bezeichnet wird. So eine Entscheidung ist sicher nicht nur EINE sondern VIELE Überlegungen Wert!!!
> Müslüm schrieb am 5.10.2004, 16:24:14 Uhr
Ich betrachte ECHO als eine Art „Kunstzentrum“, wo viele qualitative Projekte seit Jahren geleitet werden.
Ich, als ein aussenstehender Musiklehrer (Saz-Lehrer), habe bisher an vielen Projekten von Echo teilgenommen und manche sogar mitgeleitet.
Falls die Türen Echos nicht mutwillig geschlossen werden, bin ich mir sicher, dass Echo in Zukunft mehrere angesehene, große und qualitative Projekte auf die Beine stellen wird.
Ich stehe vollkommen hinter Echo und hoffe, dass dem Verein nicht „grundlos“ das weiterarbeiten verhindert wird.
> Elke Bitter schrieb am 5.10.2004, 16:15:02 Uhr
Lieber Herr Hollos!
Sie erinnern sich bestimmt an unser Gespräch bei der MA13 am 13.09.2004 bei dem Sie uns mitteilten, dass Echo in der Form wie bis jetzt nicht mehr finanziert werden würde.
Bedenklich fand ich nicht zuletzt auch die Tatsache, dass ihrerseits keine inhaltliche Begründung dieser Entscheidung oder eine Diskussionsbereitschaft gezeigt wurde. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es bei der Echo Arbeit nicht, wie Sie in Ihrem letzten Kommentar schreiben um Stadtteil- oder Bezirksbezogene Arbeit geht. Wichtig an dieser Institution war und ist vor allem ihr gesellschaftspolitisches Engagement und damit im Zusammenhang ihr Auftrag einem Teil unserer Gesellschaft zu einer besseren Stellung und Akzeptanz zu verhelfen. Wie wir wissen und wie Sie auch unserem Konzept bzw. wissenschaftlichen Studien zum Thema zweite Generation entnehmen können, haben viele Jugendliche dieser Gruppe nicht die gleichen chancen wie österreichischstämmige Jugendliche oder junge Menschen.
Für einen Verein wie Echo, gibt es nach wie vor Handlungsbedarf und den möchten wir auch ab 2005 angehen können.
> einfaches mitglied schrieb am 4.10.2004, 18:51:05 Uhr
ich finde es ganz toll,dass sie sich, herr hollos zu wort melden, und bitte sie dies weiterhin zu tun, denn das ist demokratie...
> SR Mag. Josef Hollos, MA 13-Landesjugendreferat schrieb am 4.10.2004, 13:35:28 Uhr
Verein Echo – die Sichtweise der MA13-Landesjugendreferat in der Chronologie
Status ante und Status quo auf Basis der Faktenlage
Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren laufen zwischen der MA 13–Landesjugendreferat und dem Verein Echo Gespräche über die zukünftige Ausrichtung des Projektes und dessen Positionierung in der Wiener Jugendarbeit. Diese basierten auf der Entscheidung der Stadt Wien, sich von dem in den 90er Jahren vorherrschenden Gedanken der Integration (eine Minderheit in eine Mehrheitsgesellschaft zu integrieren) auf den Ansatz der Diversität, nämlich die umfassende Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund in alle Bereiche der Stadt, umzuorientieren. Die außerschulische Jugendarbeit in Wien ist hier Vorreiterin und setzt diesen Ansatz konsequent seit Jahren um.
Anfang der 90er Jahre war die Wiener Jugendarbeit von großen Umstrukturierungen geprägt. Neben den stationären Jugendzentren der 70er /80er Jahre entwickelten sich mobile und aufsuchende Kinder- und Jugendarbeitsprojekte, welche die Zielgruppe dort anspricht, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhält: Im öffentlichen Raum, in Parks, auf Plätzen. Die neuen Angebote veränderten die Landschaft in der Wiener Jugendarbeit grundlegend – Echo, das ursprünglich einen Schwerpunkt im Verein Wiener Jugendzentren darstellte, wurde aus den Jugendzentren herausgelöst und als eigenes Projekt im Rahmen eines eigenständigen Vereins mit entsprechenden Subventionen weitergeführt .
Die sich verändernde Jugendszene berücksichtigend haben sich während der letzten 10 Jahre auch die Struktur und die Angebote der Wiener Jugendarbeit rasant weiterentwickelt, und in ganz Wien gibt es nunmehr ein flächendeckendes Netz an Angeboten seitens der Stadt subventionierter Vereine, die von der MA 13–Landesjugendreferat koordiniert und in ihrer Arbeit aufeinander abgestimmt werden.
Die Einrichtungen und Projekte des Vereins Wiener Jugendzentren, die Mobile Jugendarbeit, die Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit, Streetwork und die Vereine und Projekte der animativen, freizeitpädagogischen Betreuung – „Parkbetreuung“ - haben sich außerordentlich bewährt, da die Angebote für Kinder und Jugendliche immer dort stattfinden, wo die Betroffenen sich aufhalten. Die Bedarfsorientierung der vielfältigen Betreuungsangebote ist auch aus dem Beteiligungsprojekt im 10. Bezirk zur Umgestaltung des Arthaberbades in einen Jugendtreff ersichtlich - nur ein aktuelles Beispiel von vielen, bei welchem die jungen Menschen zur aktiven Planung und Mitgestaltung eingeladen wurden. Beinahe alle Angebote der MA 13-Landesjugendreferat sind bedarfs- und stadtteilorientiert und damit maßgeschneidert für die jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppen. Insgesamt gibt es derzeit 50 ganzjährige Projekte in Wien, die Kinder und Jugendliche außerschulisch betreuen und begleiten. Im Rahmen der Parkbetreuung werden auf 120 öffentlichen Flächen (vorrangig Parkanlagen) Kinder und Jugendliche freizeitpädagogisch betreut.
Wir brauchen bei individuellen Problemen der Kinder und Jugendlichen - ob sie hier geboren oder zugewandert sind - maßgeschneiderte Lösungen. Dabei gilt es, verschiedene kulturelle Bedürfnisse und Kompetenzen nicht nur zu berücksichtigen, es geht darum, sie nachhaltig zu fördern und im Sinne aller Wienerinnen einzusetzen.
Der Gedanke der Diversität zieht sich durch all diese Projekte des Regelbetriebs der Jugendarbeit und es ist auch selbstverständlich, dass die Teams multikulturell besetzt sind. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Vereinen, Einrichtungen und Projekten beträgt mittlerweile zwischen 50 und 99 Prozent. Das heißt, im Rahmen all dieser Projekte ist eine Betreuung von Jugendlichen der 2. und 3. Generation beinhaltet, ohne dies explizit zu betonen.
Die geänderte Situation machte auch eine Umorientierung einst innovativer Projekte nötig, da deren Angebote nicht immer zeitgemäß sind und nicht immer den neuen strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen entsprochen haben. Auch Echo sollte neue, den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechende Angebote wie etwa verstärkte Arbeit im öffentlichen Raum setzen und diese auch in einem Konzept festhalten. Die diesbezüglichen Gespräche der letzten zwei Jahre zeigten aber, dass der Verein offensichtlich nicht an einer Umorientierung interessiert war.
Selbst dem Bericht des Kontrollamts vom April 2004 ist unter anderen Kritikpunkten zu entnehmen, dass Echo seine Leistungsschwerpunkte verschoben hat und dadurch – entgegen den Interessen der Stadt – ab 2001 ein Rückgang der Streetworkerkontakte zu verzeichnen war. Das Ersuchen der MA 13–Landesjugendreferat an den Verein Echo, stadtteilbezogene Aktivitäten zu setzen, wurde zwar in mehreren Sitzungen mündlich zugesichert und schriftlich festgehalten, aber dann nicht umgesetzt. Termine, zu denen neue Konzepte vorgelegt werden sollten, wurden nicht eingehalten. Nach mehrmaligem Urgieren des neuen Konzeptes (erster Abgabetermin Anfang Dezember 2003) seitens der Fachabteilung MA 13–Landesjugendreferat und nach Gesprächen auf politischer Ebene wurde das bereits früher bestehende Konzept Ende Februar 2004 übermittelt.
Der Verein Echo sicherte in weiterer Folge im März 2004 in einem Gespräch erneut zu, das Profil für die Arbeit bis Mitte des Jahres zu überarbeiten. Aus diesem Grund wurden auch die Subventionen für die ersten drei Quartale zugesichert. Echo schrieb in seinem Subventionsansuchen, welches im Gemeinderat genehmigt wurde, dass ein neues, bedarforientiertes medienpädagogisches Konzept vom Verein erarbeitet wird. Im Gemeinderat wurde daraufhin auf Basis des Motivenberichts der MA 13–Landesjugendreferat beschlossen, dass sich im letzten Quartal aufgrund der geplanten Veränderungen strukturell, inhaltlich und finanziell Änderungen ergeben können.
Nachdem bis Mitte Juli kein Konzept seitens Echo eingelangt ist, wurde der Verein am 12. Juli 2004 schriftlich aufgefordert, das entsprechende Papier bis zum 16. August vorzulegen. Dieses wurde zeitgerecht mit dem Zusatz, der Verein Echo stünde erst ab September 2004 wieder für Gespräche zur Verfügung, abgegeben. Aufgrund der Subventionszusage für die ersten drei Quartale musste bis Mitte September eine Entscheidung bezüglich der zukünftigen Ausrichtung des Projektes getroffen werden, um die finanziellen Mittel des letzten Quartals zielgerichtet auszahlen zu können. Dieser Tatsache waren sich sowohl die MA 13–Landesreferat als auch der Verein Echo bewusst. Das nun vorliegende Konzept hat eine medienpädagogische Ausrichtung, und entspricht damit der Kernkompetenz des Projektes Echo. Um diese Angebote im Interesse aller Jugendlichen bestmöglich umsetzen zu können, wurde seitens der MA 13–Landesjugendreferat nach einer Struktur gesucht, in der die medienpädagogische Arbeit des Projektes Echo seinen Platz finden kann. In der Weiterführung des Projektes Echo unter der Trägerschaft des ICE (Internet Center for Education–Vienna) wurde die optimale Lösung gefunden. Neben Synergieeffekten kann auch eine neue Zielgruppe, nämlich alle Wiener PflichtschülerInnen, deren Eltern und LehrerInnen, erreicht werden.
Die MA 13-Landesjugendreferat koordinierte den ersten für Echo möglichen Termin, um den EntscheidungsträgerInnen des Vereins das Angebot für die Weiterführung des Projekts zu übermitteln. In dieser Sitzung wurde über das Angebot diskutiert. In einem als Entscheidungsgrundlage vorgesehenen Protokoll, das dem Verein nach der Sitzung übermittelt wurde, erfolgte eine umfassende Darstellung der vom Landesjugendreferenten vorgebrachten Punkte.
Seitens der MA 13–Landesjugendreferat wurde folgendes Angebot gemacht:
- Die MA 13–Landesjugendreferat bietet dem Projekt ECHO an, sich per 1.1. 2005 unter die Ägide des Vereins ICE zu begeben, wo bereits ein großer Teil der medienpädagogischen Projekte der Stadt zusammengefasst werden konnte und wo sich für Echo neue zusätzliche Zielgruppen im Rahmen des Bildungsnetzes der Stadt und somit auch neue interessante Aufgaben ergeben werden. Das Landesjugendreferat ist überzeugt, dass diese herausfordernde Aufgabenerweiterung mit neuen Zielgruppen und neuen Kooperationen auch die Zustimmung von Echo finden wird, zumal zwischen Echo und Landesjugendreferat Übereinstimmung besteht, dass sich die noch vor rund zehn Jahren akuten Bedürfnisse der Stadt nach Integrationsarbeit verändert haben und dass nunmehr für diese Arbeit ganz andere Kriterien gelten.
- Dem Verein Echo wird angeboten, das Projekt Echo unter dem Dach von ICE per 1.1.2005 als eigenständiges Projekt unter dem Projektleiter Hr. Bülent Öztoplu und mit zwei weiteren Mitarbeiter/innen weiterzuführen. Ein/e dritte/r Mitarbeiter/in würde ihre/seine Anstellung direkt beim ICE finden. Dies bedeutet eine Übernahme von 4 der 8 MitarbeiterInnen des bestehenden Projektes. Die Stadt hält es für wesentlich festzuhalten, dass damit das Fortbestehen des Projektes Echo, wenn auch bedingt durch die Zielgruppenerweiterung in etwas veränderter Form, gesichert ist, und dass ein Mitwirken von Echo an der medienpädagogischen Gesamtkonzeption in ihren Interesse ist.
- Die vom Verein Echo derzeit angebotenen sonstigen jugendkulturellen Angebote sollen in anderen Einrichtungen der Stadt im Sinne der synergetischen Vorgangsweise in der Jugendarbeit fortgeführt werden. Für jene Mitarbeiter/innen, die in diesem Bereich aktiv sind, wird seitens der MA 13–Landesjugendreferat gezielt versucht werden, mit ihren Aktivitäten in anderen Einrichtungen eine neue Wirkungsstätte zu finden oder für sie selbst eine neue Anstellung zu finden.
- Der Verein Echo erhielt seitens der Stadt Wien immer Subventionen für die Durchführung von Projekten und Angeboten. Einige dieser Angebote sollen im Zuge der strukturellen Neuorientierung inklusive der dafür benötigten MitarbeiterInnen nun - basierend auf dem medienpädagogischen Konzept des Vereins Echo - beim Verein ICE-Vienna angesiedelt werden.
- Unabhängig von diesem Angebot der MA 13–Landesjugendreferat steht es dem Vorstand des Vereins Echo offen, den bestehenden Verein weiterzuführen. Die Stadt Wien kann und will hier im Sinne der Meinungsvielfalt nicht eingreifen.
Das Projekt Echo akzeptierte fristgerecht die neue Situation und arbeitet seither gemeinsam mit allen Beteiligten an der neuen Struktur und der Neukonzeption des Projekts beim neuen Trägerverein ICE Vienna.
> Eine anonyme Person schrieb am 4.10.2004, 10:49:51 Uhr
Ich verstehe die ganze sache immer noch nicht..... jemand hat oben geschrieben man sollte eben bei solchen Projekten nicht sparen!! Genau das meine ich und tausende andere jugendliche auch... außer dem dass die arbeit von den letzten 10 jahren nicht geschätzt wird ist auch nicht normal!!!
> Josef Hollos schrieb am 3.10.2004, 20:22:02 Uhr
Trotz dessen, dass man mir vorhält bzw. mir in nicht gerade freundlichem Ton empfiehlt, dass ich mich lieber in meine Akten vertiefen oder mich ganz vertschüssen soll, anstatt das ECHO-Forum zu lesen und dort Weisheiten von mir zu geben, ein letztes Kommentar: Das Landesjugendreferat versucht, mit allen Projektträger/innen, die bei der MA 13 um Subvention ansuchen, fair und transparent umzugehen. Da macht ECHO keine Ausnahme; schnelle oder einsame Entschlüsse gibt es nicht; und ohne vorherige Gespräche gibt es schon gar nichts. Ich verstehe so manche Stimme im Forum samt der dazugehörigen Betroffenheit; man möge jedoch auch verstehen, dass sich in der Jugendarbeit auf der einen Seite Bedürfnisse und Bedarfslagen laufend verändern, auf der anderen Seite von uns verlangt wird, auf diese Veränderungen entsprechend zu reagieren. Das hat jetzt einmal nichts mit Politik zu tun. Das verlangt schlicht von allen Flexibilität (Stadtteilorientiertheit, Bedarfsorientiertheit etc.) und der Rahmen, in welchem wir uns bewegen können, ist nicht endlos erweiterbar. - In diesem Sinne habe ich das gesagt, was ich sagen konnte, und ich danke, dass ich das im Forum tun durfte. Um nicht Personen in ihrem Engagement weiter zu reizen, ist es wohl besser, von nun an "still" zu bleiben.
> echo braucht man schrieb am 3.10.2004, 14:05:24 Uhr
und das echo muss immer gehört werden es ist auch eine stimme
> ms schrieb am 3.10.2004, 2:56:49 Uhr
ECHO wird keine Subvention mehr erhalten? Warum?
Weil man nicht mit ECHO ins Klare gekommen ist ... Wieso nicht?
Weil "es ist nicht unsere (MA 13 - Landesjugendreferat) Aufgabe ist, Schmutzwäsche auszubreiten" .. ?? Welche Schmutzwäsche?
Darüber redet Niemand. Will Niemand reden. Warum erwähnt man es dann? Schließlich müssen wir uns alle hier im Forum gleichzeitig den Vorwurf gefallen lassen, naiv zu sein, und es würde von "Unverständnis bzw. Einseitigkeit" zeugen, wenn wir hier unsere Meinung abgeben. Obwohl sich unsere Meinung hier im Forum mit Ihrer, sehr geehrter Hr. Hollos deckt, daß "die Stadt Wien mehrere solcher Institutionen möchte" .. und braucht?!
Tja, nun haben wir diese "Institution" ECHO, aber man möchte ihm den Hahn abdrehen. Vielleicht liegt es ja gar nicht am Verein, sondern an den Angestellten ... Aber in diesem Falle hätte man nicht vorgeschlagen, vier der Jugendarbeiter zu übernehmen. Gut, also dann liegt es vielleicht an den Projekten von ECHO? Nein, Moment mal, das kann es ja auch nicht sein, schließlich sollen die erwähnten vier Personen ausdrücklich die Zeitschrift echo weiterführen. Eben dort, unter einem anderen Dach. Einem neuen Dach. Ein Verein, der neu gegründet wurde. Von der Gemeinde Wien. Ein Verein, von dem Niemand etwas gehört hat. Ein Verein, der noch nicht mal irgendwelche Erfahrung vorweisen kann.
Na gut, also, es liegt nicht an den Jugendarbeitern. Es liegt auch nicht an der Seele unseres Vereines, der Zeitschrift. Ergo liegt es an den Jugendlichen .. ? Liegt es an unserem Verein? Vielleicht sind wir ja zu zentral? Stört sie unsere Lage? Der Bezirk? ... Sind wir gar ihrem neuen Verein zu nahe?
Das alles kann es ja wohl nicht sein, oder? Hr. Landesjugendreferent Hollos, was ist es? Worüber wollen Sie uns weiterhin im Dunklen lassen. Sollen wir dumm sterben? Naiv und einseitig unser Leben weiterführen? Oder werden Sie endlich die angesprochene Schmutzwäsche ausbreiten. Also, bitte, hören Sie auf Andeutungen in den Raum zu stellen, aber gleichzeitig zu sagen, daß hier "es zum Lesen leider nur das gibt, was von "anderer" Seite kommt.". Dabei sind Sie hier der Einzige, der sich der Diskussion stellt. Genauso fordere ich also Bülent auf, seine Sicht der Dinge auch hier darzulegen.
Oder Fr. Vzbg. Laska, werden wir endlich erfahren, wofür unsere Steuergelder verwendet werden? Für neue, innerparteiliche Ideen, von denen jetzt schon viele behaupten, es handle sich nur um einen "Versorgungsbetrieb der SPÖ"? Oder um damit Schmutzwäsche zu waschen? .. Und ich dachte, in öffentlichen Stellen habe alles transparent zu sein.
Tja, alles läuft darauf hinaus, was yusuf bereits geschrieben hat. ECHO ist einfach zu souverän, zu unabhängig, also muss man ihm ... die Subvention verweigern.
Und die Zeitschrift unter die Ägide eines Magistrates stellen. Schließlich braucht der neugegründete Verein ICE schelle Erfolge. ... oder vielleicht nur eine Rechtfertigung für seine eigene Subvention? Ist es das?
Selbstverständlich werden wir alle die Entscheidung der betroffenen Arbeitnehmer respektieren. Schließlich geht es auch um ihre Existenz. Sie sind nur zwischen die Fronten geraten. Sie können am wenigsten für den Konflikt. Aber die Zeitschrift echo sollten wir niemals herausgeben, egal wer es möchte. Wir haben nicht umsonst mehr als elf Jahre gekämpft. Wir haben nicht umsonst Schweiß und Tränen vergossen. Nicht umsonst unsere freien Tage und so manche Nächte geopfert. Wir haben uns nicht umsonst mit allen möglichen politischen Strömungen, eingetragenen Parteien und Institutionen angelegt. Das alles haben wir uns doch nicht angetan, nur damit ein Magistrat es freibeutern kann. Auf keinen Fall! Falls der Verein ECHO die Zeitschrift echo weggeben sollte, wäre es ein Verrat an sämtlichen Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Geschichte ECHOs. An unseren Idealen und unserem Engagement. Dann würde es wirklich zu einer Revolte kommen. Dann wird es wirklich unbehaglich.
Mein Name ist Mehmet Sel. Ich habe mehr als neun Jahre in und mit ECHO verbracht. Ich war zwischenzeitlich bezahlter Jugendarbeiter, aber immer im Dienste der Jugendlichen. Und ich denke, Politiker sind im Dienste der Bürger. Wenn ECHO Geld braucht, dann möchte es nicht das Geld der MA 13, sondern das Geld, daß unsere Eltern seit Jahren mit ihren Steuern einzahlen.
In diesem Sinne wünsche ich mir hier weiterhin ein offenes und demokratisches Forum. Und bitte JEDE/N BeteiligteN und UnbeteiligteN hier um seine/ihre Meinung, Vorschläge, Kritik und Rechtfertigung.
Ach ja, im übrigen denke ich, wenn der Tag gekommen ist, an dem ECHO nicht mehr gebraucht wird, dann wird (und sollte) es ECHO als erster erkennen.
> Deniz schrieb am 2.10.2004, 17:14:09 Uhr
Als ich das erste mal das Echo besuchte, wurde ich mit offenen Armen und Türen empfangen.
Vohrer besuchte ich bereits sämtliche Jugendzentren und Vereine. Doch das Echo war damals bereits etwas anderes als der Rest der üblichen sozialen Einrichtungen für mich. Schimpfen wahr nicht erlaubt !
Also gewöhnte ich es mir dank dem Echo Team ab !
Streit wahr verboten also lernte ich zu diskutieren.
Rauchen wahr nicht erlaubt, also wurde ich Nichtraucher . Tiere waren verboten also wurde ich ein Mensch ! Als Stein kam ich, als geschliffener Diamant werd ich gehen.
> sasa schrieb am 2.10.2004, 14:39:50 Uhr
es ist schade das so ein verein geschlossen wird,nach so viel jahren arbeit, das dieser verein für jugendlicher diese chance haben sich dort fort zu bilden,und mögliche hilfsmittel für ihre zukuft die sie nicht privat haben ferwenden können.
> anonymer aus der mobilen jugendarbeit schrieb am 1.10.2004, 21:11:32 Uhr
komme auch aus dem kreis der mobilen jugendarbeit und möchte verkünden, dass auch einige von uns mobil machen wollen; dass was mit echo passiert betrifft uns alle; wir sozialarbeiter mit all unserem engagement und eh schon unterbezahlten jobs brauchen uns nicht auch noch so etwas gefallen lassen; diese entscheidung der ma 13 war nicht gut überlegt..darf mich leider auch nicht outen
> sabine wieser schrieb am 1.10.2004, 21:06:12 Uhr
eine schande für die stadt...
mindestens 25 wähler weniger für die spö allein von meinem freundeskreis!!!
wien hat kein echo verdient...
> Monika schrieb am 1.10.2004, 17:18:19 Uhr
Liebe Echoten,
Mit oder ohne die MA13 wird ihr eine genau so gute Arbeit machen wie bis jetzt!
Wenn Mag. Hollos in seinem Statement von Fakten spricht versucht er anzudeuten, ECHO kann nicht genug Leistung vorweisen, um sein Weiterbestehen zu rechtfertigen.
Und ich frage mich: noch mehr Leistung?!? Welcher Jugendverein kann so viel Leistung vorzeigen?!?
Und ich vermute dass das Problem woanders liegt. Ihr hättet angepasster sein sollen. Nicht umsonst sprechen sie von "mit ECHO ins Klare zu kommen". In Wirklichkeit ein Armutszeugnis der Gemeinde, keine Frage, aber vielleicht auch eine Herausforderung für den Verein endlich die Burokratie hinter sich zu lassen.
Wenn ich denke dass meine Steuergelder in dubiosen gemeinde-wien-nahe Institutionen fliessen anstatt in echo kann ich nur den Kopf schütteln.....und meine Stimme bei den nächsten Wien-Wahlen gut überlegen.
> Johannes schrieb am 1.10.2004, 15:42:50 Uhr
Ein ein erschreckendes Beispiel von Machtdemonstration.
Der Verein Echo hat über ein Jahrzehnt fantastische integrationspolitische Arbeit geleistet. Den jungen MigrantInnen eine Stimme, Mut und Hoffnung gegeben.
Zehn Jahre Beziehungsarbeit werden mit der Schließung von Echo abgewürgt und auf der Strecke bleiben die Jugendlichen der zweiten und dritten Generation.
Die MA 13, in diesem Fall der verlängerte Arm der Stadt Wien setzt Entscheidungsfristen und läßt dialogische Lösungsversuche nicht zu. Totalitärer hätten gewisse Regime auch nicht vorgehen können.
Das ist eine Schande für die wiener Integrationspolitik und für die Stadt Wien.
Mit dem Ende vom Projekt ECHO wird ein großes Loch in der österreichischen integrationspolitischen Landschaft aufgerissen.
Unabhängigkeit und Innovation entsprechen wohl nicht den Vorstellungen der wiener Integrationspolitik. Ich hätte mir eine demokratischere Vorgehensweise der MA 13 und Hr. Hollos gewünscht und bin zu tiefst enttäuscht!
Was kommt als nächstes - werte wiener Integrationspolitiker?
Soll selbständiges kritisches DENKEN unter Strafe gestellt werden?
> eine Insiderin der Jugendarbeit in Wien schrieb am 1.10.2004, 14:22:33 Uhr
.. und ein trauriges Beispiel des Druckes, den die Gemeinde Wien ausübt ist die Tatsache, dass man/frau sich wirklich überlegen muss, ob sie hier in diesem Forum mit ihrer echten Identität auftreten kann oder nicht. Ob man dann nicht gleich selber unbequem wird???....
> eine Insiderin der Jugendarbeit in Wien schrieb am 1.10.2004, 14:20:58 Uhr
Hallo Echoten!
Auch für mich war es ein Schock, dass Echo so über Nacht abgedreht wird - ich bin eine Insiderin in der Szene und wusste nichts über eine Neuorganisation der Jugendarbeit oder über so grosse Probleme in der Zusammenarbeit mit Echo, dass es der MA 13 unmöglich ist diese weiterzufinanzieren.
Ich denke, wenn wirklich die Gründe der Schließung in der Zusammenarbeit mit Bülent liegen, dann sollte man Bülent kündigen und die Plattform Echo weiterleben lassen.. aber dieses offizielle: ihm einen Job beim ICE anbieten und gleichzeitig das inoffizielle: eigentlich hängt die Schließung von Echo nur mit dem Bülent zusammen, ist einer Gemeinde unwürdig!! Auch ich weiss, dass es viele Projekte und Einrichtungen in der Stadt gibt, die mit der zweiten und dritten Generation Jugendlichen arbeiten.. aber keine dieser weiteren Projekte hat dieselbe Zielgruppe wie Echo: die etwas gebildeteren, politischeren und aktiveren Jugendlichen ... eben die, die es schaffen so eine tolle ZEitung über Jahre hinweg herauszugeben!
Liegen die Gründe aber nicht an der Zusammenarbeit mit Bülent, sondern an den politischen Inhalten von Echo, an deren Umbequemtheit und an deren Unmittelbarkeit in ihren Reaktionen, dann ist die Schließung von Echo ebenfalls ein echtes Armutzeugnis für die Gemeinde Wien. Also eigentlich: so oder so war die Vorgangsweise schlecht und undemokratisch - ich würde mir von meiner Gemeinde eine transparentere, partizipativere und ehrlichere Haltung wünschen!
Viel Erfolg wünsche ich den Echoten bei ihren weiteren Verhandlungen und ich hoffe, dass ihr eine Möglichkeit finden werdet, eure Plattform weiterzuführen!
> Eine anonyme Person schrieb am 1.10.2004, 14:15:03 Uhr
ich finde diese Entscheidung wirklich inakzeptabel...ich bin davon überzeugt das echo in vielen bereichen den jungendlich geholfen hat und immer noch behilflich ist...ich kann das alles nicht nachvollziehen...die gemeinde unterstützt so auch unnötige projekte jedoch wenn es um soziale einrichtungen geht können sie es sich nicht leisten..das ist wirkl traurig...ich harre um einsicht der gemeinde und der Erhaltung des vereines...mfg...
> Berliner Straßenmagazin "die Stütze" schrieb am 1.10.2004, 11:14:24 Uhr
Liebe ECHO-Leute,
durch den Augustin - Newsletter erhielt ich Wind von Eueren Problemen. Ich denke in der ganzen Angelegenheit steckt auch eine Chance zur Neuausrichtung.
Wir hier in Berlin haben von Anfang an auf Gelder aus der öffentlichen hand verzichtet. Es waren schwere 3 Jahre aber step bei step zahlt es sich aus. Wir sind unabhängig und haben mit unserem Magazin ein Medium an der Hand das in der Stadt wahrgenommen wird.
Gebt nicht auf und sucht neue Wege der Finanzierung um die Arbeit fortzusetzen.
Gruß nach Wien
Uwe K. Kunz
die Stütze - Redaktion
> einer bewegung... schrieb am 30.9.2004, 22:08:05 Uhr
...den boden unter füßen wegzuziehen ist selbstverständlich eine katastrophe, dennoch muß man zugeben, dass es immer ein risiko ist unter einer magistratsabteilung zu arbeiten, wo der amtsschimmel wiehert und die scheuklappen es nicht zulassen neue visionen zu erschließen...daher wäre es für echo soundso besser sich seine gelder selber zu verschaffen, um die politik gehörig zu kritisieren, denn als subventionsempfänger kann man dies ja nur ansatzweise; also kopf hoch, weitermachen, aber noch progressiver und mit der faust auf den tisch als bisher...man könnte es auch positiv sehen: ab jetzt müßt ihr nicht mehr mit beamten diskutieren und alles relativieren...
liebe grüße,
> Radio Fro Linz schrieb am 30.9.2004, 19:09:04 Uhr
Anlässlich der jüngsten Vorfälle wurde Herr Özden Öksüz, Mitarbeiter bei ECHO, sowie Frau Nadja, Redakteurin bei der Zeitschrift Echo für das freie linzer radio FRO interviewt. Die beiträge wurden am 30.september zwischen 18.00und19.00h ausgestrahlt. Für alle die`s verpasst haben: hier könnt ihr kostenlos die beitrage anhören und/oder downloaden:
http://cba.fro.at
www.fro.at siehe frozine
(Das CBA ist
-ein frei zugängliches Tonarchiv, das aus den Bedürfnissen und Erfahrungen freier Radiostationen entwickelt wird.
-eine Plattform für Austauschprojekte von verschiedenen Radiostationen.
Verschiedene Redaktionen können sich an einem gemeinsamen Projekt beteiligen, über Internet Tondateien zur Verfügung stellen und austauschen sowie gemeinsam deren Inhalte publizieren.
Audiodateien können von jedem/r heruntergeladen werden.
Die kommerzielle Verwertung der Beiträge ist jedoch untersagt.)
> Akif Turan schrieb am 30.9.2004, 17:48:05 Uhr
Ich finde es wirklich schade, dass ECHO in so einer kurzen Zeit schließen muss. Es waren wirklich kurze 10 Jahre. Nagut ich bin ja schon seit ungefähr 5 Jahren in ECHO, aber trotzdem. ECHO war wie ein zweites zu Hause für mich. Wir haben viele gute Zeiten miteinander verbracht. Die Mitarbeiter wurden zu einer zweiten Familie für mich. Wir waren alle so familiär. Ich habe in ein, zwei Zeitschriften mitgeschrieben habe beim Theaterprojekt mitgemacht war auf manchen ECHO auftritten dabei wie z.B. 10 Jahres Jubiläum im Metropol. Das alles werde ich vermissen falls ECHO wirklich zuschließen sollte. Ich werde alle meine Freunde wirklich vermissen, denn solche Freunde wie die ECHOten findet man wirklich schwer. Sie waren immer für jeden da. Und falls ECHO nicht schließen sollte ( was natürlich wirklich gut wäre ) wären sie noch immer für die Jugendlichen da. Soll ECHO schließen, in unseren Herzen ist ECHO immer offen, denn solche Freunde kann man wirklich nicht vergessen.
Ach ja und noch was. Wo soll ich jetzt alle 10 Minuten rein und raus gehen wenn ECHO schließt? Wo soll ich die Bilder die ich brauche drucken?
> Jahangir aka JoeY schrieb am 30.9.2004, 17:34:29 Uhr
volle unterstützung für echo und hoffentlich wird es echo noch geben...peace für alle menschen auf dieser welt und echo 4-ever...Jahangir aka JoeY
Liebe Leute. Ich meine, dass man diese Diskussion nicht auf einen Herren des Magistratsamtes reduzieren darf, dafür steckt viel zu viel dahinter. Vermutlich kann er auch nichts für diese Lage und hat ein politisches Konzept zu realisieren. Eher sollte man diese vermeintlich "gutgemeinte und konstruktive" Politik der Stadt Wien thematisieren, denn dies ist ja die Grundlage jeglicher Entscheidungen, welche auf Beamtenebene nur noch ausgeführt werden. Also ist hier die Frau Grete Laska an zu sprechen um diesen Chaos endlich zu beenden.
lg, Ben
p.s: wann ist endlich eine Aktion angesagt, ich und einige meiner Freunde, wir wollen uns deutlich und effektiv auf der Seite des Vereines zeigen. Bitte macht was und gebt uns Bescheid...
> anna schrieb am 30.9.2004, 16:22:02 Uhr
mich würde ja interessieren, woher herr hollos die kostbare zeit nimmt sich das echo forum so intensiv zu gemüte zu führen? auf der einen seite natürlich sehr löblich, sich so um seine "schäfchen" zu kümmern, bevor sie auf dem Altar der Diversitätspolitik geopfert werden, jedoch wäre es wohl adäquater die zeit für überlegungen zu einer existenzsicherung des vereins zu nutzen denn darin liegt soweit ich es verfolgen konnte ja nach wie vor eine enorme notwendigkeit oder herr hollos???
> Josef Hollos schrieb am 30.9.2004, 15:53:23 Uhr
Sehr geehrter Herr Georg! Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer objektiven Sicht der Dinge! Sie sind der Erste unter den sich bisher zu Wort Gemeldeten, der es zumindest offen lässt, dass es seitens des Magistrats möglicherweise Gründe dafür gibt, warum mit "ECHO" so "umgegangen" wird. Oder glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass die Fachdienststelle (MA 13 - Landesjugendreferat) nicht schon vor langer Zeit versucht hat, mit dem Verein ECHO ins Klare zu kommen. Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass wir uns das alles antun würden, wären nicht Gründe vorhanden? Dies zu behaupten ist naiv und zeugt von Unverständnis bzw. Einseitigkeit. O.k., wir leben damit. Es ist nicht unsere Aufgabe, Schmutzwäsche auszubreiten, wir versuchen in jeder Situation objektiv zu bleiben und die Gesamtsituation der sich stetiger Veränderung unterliegenden Jugendarbeit vor Augen zu haben. Auch im Falle ECHO waren und sind die Fakten entscheidend, da geht es nicht um Emotionen oder persönliche Befindlichkeiten. So manche Wortmeldung spricht für sich selbst!
> Josef Hollos schrieb am 30.9.2004, 13:23:29 Uhr
Ich denke, dass sich alle Beteiligten bemühen, einen gangbaren Weg zu finden. -
> Nila schrieb am 30.9.2004, 12:55:03 Uhr
@ Herr Hollos
Danke für die Kontaktinfos, ich bin aber dzt. auf Auslandsstudienjahr - Anruf od. Radiohören deshalb nicht möglich. Hoffe aber dass auf dieser Website website oder in Onlinemedien weiterberichtet wird - und dass eine auch für EchotInnen gute Lösung gefunden wird.
> georg schrieb am 30.9.2004, 9:49:59 Uhr
ich kenne die situation nur aus einseitiger berichterstattung. ich hatte leider keine möglichkeit eine ausführliche stellungnahme seitens des magistrats zu hören. ich kann für meinen teil nur darüber schreiben was ich sehe und erlebe.
hier sehe ich leute die mit einem fokus auf ein ziel hinarbeiten und so eine möglichkeit haben sich auszudrücken. es werden kanäle gefunden, die einen aussagenden, schaffenden fluß ermöglichen. somit entstehen zwei impulse.
einer richtet sich nach außen. in der forderung einer wacheren gesellschaft, die aus individuellem bewusstsein heraus handlungsfähig ist, soll das diffuse der massendynamik hinterfragt werden.
der andere impuls richtet sich an jeden selber. durch die möglichkeit eigenes zu erschaffen, ist man in der lage sich selbst zu erschaffen. man kann qualitäten entdecken die zu sich führen und ein starkes selbstbewußtsein schaffen.
das halte ich für den wichtigeren teil, da es im innen beginnen muß.
ich kann mir nicht vorstellen, dass eine alternativlösung zum konzept echo ohne vakuum ablaufen kann. dieses vakuum ist das große problem, da so von heute auf morgen einem großen energiepotential das ziel genommen wird. die auswirkungen können vielfältig sein.
es wäre besser dieses szenario zu vermeiden.
> Seher schrieb am 30.9.2004, 9:47:01 Uhr
Ich finde es unfair, dass ein erfolgreicher Verein wie
"ECHO" zusperren muss, weil die Gemeinde nicht mehr unterstützt, und meine auch, dass es manche unterstützte Vereine gibt , die es nicht so nötig haben wie "ÉCHO"!!!
Mich befragt das Ganze: Wieso "ECHO"??
Was mich und mein "SAZ-Kurs" betrifft, ist eine andere Sache!!
Ich möchte gerne weiterhin in "ECHO" mit meinen Mitschülern unterrichtet werden!!!
Ich bin immer hinter euch!!
Danke!!!!!
> ein gemeindebediensteter schrieb am 30.9.2004, 0:41:30 Uhr
ihr seid super...was ist echo?
eine plattform für die 2. und 3. generation... nein das ist nicht wahr. Ihr seid auch eine plattform wo auch herr hollos mitdiskutieren kannn obwohl er eure gelder abdrehht. ihr seid weit voraus als die demokraten, denn ihr seid couragierte leute, die hochachtung mehr verdienen. weiter so ihr seid auf dem richtigen weg zur demokratie. wir können nur von euch lernen.
> Eine anonyme Person schrieb am 29.9.2004, 22:19:30 Uhr
SÄMTLICHE BESCHWERDEN,LOB... BITTE HIER HIN:
Mag. Josef Hollos
MA 13 - Landesjugendreferent
Tel.: 4000/84 341
> Eine anonyme Person schrieb am 29.9.2004, 22:19:13 Uhr
SÄMTLICHE BESCHWERDEN,LOB... BITTE HIER HIN:
Mag. Josef Hollos
MA 13 - Landesjugendreferent
Tel.: 4000/84 341
> wenns so einfach waer schrieb am 29.9.2004, 21:54:13 Uhr
an alle jugendlichen rund um das echo!
wenn echo für euch einen wirklich so wichtigen treffpunkt darstellt, wie es aus den zahlosen kommentaren untschiedlicher menschen zu entnehmen ist, dann kämpft für euren raum! lasst euch nicht nehmen was mühsam erkämpft wurde(?) und was ihr braucht! wenn über eure köpfe entschieden wird, wozu noch lange klagen, bitten und betteln? wenn ihr gehen müsst, seit ihr noch lange nicht weg...warum nicht das MA13 besetzen, um zu demonstrieren dass ihr nicht niemand seit? was auch immer ihr macht, viel kraft und mut...widerstand ist kreativ...eine unterstützerin aus der provinz
> Josef Hollos schrieb am 29.9.2004, 17:10:23 Uhr
Bitte um Nachsicht, in der Eile habe ich den Namen in der Anrede falsch geschrieben. Sorry!
> Josef Hollos schrieb am 29.9.2004, 17:09:25 Uhr
- An s.g. Fr. Nina! Auf der einen Seite kann man derzeit meine/unsere Argumentationslinie in einem Rundfunkinterview mit Hr. Jordanopulos vom ORF ("Heimat, fremde Heimat") verfolgen (Sendezeit habe ich noch nicht, werde aber gerne mitteilen, sobald ich den Termin habe, auf der anderen Seite können Sie mich über mein Büro unter 4000/84345 erreichen, bei welcher Gelegenheit ich versuchen kann, unsere Argumente zu artikulieren. Zum Lesen gibt es leider nur das, was von "anderer" Seite kommt. Danke für Ihr Interesse!
> Nila schrieb am 29.9.2004, 12:52:43 Uhr
@ Herr Hollos
Ich wäre tatsächlich sehr an Ihren Argumenten interessiert! Wo kann man denn diese nachlesen/erfahren? Bisher erscheint mir die Argumentation von Echo sehr plausibel.
Abgesehen davon möchte ich noch einmal betonen dass ich die Arbeit von Echo für sehr wichtig und eigentlich unverzichtbar halte. Ein spezifisch für 2./3. Generation ausgerichteter Verein wie Echo wird dringend benötigt!
> Josef Hollos schrieb am 29.9.2004, 11:23:29 Uhr
Weil in den Beiträgen so viel von Demokratie die Rede ist, könnte ich mir durchaus auch vorstellen, dass man sich mit der "anderen" Seite ebefalls "auseinandersetzt" und nicht nur einseitige Informationen übernimmt und zur Argumentation verwendet. Bei jedem "Gericht" hört man in der Regel beide Seiten an. Biete gerne Hr. Mair ein persönliches Gespräch an, um ihm die Sichtweise der Fachabteilung detailliert klarzulegen. Ich bin im Landesjugendreferat per Telefon zwecks Terminvereinbarung erreichbar.
> Martin Mair, demokratisch gewählter Mandatar des Bundesvorstands der Journaliststengewerkschaft schrieb am 29.9.2004, 0:16:21 Uhr
Nachtrag: Ich habe die E-Mail-Aussendung an das Präsidiumj der Journalistengewerkschaft mit Bitte um Unterstützung von echo geschickt und hoffe, daß es sich auch dem anschliessen wird. Aus gewerkschaftlicher Sicht ist es einfach unglaublich, was für einem selbstgefälligen Staatsbürokratismus der Herr Hollos da anscheinend noch anhängt.
> Martin Mair, demokratisch gewählter Mandatar des Bundesvorstands der Journaliststengewerkschaft schrieb am 29.9.2004, 0:13:34 Uhr
ImmigrantInnen sind in den österreichischen Meiden nach wie vor extrem benachteiligt. Daher halte ich die Meidenarbeit von "echo" für besonders wichtig und unterstütze daher jede Form des Protest gegen die unglaubliche Präpotenz des Herrn Hollos. Dieser Herr scheint mir keinerlei Achtung vor den Idealen von Demokratie und Menschenrechten zu haben, sonst würde er - wie mir schient - seine "Jugendarbeit" nicht im Geiste der Ex-Sowjetunion führen. Für mich ist Herr Hollos ein Feind der Demokratie sowie eine Schande für Wien und sollte daher zurücktreten. Das Geld der SteurzahlerInnen in Österreich, zu denen auch die ImmigrantInnen gehörten, ist nun einmal nicht dazu da, um nur parteipolitisch genehme "Jugendarbeit" zu finanzieren. In einer Demokratie werden vor allem parteiunabhängige, kritische und emanzipatorische Initiativen gefördert. Österreich ist leider noch weit entfernt, eine gelebte Demokratie zu sein.
> Alev-Cennet schrieb am 28.9.2004, 21:19:11 Uhr
Ich bin sehr traurig das echo schlißt!=(!Das letzte konzert von ECHO hat mir (10jahre echo)sehr gefallen!Es war sehr aber sehr erfolgreich,ich war stolz das mein bruder und die gruppe (sazgruppe)auf der bühne waren(ALLE GRUPPEN WAREN SEHR ERFOLGREICH)!Und brav in echo gelernt, und es am ende geschafft haben!Das wird leider in zukunft nicht mehr pasieren weil ECHO schliesen wird!
> ILVAN schrieb am 28.9.2004, 21:06:46 Uhr
Ich finde das eine frecheit das man ECHO einfach schliest. Ich habe es einfach nicht glauben können.Ich möchte niergend wo anders kurs nehmen(saz kurs).Alle freunde werden ausernander gehen.Ich habe auch dort vieles gelernt,erfahrungen gesammelt.Es sind alle so wie ich sehr traurig. :(
> Mevluuuuuut schrieb am 28.9.2004, 18:20:27 Uhr
ein weiterer fehler der österreichischen integrationspolitik...
durch vereine wie echo ging die anzahl der ausländischen jugendbanden zurück, was is der nächste schritt? überwachung von anderen jugendzentren?
wer soll sich jetzt um die ausländischen jugendlichen kümmern? wer will die kommenden generationen aufklären und ausbilden, gebt den tschuschen der 3 und weiteren generationen eine chance
pees friede sei mit jedem
> Milena (eine alt bekannte echotin) schrieb am 28.9.2004, 17:52:07 Uhr
Hallo Liebes Echo-team und alle die diese Seite besuchen!
Zuerst möchte ich mich gerne vorstelen, wie es bereits schon oben steht heisse ich Milena . Ich bin Schülerin des Brigittenauergym. und derzeit arbeite ich an meinem Spezialgebiet für die matura. Das Thema: Echo die Jugendzeitschrift, doch leider frage ich mich ob es noch einen Sinn hat über Echo zu schreiben, wenn der Verein bald vielleich geschlossen wird. Na ja dazu kann ich nur "Pech" sagen, doch nicht nur meine arbeit für die matura wird darunter leiden sondern auch viele viele Jugendliche die sich nicht mehr an das Echo-Team wenden können bzw. ihren Kummer, Freude etc. mit einander teilen können. Echo besteht seit einer langen zeit um genau zu sein seit 10Jahren. und das soll jetzt das "Aus" sein? Mit viel mühe und viel Freud wurde Echo aufgebaut und wie kann uns der Staat all unsere Hoffnung nehmen??
Dazu kann ich nur noch eines sagen Der Verein ECHO hat viel bewiesen und viel aufgebaut und ich bin mir sicher das er diese verzwickte und traurgie Lage auf bewätigen wird!!
Ich richte mich an alle Jugendlichen da draussen die verhindern wollen, dass Echo geschlossen wird, helft mit und kommentarisiert hier mit, genau so wie ihr es auch bei echo gelernt habt, dass gerade EURE MEINUNG DER 2TEN UND 3TEN GENERATION WICHTIG IST!
Viele Liebe Grüsse
Eure Milena
> Nurcan schrieb am 28.9.2004, 17:02:35 Uhr
Sieht denn die MA13 nicht, dass Echo bisher ein sehr erfolgreicher Verein für ausländische Jugendliche war, der ihnen half sich zu integrieren?
Es ist nicht zu übersehen, dass ECHO bisher sehr viele erfolgreiche Projekte durchgeführt hat!
Der Verein hat Jugendlichen verschiedene Kurse und Veranstaltungen angeboten und bei Problemen von Jugendlichen geholfen. Sie hatten eine Möglichkeit, die Freizeit sinnvoll zu gestalten und vieles mehr...
Daraus kann man ableiten, dass dieser Verein keineswegs unnötig oder sinnlos ist.
Ein wichtiger weiterer Punkt wäre auch:
WAS SOLLEN DIE MITARBEITER nun machen??
Die Angestellten werden auf die Straße gesetzt, mit ihnen alle Jugendlichen, die ECHO schon als ihr zweites Zuhause betrachtet haben.
Die Gemeinde unterstützt manch unnötige Projekte, hat jedoch kein Geld für solch einen in sozialer Hinsicht wichtigen Verein. Heute ist es ECHO, morgen vielleicht ein ähnlicher Verein.
Diese Vereine sind wichtig und gehören einfach zum Leben dazu!
Ich hoffe, dass man eine andere Lösung findet!!!
Liebe Grüße
> Janina schrieb am 28.9.2004, 16:42:33 Uhr
Echt schade, dass es Echo bald nicht mehr geben wird. Dort habe ich tolle freunde kennengelernt. Ich habe auch an Veranstaltungen teilgenommen, die bisher recht erfolgreich waren.
Sehr viele Jugendliche denken auch so! Echo ist echt ein super Verein für die Integration Jugendlicher.
mfg Janina
> Joey schrieb am 28.9.2004, 16:36:57 Uhr
seit 93 gibt es diesen jugendverein und ist immer erfolgreich gewesen, daran soll und darf sich nichts ändern. es wäre ein großer verlust für die ausländische jugend, die sich mittlerweile an diesen verein mit herz und seele verbunden fühlen. LASST ECHO LEBEN! lieben gruss an alle echo-anhänger
> alev korun schrieb am 28.9.2004, 14:37:34 Uhr
ich finde es inhaltlich katastrophal und von der vorgehensweise ungeheuerlich, einem verdienstvollen und innovativen projekt praktisch von einem monat auf den nächsten die subvention abzudrehen. obwohl die stadt wien echo jahrelang als vorzeigeprojekt bezeichnet und sich mit dessen förderung auch gebrüstet hat, soll echo plötzlich verschwinden. gegen die zerschlagung von gewachsenen, bewährten projekten und strukturen kann man nur lauthals protestieren.
ich hoffe, daß die stadt wien bzw. die wiener spö in dieser frage endlich zur vernunft kommt und davon abstand nimmt, echo finanziell auszuhungern.
mit solidarischen grüßen
alev korun
wiener und parlamentsgrüne
> Sultan schrieb am 28.9.2004, 13:10:45 Uhr
Ich kann es nicht glauben, dass man ein Verein wie Echo, der jahrelang gute Arbeit geleistet hat, von heute auf morgen einfach abschaffen will.
Echo hat mit Jugendlichen für Jugendliche gearbeitet, immer erfolgreiche Projekte auf die Beine gestellt, und gerade aus diesem Grund war Echo auch immer in den Medien präsent.
Das man so ein Vorzeige-Modell aus der Welt schaffen will ist mir unerklärlich.
Als eine Betroffene aus der Saz-Gruppe bin ich schockiert, erschüttert und traurig über diese Situation.
lg
Sultan
> M.K Saz-Gruppe schrieb am 28.9.2004, 12:44:36 Uhr
Na super dass der MA 13 die subventionen streicht. grad wo man nicht sparen sollte. Man redet davon, dass die ausländischen Jugendlichen sich nicht integrieren und die sozialen Schmarozer in der Gesellschaft sind. und wie sollen sich die jugendlichen nun eine Chance erarbeiten. echo unterstütz jugendliche und fördert siet. Und dass der zuständige Herr im MA13 bei der TV-Interview keine Argumente bringen kann warum echo nicht mehr unterstützt wird, ist auch komisch. "Wien ist anders", natürlich ist wien anders, da werden die Vereine zugesperrt, die wirklich was leisten.
lg.
> Rafal schrieb am 27.9.2004, 22:21:24 Uhr
Hallo Leute!
Das ist doch ein Wahnsinn was da los ist. Kann man noch im Echo vorbei kommen, um sich zu informieren? Hey "shit", was stellen die da an, das darf doch nicht wahr sein. "Wien (politik) ist anders"...?
Wünsche euch viel Geduld und Kraft. Ihr echoten habt schon vieles bewältigt und das werdet ihr bestimmt auch überwinden,
lg
> IG Kultur schrieb am 27.9.2004, 18:29:02 Uhr
IG Kultur Österreich
|||
- ---------------
|||
||| Protest gegen das Ende des Jugendkulturvereins ECHO
|||
||| Migrantische Selfempowerment-Projekte müssen auch in Wien
||| strukturelle Eigenständigkeit bewahren können
|||
"Es ist unfassbar: In Wien werden Millionen für kulturelle
Repräsentationszwecke ausgegeben, während zeitgleich wichtigen
Selfempowerment-Projekten für junge Migrantinnen und Migranten das Geld
zur Gänze gestrichen wird!" Mit größtem Unverständnis reagiert die IG
Kultur Österreich auf die Nachricht, dass der Jugendkulturverein ECHO ab
sofort keine städtische Förderung mehr erhalten soll.
"Es ist ungeheuerlich, dass dringend notwendige Plattformen auf diese
Weise zerschlagen werden", zeigt sich IG Kultur-Vorsitzender Bernhard
Amann verärgert. Die Vorgehensweise der Stadt Wien steht in einem klaren
Gegensatz zu Trends in der EU, die zur Sicherstellung der kulturellen
Diversität eine Stärkung von unabhängigen zivilgesellschaftlichen
Strukturen empfiehlt. Mit der Streichung der Finanzierungsmittel werden
Initiativen, die mit Aktivitäten gegen Rassismus und Ausgrenzung ein
umfassendes Know-how und Glaubwürdigkeit entwickelt haben, ihrer
selbstbestimmten Grundlagen beraubt.
"Am Beispiel des Vereins ECHO wird deutlich, dass die Eigenständigkeit
einer kritischen Jugend- und Kulturarbeit in Wien immer stärker
eingeschränkt wird. Die Stadt will derlei Projekte offensichtlich in
magistratische Dachmarken zwangseingliedern, um Kontrolle auszuüben."
Die IG Kultur Österreich wird diese Entwicklung keinesfalls
stillschweigend hinnehmen. "Wir fordern Bürgermeister Häupl auf, in der
Migrationspolitik tatsächlich andere Wege zu beschreiten als die
Bundesregierung und sozio-kulturelle Zentren wie ECHO nachhaltig zu
sichern", so Amann abschließend.
> IG Kultur schrieb am 27.9.2004, 18:28:20 Uhr
IG Kultur Österreich
Protest gegen das Ende des Jugendkulturvereins ECHO
Migrantische Selfempowerment-Projekte müssen auch in Wien
strukturelle Eigenständigkeit bewahren können
|||
"Es ist unfassbar: In Wien werden Millionen für kulturelle
Repräsentationszwecke ausgegeben, während zeitgleich wichtigen
Selfempowerment-Projekten für junge Migrantinnen und Migranten das Geld
zur Gänze gestrichen wird!" Mit größtem Unverständnis reagiert die IG
Kultur Österreich auf die Nachricht, dass der Jugendkulturverein ECHO ab
sofort keine städtische Förderung mehr erhalten soll.
"Es ist ungeheuerlich, dass dringend notwendige Plattformen auf diese
Weise zerschlagen werden", zeigt sich IG Kultur-Vorsitzender Bernhard
Amann verärgert. Die Vorgehensweise der Stadt Wien steht in einem klaren
Gegensatz zu Trends in der EU, die zur Sicherstellung der kulturellen
Diversität eine Stärkung von unabhängigen zivilgesellschaftlichen
Strukturen empfiehlt. Mit der Streichung der Finanzierungsmittel werden
Initiativen, die mit Aktivitäten gegen Rassismus und Ausgrenzung ein
umfassendes Know-how und Glaubwürdigkeit entwickelt haben, ihrer
selbstbestimmten Grundlagen beraubt.
"Am Beispiel des Vereins ECHO wird deutlich, dass die Eigenständigkeit
einer kritischen Jugend- und Kulturarbeit in Wien immer stärker
eingeschränkt wird. Die Stadt will derlei Projekte offensichtlich in
magistratische Dachmarken zwangseingliedern, um Kontrolle auszuüben."
Die IG Kultur Österreich wird diese Entwicklung keinesfalls
stillschweigend hinnehmen. "Wir fordern Bürgermeister Häupl auf, in der
Migrationspolitik tatsächlich andere Wege zu beschreiten als die
Bundesregierung und sozio-kulturelle Zentren wie ECHO nachhaltig zu
sichern", so Amann abschließend.
> sobe schrieb am 27.9.2004, 12:49:56 Uhr
Ich finde das auch empörend, gerade von der Stadt Wien hätte ich mir eine andere Vorgehensweise erwartet. Dabei ist die Bezirksvorsteherin von Mariahilf so stolz darauf, dass es in ihrem Bezirk so viele Initiativen gibt. Was können wir tun? Vielleicht eine öffentliche Diskussions/Protestveranstaltung?
> lia schrieb am 27.9.2004, 11:52:23 Uhr
das dazugehoerige gemeinderatsprotokoll von letzter woche (23/9) spricht baende. kopf hoch und nicht unterkriegen lassen!
//Subvention an den Verein ICE - Internet Center for Education
GR Mag. Maria Vassilakou (Grüne) lehnte es ab, dem vorgelegten Subventionsantrag zuzustimmen. Sie monierte, es sei nicht angebracht, Vereine zu subventionieren, in deren Vorständen parteipolitische Funktionäre existierten. Immerhin handle es sich bei den Subventionen um Wiener Steuergelder. Sie halte auch nicht davon, dass sich der scheinbar vor der Schließung stehende Verein Echo dem ICE unterordnen solle. Sie forderte Vbgm. Grete Laska auf, für den Fortbestand des Vereins Echo zu sorgen.
GR Walter Strobl (ÖVP) kündigte ebenfalls an, dem vorliegenden Subventionsantrag nicht zuzustimmen. Er glaube, der Verein ICE arbeite nicht im Sinne der öffentlichen Hand, sondern gelte eher als Versorgungsbetrieb der SPÖ. Er bezeichnete die Tätigkeit des ICE als nicht genügend konzeptiv, der von der Stadt Wien angebotene Bildungsserver könnte bei einer anderen Konstruktion vielfältiger arbeiten.
GR Laura Rudas (SPÖ) trat für die Vernetzung von verschiedenen Plattformen, die im Internet von verschiedenen Vereinen angeboten werden, ein, um Synergien zu entwickeln. Sie verwahrte sich gegenüber dem Vorwurf der ÖVP, Parteipolitik in die Arbeit des um Subvention ansuchenden Vereines zuzulassen. Ferner erklärte sie, der Verein Echo habe in einem Brief vom 20. September 2004 ICE angeboten, mit ICE zu kooperieren.
> Eva Obemeata-Gimoh schrieb am 27.9.2004, 9:43:50 Uhr
Ja wer das Geld hat, hat die Macht.
Es war leider doch ein Wagnis der SPÖ in Wien die absulute Macht zu geben. Doch die nächse Wahl kommt bestimmt. Leider passiert hier in Wien das selbige wie mit den vereinen die auf eine Subvention des Bundes angewiesen sind. Macht bedeutet Kontrolle! leider!
> Method Actor schrieb am 27.9.2004, 0:10:34 Uhr
Es ist eine bodenlose Frechheit wie man mit einem Integrationsverein wie Echo umgeht. Ich habe in Echo das Theater entdeckt und sie gaben mir die Möglichkeit in renommierten Theaterhäusern zu spielen. Und SO einen Verein möchte man schliessen?
An die Stadt Wien: Seit IHR überhaupt dessen bewusst was IHR damit den Ausländern wegnimmts?
Mfg Method Actor
> peter schrieb am 26.9.2004, 15:18:17 Uhr
wieder mal typisch für die SPÖwien
zuerst den wiener integrationsfonds zerschlagen und "einvernehmen" in eine MA
und jetzt das
das kommt davon wenn man die spö zum allein herrscher wählt
also IHR da draussen das nächste mal auch grün wählen damit die roten nicht wüten können wie ihnen lieb ist
und ECHO!
macht weiter
diese wichtige&gute arbeit die ihr macht muß weiter existieren
mfg peter
> Ben schrieb am 26.9.2004, 11:34:16 Uhr
So oder so, immer sitzen die sogenannte "Tschuschen" am kürzeren Ast. Daran wird sich wohl noch die nächsten Jahrzehnte nichts ändern. Denn die österreichische Politik ist nicht soweit reif und modern um einzusehen, dass die Betroffenen sich selbst vertreten können und wollen. So eine Lächerlichkeit von einem Angebot, da muss man sich schämen,...
> Engin schrieb am 25.9.2004, 21:26:23 Uhr
manche personen sehen einen verein der (zum großteil ausländische) jugendliche unterstützt als eine last für die stadt wien...was für mich unsinnig ist...der verein integriert uns...ich dachte mir das ist der sinn des ganzen systems...wahrscheinlich sollen nicht ALLE jugendliche integriert werden....engin aka MCP
> Yusuf (Echot) schrieb am 25.9.2004, 15:40:40 Uhr
Natürlich ist es bekannt, dass echo eine gewisse Souveränität besitzt, und ich bin der meinung, dass dies der einzige grund für die schließung des vereines ist.
Egal was der Herr "Jugendreferent" sagt.
Diese Souveränität ist ja, das besondere des vereins. Mit dieser werden ja auch die jugendlichen unterstütz.
Also Herr Jugendreferent, lasst bitte echo zufrieden!!
> Echot schrieb am 25.9.2004, 15:13:12 Uhr
Ich finde es unfair, dass ein Verein wie Echo zugesperrt wird, weil Echo das einzige Institut war, welches mir geholfen hat mich in die Österreichische Gesellschaft zu integrieren! Ausserdem waren sie mir auch dabei behilflich eine Arbeit zu finden und sogar bei der Wohnungssuche waren das Verein der Ansprechspartner für mich! Ich hatte in Echo die Möglichkeit mit gar keinem Deutsch mich mit Leuten zu unterhalten die mir jedes mal meine Fehler ausbesserten und mich nicht dabei auslachten! Dank Echo konnte ich also auch die Deutsche Sprache praktizieren! Dieser Verein half Hunderten von anderen Jugendlichen bei ähnlichen Problemen und gerade SO ein Verein soll jetzt geschlossen werden??? Ist das FAIR? WO SOLL ICH JETZT HIN? Wo sollen jetzt die anderen Jugendlichen hin, die mit den selben Problemen wie ich konfrontiert sind bei der Integration in eine fremde Kultur? Ich bin der Meinung das da was dagegen gemacht werden muss! ICH WERDE IMMER HINTER ECHO STEHEN, EGAL WIE ES WEITERGEHEN SOLLTE!
> Asli schrieb am 25.9.2004, 15:06:48 Uhr
ich bin enttäuscht, schockiert, und kann es nicht glauben dass man so ein erfolgreiches, positives vorzeige projekt abschaffen will!!! Muss man ehrlich fragen was versteht die Stadt unter integration und diversity, ist es ein neuer vorwand, dass was lebendig ist zu töten? Fangen sie bitte dort an wo es nicht funktioniert, nicht dort wo es schon seit jahren konkrete, fortschrittliche projekte geboren ist .
> uwe felchle schrieb am 25.9.2004, 14:54:05 Uhr
generell finde ich die art und weise , wie die handhabung mit der schliessung umgegangen wird zum himmel schreiend!
armes magistrat-fällt mir da nur ein!
eine institution wie das "echo" ist und wird nicht so leicht unterzubekommen sein!!!abgesehen davon ,dass das echo eine wirkliche bereicherung für österreich und seine bewohner .ich finde ,und ich lebe seit einem jahr jetzt in wien,dass die österreicher noch einiges an ihrer umgehensweise mit den "ausländischen" mitbewohnern zu lernen haben...das echo hat und wird noch einiges positives dazu beitragen...
es muss weiterhin bestehen -auf die eine oder andere weise!!!!
> Jan Herzig schrieb am 24.9.2004, 22:08:50 Uhr
Mit diesem Beschluss widerspricht die in der Stadt Wien regierende Partei ihrem eigenen Namen. Es ist nicht sozial und nicht demokratisch, den Jugendlichen der zweiten Generation die Möglichkeit zu entziehen, selbst etwas auf die Beine zu stellen, worauf sie stolz sein können.
> Ein ECHO Freund schrieb am 24.9.2004, 20:02:24 Uhr
Es ist ja wirklich sehr bedenklich was da in den letzten Jahren seitens der Stadtpolitik betrieben wird. Warum war denn dieser Verein 10 Jahre lang gut und gemeinnützig genug, um bei jeder Gelegenheit mit Ihm zu protzen und ist jetzt nicht mehr finanzierungswürdig? Wird das Handeln und die Aktivität von echo zu eigenständig oder zu unkontrollierbar für die Herrschaften von den MA`s? Bleibt zu hoffen, dass sich die Demokratie in diesem Land diese Einstirnigkeit der Stadtpolitik nicht gefallen lässt...
> Tasso Bogg schrieb am 24.9.2004, 19:21:07 Uhr
das ist typisch für die linie der wiener sozialdemkraten in den letzten jahren:
man sperrt engagierten leuten die finanziellen mittel unter der vorwand, dass die gemeinde das projekt übernimmt. dann entsteht ein grosses (anonymes) vakkum. alle sind für alles zuständig, aber niemand für konkrete aktionen.
so kann man das später einfach sterben lassen, weil abgesehen von wenigen prestige-projekten, die niemandem helfen, nix mehr passiert.
> wolfgang mayr schrieb am 24.9.2004, 9:33:58 Uhr
ein verein, der es in mühevoller kleinarbeit über jahre geschafft hat, ein netzwerk aufzubauen, das heute die gesamte 2. generation hinter sich versammelt hat und der es - wie kein anderer - versteht, jugendliche von der strasse zu holen und sie in verantwortungsvolle projekte zu integrieren, um ihnen dadurch mehr selbstbewußtsein zu verschaffen, müßte vorher gefragt werden, ob man sich freiwillig einem fremden kontrollorgan unterwirft und dadurch die eigenständigkeit aufgibt! die stadt wien hat eine eigenartige auffassung von demokratie, so kann man mit DEM vorzeigeprojekt in der jugendarbeit nicht umspringen! lasst euch das nicht gefallen! zeigt, wie groß die mobilität an echo-anhängern sein kann! Wehren wir uns!
> Eine anonyme Person schrieb am 24.9.2004, 7:14:10 Uhr
SCHANDE FÜR DIE STADT WIEN
Echo war nämlich etwas was Stadt Wien nie alleine auf die Beine bringen könnte.
Echo hat für die 3. und 2. Generation vieles gemacht und wird auch noch vieles machen.
Was hat Stadt Wien gemacht?
Lasst Bitte Echo weiterarbeiten.
> einfaches Mitglied schrieb am 23.9.2004, 20:49:49 Uhr
ich bin erschüttert über die vorgehensweise machtgieriger beamtenschaft, die nichts anderes im kopf hat als sich zu profilieren;
MA 13 - eine Liga von jugendkulturverhinderern, und an der spitze ein berufs-möchtegernausländer....wir brauchen keine MA 13 solange es ECHO gibt...
> nennt die namen ! schrieb am 23.9.2004, 18:26:13 Uhr
wer ist der verantwortliche in der MA13 - wer hat das konzept geschrieben - wer füttert da eine partei organisation mit geld, dass eigentlich jugendlichen zusteht?
namen - nennt namen, damit der protest ein gesicht bekommt, und schreibtischtäter zur verantwortung gezogen werden können!
> nila schrieb am 23.9.2004, 13:17:34 Uhr
gibt es eigentlich protest-aktionen gegen das erzwungene ende von echo? (email-aktion oder so) - würde mich gerne daran beteiligen!
> didi zach, kpö schrieb am 23.9.2004, 11:00:45 Uhr
KPÖ-Wien protestiert gegen die Zerschlagung des Integrations-Vereins "Echo"
Wien (OTS) - "Einmal mehr zeigt die absolutistisch regierende Häupl-SPÖ ihr wahres Gesicht", so der Kommentar von Kurto Wendt, Integrationssprecher der KPÖ-Wien, zur Zerschlagung des Integrations-Vereins "Echo", dem mit sofortiger Wirkung sämtliche Subventionen gestrichen wurden.
Falls der Verein Echo, der sich um die Integration Jugendlicher der 2. und 3. Generation kümmert, nicht innerhalb einer 48 Stunden Frist der Eingliederung in die Wiener Stadtverwaltung zustimmt, werden - so die Informationen des Vereins - selbst die bereits bewilligten Subventionen für das 4. Quartal 2004 nicht mehr ausgezahlt.
Wendt: "Ich kann dem Obmann der Jungen ÖVP Wien nur zustimmen, der von brutaler Gleichschaltung gesprochen hat und meinte, dass sinnvolle Integrationsarbeit durch machtpolitische Wahltaktik der Sozialisten zerstört wird."
> Alexander schrieb am 22.9.2004, 20:36:40 Uhr
Ich halte das für unglaublich, dass ein derart renommierter und sinnvoller Verein wie Echo die Subventionen gestrichen bekommt.
Mich hat immer, dass nach außen getragene Selbstbewußtsein beeindruckt und ich glaube, dass ist genau dass was viele Jugendliche dringend brauchen.
Was will die Stadt Wien, ZuwanderInenkinder die den Sprung nicht schaffen und in die Kriminalität, Armut, Drogen, Arbeitslosigkeit abrutschen, oder Menschen dabei helfen ihr Potential in der Gesellschaft zu entfalten?
Die Argumentation von Hrn. Holler, dem Vertreter der Stadt Wien im ORF-Interview, dass die Stadt Wien mehrere solcher Institutionen möchte, ist ja völlig verdreht. Sollen sie doch andere Vereine auch unterstützen oder auch eigene Institutionen aufbauen.
Ich kann euch nur in eurer Arbeit bestärken und sagen dass Qualität sich durchsetzt. Also, um mit meiner Vorposterin zu sprechen: Laßt euch nicht unter kriegen.
Herzlichst,
Alexander
> Serhan schrieb am 22.9.2004, 19:15:58 Uhr
ja habs auch gerde im fernseher gesehn und finde es natürlich für eine frechheit des ma13,ich kenne euern verein zwar nicht da ich aus der stmk. komme,halte aber eure projekte für sehr sinnvoll(mann sollte mehr brücken wie echo bauen statt mauern denn brücken verbinden...)
ich halte euch die daumen das ihr das hin bekommt
grüsse aus der stmk..
> tanja schrieb am 22.9.2004, 18:27:40 Uhr
ich kenne zwar den verein nicht, aber stimme ihrem artikel vollinhaltlich zu.
laßt euch nicht unterkriegen!
Der Verein Echo übernimmt keine Verantwortung für etwaige zivil- und strafrechtliche Ansprüche, die durch Kommentare von LeserInnen entstehen. Wir behalten uns vor, Kommentare, die nicht den ethischen Grundsätzen des Vereins Echo entsprechen, von der Seite zu löschen.
> pgWHDSGAQjKIc schrieb am 10.7.2010, 10:25:24 Uhr
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> LFBocFEyLtpHV schrieb am 3.7.2010, 15:23:42 Uhr
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> gZjDCWSTNyCbCj schrieb am 1.7.2010, 0:14:10 Uhr
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> GoahxWDkwYTTdAKmZlt schrieb am 16.6.2010, 20:17:16 Uhr
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> gejtBqENXUlMSdi schrieb am 29.5.2010, 7:58:17 Uhr
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> UHGsmdDb schrieb am 5.3.2010, 6:08:34 Uhr
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> GhtKUCNNLlZqU schrieb am 7.2.2010, 21:28:16 Uhr
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> VaaaguCdajjC schrieb am 30.1.2010, 5:14:15 Uhr
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> iBERhBoyT schrieb am 30.11.2009, 3:36:46 Uhr
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> fYpVtYAUzZ schrieb am 21.11.2009, 22:31:12 Uhr
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> blog hosting schrieb am 5.11.2009, 15:09:13 Uhr
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> Rajan schrieb am 12.10.2009, 23:15:59 Uhr
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> mjteSmZMakYjlu schrieb am 7.10.2009, 10:45:55 Uhr
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> LdgmrGulcNDNbOMA schrieb am 7.10.2009, 10:09:11 Uhr
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> OBSMzwHjKCURQeP schrieb am 7.10.2009, 4:25:03 Uhr
comment6, <a href="http://avalanche.ca/Forums/members/Where-To-Buy-Promethazine-Codeine-798/default.aspx">canada codeine tylenol</a>, [url="http://avalanche.ca/Forums/members/Where-To-Buy-Promethazine-Codeine-798/default.aspx"]canada codeine tylenol[/url], http://avalanche.ca/Forums/members/Where-To-Buy-Promethazine-Codeine-798/default.aspx canada codeine tylenol, =-P,
> OBSMzwHjKCURQeP schrieb am 7.10.2009, 4:25:03 Uhr
comment2, <a href="http://avalanche.ca/Forums/members/Clonozepam-Klonopin-Express-Delivery-220/default.aspx">getting off klonopin</a>, [url="http://avalanche.ca/Forums/members/Clonozepam-Klonopin-Express-Delivery-220/default.aspx"]getting off klonopin[/url], http://avalanche.ca/Forums/members/Clonozepam-Klonopin-Express-Delivery-220/default.aspx getting off klonopin, bfweik,
> OBSMzwHjKCURQeP schrieb am 7.10.2009, 4:25:02 Uhr
comment1, <a href="http://avalanche.ca/Forums/members/Buy-Online-Percocet-103/default.aspx">order percocet online without prescription</a>, [url="http://avalanche.ca/Forums/members/Buy-Online-Percocet-103/default.aspx"]order percocet online without prescription[/url], http://avalanche.ca/Forums/members/Buy-Online-Percocet-103/default.aspx order percocet online without prescription, wbav,
> OBSMzwHjKCURQeP schrieb am 7.10.2009, 4:25:02 Uhr
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> OBSMzwHjKCURQeP schrieb am 7.10.2009, 4:25:01 Uhr
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> gBNHrhqee schrieb am 7.10.2009, 3:03:29 Uhr
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> gBNHrhqee schrieb am 7.10.2009, 3:03:28 Uhr
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> gBNHrhqee schrieb am 7.10.2009, 3:03:28 Uhr
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> gBNHrhqee schrieb am 7.10.2009, 3:03:28 Uhr
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> gBNHrhqee schrieb am 7.10.2009, 3:03:27 Uhr
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> MkqLxNItLcwoZDV schrieb am 7.10.2009, 1:44:59 Uhr
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> MkqLxNItLcwoZDV schrieb am 7.10.2009, 1:44:58 Uhr
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> MkqLxNItLcwoZDV schrieb am 7.10.2009, 1:44:58 Uhr
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> MkqLxNItLcwoZDV schrieb am 7.10.2009, 1:44:58 Uhr
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> MkqLxNItLcwoZDV schrieb am 7.10.2009, 1:44:57 Uhr
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> medUjqsHF schrieb am 7.10.2009, 0:26:32 Uhr
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> medUjqsHF schrieb am 7.10.2009, 0:26:32 Uhr
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> medUjqsHF schrieb am 7.10.2009, 0:26:31 Uhr
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> medUjqsHF schrieb am 7.10.2009, 0:26:31 Uhr
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> lSVLzOPyOLrR schrieb am 6.10.2009, 23:06:19 Uhr
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> lSVLzOPyOLrR schrieb am 6.10.2009, 23:06:18 Uhr
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> lSVLzOPyOLrR schrieb am 6.10.2009, 23:06:18 Uhr
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> lSVLzOPyOLrR schrieb am 6.10.2009, 23:06:17 Uhr
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> lSVLzOPyOLrR schrieb am 6.10.2009, 23:06:17 Uhr
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> eine alte echotin schrieb am 27.9.2005, 9:44:56 Uhr
..also, seit es echo nicht mehr in der form gibt, muss sich die stadt wien (wurscht welche politische farbe) schon mal eingestehen, dass sich in puncto
"2. Generation", "Jugendkultur", "Politisches aus dem Munde junger MigrantInnen-Kinder" nichts mehr tut. wien ist quasi um eine bedeutende "energiequelle" ärmer geworden. armes wien! schafft es irgendwie immer wieder menschen mit rückgrad aus dem weg zu räumen und hat auch aus der älteren vergangenheit nichts dazugelernt. wien bleibt ein dorf jenseits der alpen mit alpinem gedankengut! aber vielleicht wirkt diese eintönigkeit auch ein wenig ins rathaus ein und bewirkt bei manch einem eine wiedergutmachungsaktion. wien braucht wieder sein echo!!
> ww schrieb am 7.6.2005, 23:58:56 Uhr
ww
> Manfred Huber schrieb am 22.12.2004, 17:28:37 Uhr
Liebe Echo-Aktiven!
Ich habe heute aus dem Radio (Ö1 - Mittagsjournal) erfahren,
daß die Stadt Wien die Arbeit des Verein Echo nicht mehr finanziert.
Ich persönlich halte das für eine schwerwiegende Fehlentscheidung
- was auch immer die Gründe dafür sein mögen.
Echo ist für mich der Begriff für Integrationsarbeit im besten Sinn:
Jugendlichen einen stabilen Rahmen, eine Möglichkeit zu geben,
ihre Schwierigkeiten und Konflikte, ihre Ideen, Vorstellungen und Ideale
in künstlerischen, gemeinschaftlichen und journalistischen Aktivitäten auszudrücken
und somit in die sie umgebenden Gemeinschaften - also "die Gesellschaft" - zu integrieren,
fördert meiner Meinung nach die persönliche Entwicklung der einzelnen Personen,
die Lösung der vorhandenen - oft massiven -Probleme
und auch die Stabilität, Offenheit und Toleranz eben dieser "Gesellschaft".
Die Arbeit von Echo - wie ich sie durch Medienberichte und Erzählungen erfahren habe -
tut dies seit dem Bestehen des Vereins und hoffentlich auch weiterhin.
Echo ist die einzige Initiative, die derartig viel Echo(!) in der Öffentlichkeit hat
mit einem Programm dieser Art und Güte.
Ich habe den "Pressetext zur Zukunft von Echo gelesen
und kann die darin enthalten Absichtserklärungen nur voll unterstützen.
Vor allem den einen Absatz:
"Junge Menschen aus den Zuwandererfamilien haben nach wie vor
soziale und gesellschaftspolitische Probleme und Bedürfnisse.
Rassismus, Chancenungleichheiten am Arbeitsmarkt, Ghettoisierung,
Nationalismus und Fundamentalismus sind Phänomene, mit denen sie im Alltag konfrontiert sind.
Daher ist es sehr wichtig, den Verein Echo
als einen positiven Gegenpol zu diesen Problemen weiter am Leben zu erhalten"!!!
(Dies gilt für mich übrigens sinngemäß für alle Initiativen, die positive Aktivitäten von Jugendlichen fördern!)
Aus diesem Grund werde ich heute bei meiner Bank einen Dauerauftrag über monatlich € 10,-
(eher ein symbolischer Unterstützungsbetrag) erteilen, beginnend mit Anfang Jänner 2005.
Ich hoffe, das hilft Euch wenigstens ein bißchen
und stärkt Euch in Eurem Bemühen Eure Arbeit weiter zu führen.
Mit bestärkenden Grüßen
Manfred Huber
> Eine anonyme Person schrieb am 24.11.2004, 20:45:40 Uhr
Ich bin von der Organisation von "echo" sehr positiv beeindruckt.
Dennoch würde es micht interessieren, warum sich das Projekt, überwiegend nur mit türkischen Kids befasst.
Kinder anderer Nationen haben es genauso schwer, wenn nicht noch schwerer, weil es überwiegend nur bei den Türken und Yugos Gruppenbildungen gibt.
> jugendarbeiter schrieb am 24.11.2004, 17:27 Uhr
mit großem Interesse verfolge ich die ganze "Causa" ECHO.
Als Jugendarbeiter (der hier seinen Namen aber nicht nennen will (vgl. Statement "insider")) arbeite ich zumeist mit "sozial benachteiligten" türkischen Kids.
Die Argumente der "Niederschwelligkeit", wie sie von MA13 gebraucht werden, halte ich für fadenscheinig.
Als jemand der tagtäglich niederschwellig arbeitet bin ich froh, dass es Einrichtungen wie ECHO gibt, weil dort mit manchen türkischen Kids Projekte umgesetzt werden, die bei unseren Kids eine starke Vorbildfunktion haben können!
Die Jugendarbeit braucht diese Vielfalt - niederschwellige und höherschwellige Projekte - (denn immer nur Tischfussballspielen kann es nicht sein). Es ist gut dass es auch noch ein anspruchsvolleres Angebot gibt, dass eben nicht so niederschwellig ist.
lg + viel glück
> Andreas Görg schrieb am 11.11.2004, 17:06:26 Uhr
Die Frechsten werden die Ersten sein
Die NGOs werden zunehmend politisch, weil ihre Bemühungen von den wirkmächtigen Tendenzen in der Ökonomie, der staatlichen Politik und der Mainstreamöffentlichkeitsproduktion zunehmend konterkariert werden. NGOs werden faktisch in die Rolle von sozialen Tranquilizern gedrängt, aus der sie ausbrechen wollen wie aus einer Sinnkrise. Gleichzeitig ist aber auch allen NGOs klar, dass sie am ökonomischen Gängelband hängen. Die NGOs waren bislang nicht fähig, sich als partei- und gewerkschaftsunabhängige Institutionen eine effektive ökonomische Machtbasis aufzubauen. Die NGOs sind zum allergrößten Teil subventionsabhängig geblieben. Die ökonomischen Verhältnisse zwingen die Verwaltung zu sparen, und sie sparen dort zuerst, wo am wenigsten Gegenwehr ist. Zur Warnung an alle werden die politisch Frechen gekürzt, die Frechsten werden nun überhaupt abgedreht.
Der Paradigmenwechsel in der Politik, der heute im Umgang der Subventionsgebenden mit ECHO und der public netbase sichtbar wird, wird in den nächsten Jahren noch viel mehr NGOs ganz unmittelbar betreffen. Es ist allen NGOs klar, dass der Umgang mit ECHO und public netbase nur einen Anfang markiert. Nicht umsonst wurde auf der Wiener Integrationskonferenz von den ca. 90 anwesenden VertreterInnen der Vereine der Beschluss gefasst, die Stadträtin Wehsely damit zu beauftragen, sich bei Ihren amtsführenden KollegInnen für ECHO einzusetzen.
Der Ausnahmezustand bei ECHO und public netbase ist aber auch symptomatisch für den Zustand der NGOs in Österreich. Die NGOs machen es den Subventionsgebenden leicht, Teile und Herrsche zu spielen, denn die NGOs arbeiten zu wenig zusammen. Anstatt sich z.B. von einem Diversitätskonzept der Gemeinde Wien treiben zu lassen, wäre es Sache der NGOs gewesen, Konzepte gegen strukturelle Diskriminierungen gemeinsam zu erarbeiten und zu veröffentlichen bzw. auch die Delegitimation der staatlichen Konzepte konsequenter zu betreiben. Allianzen ohne Konzept für die nachhaltige Veränderung von strukturellen Gegebenheiten sind jedenfalls sehr leicht spaltbar.
Es ist für ECHO und public netbase eine besondere Anerkennung ihrer politischen VorreiterInnenrolle, die Frechsten des Jahres und nach langem Würgen die ersten Abgedrehten zu sein. Wenn diese beiden Organisationen von den anderen nicht gehalten werden können, wenn diese beiden Steine ins Rollen kommen, dann wird das Beispiel in der Stadt- und Bundesverwaltung noch schneller Schule machen. Es ist wahrscheinlich, dass es so kommen wird. Daher sollten sich die NGOs schon jetzt auf die finanzielle Austrocknung vorbereiten, und das können sie am besten dadurch tun, dass sie sich auf ihre politischen Qualitäten und Ansprüche besinnen und an ihrer Machtbasis arbeiten, anstatt das System zu legitimieren, social tranquilizer zu spielen und dann noch dazu finanziellen Erpressungsversuchen ausgeliefert zu sein.
Andreas Görg
(BUM - Büro für ungewöhnliche Maßnahmen)
> DSA Elisabeth Promitzer schrieb am 28.10.2004, 12:37:38 Uhr
Ich war während meines Studiums einige Zeit ehrenamtlich bei ECHO tätig und habe vieles die Arbeit mit Jugendlichen gelernt. Mittlerweile bin ich selbst Streetworkerin.
Zwischen Studium und Arbeitsbeginn hatten doch einige Jahre Platz die ich in meiner Heimatstadt Graz verbracht habe. Dadurch ist der Kontakt zu ECHO distanzbedingt abgebrochen. Dennoch leistete ECHO derartig gute Arbeit, dass einem sogar über die Landesgrenzen Wiens hinaus ECHO ein begriff wurde. Immer wieder wurde der Verein als Vorzeigebeispiel für Jugendarbeit herangezogen. Wie geagt mittlerweile bin ich diplomierte Sozialarbeiterin und arbeite als Streetworkerin in der Steiermark. Noch immer kann ich auf einige Arbeitsweisen, die ich in meiner Zeit bei ECHO kennenlernen konnte anwenden.
Bei der Vorstellung, man könnte ECHO den Geldhahn abdrehn, muss ich mich fragen: WARUM? Die angegebenen Gründe sind für mich weder nachvollzeihbar noch logisch. Die geleistet Arbeit von ECHO war immer gut und vor allem professionell. Diese Art zu arbeiten hat gut funktioniert und konnte die gewünschten Ergebnisse erzielen. WARUM also nicht so wie bis her? Aus meiner Sicht, meiner persönlichen und professionellen, und auch aus der Grundsätzen der Jugendarbeit sind alle geforderten Umstrukturierungen einfach von zu weit hergeholt und würde auf Kosten der Qualität dieser Arbeit gehen.
meine volle Unterstützung aus GRAZ
Lisi Promitzer
> Julia P. schrieb am 27.10.2004, 20:00:41 Uhr
Ich bin geschockt und traurig wenn ich höre, dass man einem verein wie echo - der jugendlichen, egal ob "ausländer" oder nicht, halt und perspektiven bietet - die unterstützung verweigert wird.
Warum?
Weil echo seine eigene meinung vertritt, und sich nicht "erpressen" lässt?
Ich kenne echo nun seit über 7 Jahre und war auch selbst einige Jahre aktiv dabei. Bis zum heutigen tag habe ich von keinem anderen verein gehört bzw. einen kennengelernt der sich so aktiv mit Jungendlichen beschäftigt wie Echo es seit jahren macht. Echo bietet jugendlichen eine plattform und räumlichkeiten um sich weiterzuentwickeln, geistig zu wachsen, selbstbewusstsein aufzubauen und vor allem um ihre freizeit sinnvoll, und nicht fadisierend in der gegend rumlungernd, zu nutzen. Talente werden gefördert und präsentiert, wie man auch an den unzähligen veranstaltungen immer wieder beobachten kann.
Echo bietet sehr viele möglichkeiten und projekte aktiv zu sein und etwas sinnvolles zu machen.
Wo sonst lernt man poltiker kennen und führt diskussionen mit ihnen. Wo kann man singen, tanzen, musizieren, recherchieren, schreiben und schauspielern (ohne ein vermögen ablegen zu müssen,das man als jugenlicher meines wissens nach sowieso nicht hat) und nochdazu mit dem ziel vor augen das gelernte und geleistete der öffentlichkeit zu präsentieren.
Tatsache ist doch, dass viele jugendliche oft nicht wissen was sie mit ihrer zeit anfangen sollen. Eltern haben oft berufsbedingt nicht mehr die nötige zeit um sich mit ihren kindern ausreichend zu beschäftigen - egal ob es sich hierbei um kinder im pflichtschulalter oder jugendliche über 14 handelt. Daraus folgt, dass immer mehr junge menschen keine perspektive haben, was sich leider in der steigenden arbeitslosen- und drogenrate widerspiegelt.
Sicher gibt es auch andere vereine bzw. jugendzentren die sich mit solchen problemen auseinandersetzen, allerdings habe ich leider die erfahrung machen müssen, dass sich vor allem in jugendzentren eher kinder als jugendliche aufhalten, und aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass man sich als mensch, der sich in der pubertät befindet und sich weiterentwickeln möchte, gerne unter gleichaltrigen auhält. Irgendwann ist nämlich auch die zeit vorbei in der man zum spielen in den park geht. Da nützt mir dann auch die so hochgelobte parkbetreuung nicht viel. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass parkbetreuung nicht wichtig ist. Ganz im gegenteil, allerdings glaube ich dass eine ganz andere altersgruppe angesprochen wird.
Ich finde es furchtbar dass echo - das sich schon so in der Gesellschaft und unter jungen und junggebliebenen etabliert hat - einfach durch ein neues konzept ersetzt werden soll, nur weil es nicht nach irgendeienr pfeife tanzen will.
Es wäre mehr als schade, wenn dieser verein mit seinen mehr als engagierten mitarbeitern geschlossen wird.
Ein Wien ohne Echo wäre nicht nur ein großer Verlust für die Jugendlichen sondern auch für die Gesellschaft.
Julia P.
> ein Insider schrieb am 23.10.2004, 14:31:13 Uhr
Liebe Echoten!
Es wurde einiges geschrieben und gesagt zum Thema Echo! Aber es finden sich nur wenige Stellungnahmen anderer Organisationen. Schweigen die anderen Organisationen zu dieser Entwicklung? Nein, sie schweigen nicht wirklich, aber sie trauen sich auch nicht wirklich öffentlich Stellung zu nehmen. Wer will sich schon wirklich der Gefahr aussetzen, das nächste Opfer zu sein? Ich habe selbst lange überlegt und mich dann für´s anonym bleiben entschieden. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die Sanktionen für Ungehorsame sind schrecklich, wie man an euch gut sehen kann.
Liebe Freunde von Echo! Ihr habt euch zu weit vorgewagt und euch mit der MA13 angelegt. Habt ihr vergessen, dass der der zahlt auch anschafft? Das ist eine Tatsache mit der alle Organisationen in Wien zu kämpfen haben. Die einen mehr die anderen weniger.
Wer öffentliches Geld in Form einer Subvention annimmt, stimmt gleichzeitig Bedingungen zu. Ein Subventionsnehmer stimmt einem Vertragswerk zu, in dem nahezu alles geregelt wird. Die Verantwortung dafür bleibt natürlich beim Verein. Gleichzeitig wird aber immer wieder der Kurs der Stadt verändert. Wenn die Stadt Wien sich was Neues ausdenkt, haben das alle subventionierten Vereine mitzumachen. Da gibt es keine Ausnahmen. Wer andere Pläne hat, muss auf eine Subvention verzichten. Oder es wird auf den Verein verzichtet. Ex und Hopp! Ihr habt Euch für einen Weg entschieden, der mit dem der Stadt Wien nicht ganz konform ist, also gibt es kein Geld mehr! Fertig und aus! Ziele? Intentionen? Vergesst es! Brav sein und machen was angeschafft wird. Das ist alles, was ein "unabhängiger" Verein in Wien zu machen hat. Aber glaubt nicht, das es unter einer anderen Stadtregierung wirklich anders wäre.
Es ist schade und hinterlässt ein beklemmendes Gefühl des ausgeliefert seins.
> angi weickman schrieb am 23.10.2004, 14:25:55 Uhr
ich finde es wirklich sehr bedenklich und schlimm, dass die stadt wien diesem verein die subventionen abdrehen will!! ich würde auch gerne etwas dagegen tun, und wollte fragen, ob es irgendeine art von protestaktion (email-aktion, unterschriftenliste, demo,...) gibt?!? ich würde mich sofort beteiligen.
lg
angi
> BASIC NETWORK schrieb am 22.10.2004, 13:44:22 Uhr
Stellungnahme des BASIC NETWORK
zur Schließung von ECHO
Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass die Einrichtung ECHO geschlossen wird.
ECHO war nicht nur ein wichtiger Ort interkultureller Kommunikation, sondern auch Ressourcenpool für junge Menschen und hinsichtlich Empowerment und kulturellem Engagement vorbildlich.
Aufgrund der Einzigartigkeit als Plattform für junge Menschen mit Migrationshintergrund entsteht durch die Schließung von ECHO eine so große Lücke, die von den momentan bestehenden Projekten nicht in der Art und Weise aufgefangen werden kann. ECHO hat nicht nur das Selbstwertgefühl vieler Jugendlichen der 2. und 3. Generation gestärkt, sondern ferner gezeigt, wie Partizipation und politische Mitbestimmung einer doppelt belasteten Gruppe aussieht. Diese Arbeit konnte nur dadurch bewerkstelligt werden, indem der rein niederschwellige Zugang der Mobilen Jugendarbeit und Streetwork um einen höherschwelligeren erweitert wurde. Dazu zählt neben der Medienarbeit vor allem die spezielle Kulturarbeit. Diversitätspolitik darf nicht bedeuten, dass konkrete migrationspezifische Bedürfnisse nivelliert werden. Zudem die Mobile Jugendarbeit/Streetwork (mit Ausnahme des überregionalen Streetwork-Teams/Verein Rettet das Kind) diesen Bereich nicht übernehmen kann, da sie konzeptuell zielgebietsorientiert und nicht zielgruppenorientiert arbeiten.
Wir finden es durchaus befremdlich, dass ein Projekt, welches bisher als Wiener „Vorzeigeprojekt“ - wenn nicht ganz Österreichs - galt, so plötzlich und unvermittelt geschlossen werden kann und es scheinbar keine anderen Möglichkeiten der Lösungsfindung gibt.
Wir fordern daher eine adäquate Alternative, welche jene Zielgruppe auch erreicht, die bisher von ECHO betreut wurde. Denn wir sehen uns nicht in der Lage diese Alternative zu übernehmen.
Aufgrund der diffusen und vielfältigen Gerüchte, die bezüglich der Schließung von ECHO kursieren, würden wir eine klärende Stellungnahme von offizieller Seite begrüßen.
Mit freundlichen Grüßen,
für das Basic Network
DSA Michael Wind
(BOS 16/17)
DSA Sabine Mürwald (Streetwork Überregional)
> Heike Warmuth schrieb am 22.10.2004, 13:41:12 Uhr
Bürgermeister Häupl übernimmt keine Verantwortung.
Im heutigen Wiener Gemeinderat brachten die Grünen eine mündliche Anfrage
zum Verein ECHO, dem Vorzeigeprojekt von und für jugendliche MigrantInnen
der 2. und 3. Generation, ein. Hintergrund: Die Stadt Wien setzte ECHO unter
Druck und machte das Angebot,“einige wenige MitarbeiterInnen des Projekts
könnten sich dem Verein ICE unterordnen „ einem Verein in dessen
dreiköpfigen Vorstand zwei SP-GemeinderätInnen sitzen. Falls ECHO darauf
nicht eingehe drohe nicht nur das Ende von Förderungen im Jahr 2005.
Klubobfrau Maria Vassilakou fragte daher Bürgermeister Häupl, ob er zulassen
werde, „dass der unabhängige Verein ECHO zur Unterstützung Jugendlicher‚
mit seinem Beitrag für die Stadt aufhören muss, bloß weil ECHO sich weigert
seine Unabhängigkeit aufzugeben und sich nicht dem Verein ICE unterordnen
möchte?„
Bürgermeister Häupl übernahm keine Verantwortung für das Vorgehen der Stadt
Wien und machte keinerlei Zusage, sich für ECHO einsetzen zu wollen. Er
überlasse die „notwendigen Verhandlungen„ anderen, die seines Erachtens
dafür berufener sind und wolle auch nicht eingreifen. Vassilakou zeigt sich
enttäuscht: „Es wäre höchste Zeit gewesen, dass der Bürgermeister die
Verantwortung übernimmt und ein Machtwort pro ECHO spricht.„
> Initiative Minderheiten schrieb am 22.10.2004, 13:34:15 Uhr
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Der Verein Echo nimmt in der Jugendarbeit mit MigrantInnen in Wien und darüber hinaus als Vorbild-Projekt eine zentrale Rolle ein. Es ist im Rahmen von Echo erstmals in Österreich gelungen, dass die migrantischen Jugendlichen nicht nur als Objekte der sozialarbeiterischen Hilfe sondern als Subjekte und Entwerfende ihrer eigenen Vorstellungen der Gestaltung ihrer Umwelt fungieren. Darüberhinaus ist Echo einer der wenigen subventionierten Vereine in Österreich, der auch von MigrantInnen selbst geführt wird. Aufgrund der restriktiven gesetzlichen Bestimmungen ergibt sich eine starke Tendenz zur Schaffung neuer Minderheiten. Obwohl wir gegen diese Tendenz auftreten, sind wir der Meinung, dass diesen Minderheiten - solange die strukturellen Ausschließungsmechanismen bestehen - gewisse Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen. Aufgrund der Tatsache, dass diese Minderheiten hier leben und Steuern zahlen, stehen ihnen diese Mittel wie allen anderen Gruppen in der Gesellschaft zu. Der Verein Echo hat bezüglich des selfempowerment dieser historisch relativ jungen Minderheiten in Österreich bisher eine besonders wichtige Rolle gespielt. Mit der Schließung der Räume wird mehr als eine administrative Handlung vollzogen, sondern ein Ausschließen von Menschen aus wichtigen Qualifizierungsmöglichkeiten. Eine Auflösung des Vereins Echo steht in keinem Verhältnis zu den Fortschritten, welche die Gesellschaft punkto Antirassismus eventuell gemacht hat. Eine spezielle Einrichtung wie Echo ist nach wie vor notwendig.
Aus diesen Gründen fordern wir Sie daher auf, den Verein Echo auch weiterhin zu finanzieren.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Cornelia Kogoj für die Initiative Minderheiten
Mag. Ljubomir Bratic für das Büro für ungewöhnliche Maßnahmen
> gerhard schrieb am 20.10.2004, 20:34:55 Uhr
echo hat sehr viele leute zusammengebracht
noch vor dem sommer waren in den ca.100m2
sicher über 20 projekte gleichzeitig.
hin und wieder waren die räume im 24h betrieb belegt
+ soviel energie
+ soviel kreativität und potenzial wegzuwerfen
ist auch nicht gescheit
und es wird auch nicht funktionieren
lg gerhard
> Julia Schindelar schrieb am 20.10.2004, 14:01:36 Uhr
Echo war einige Zeit ein wichtiger Ort für mich und trotz der Tatsache, dass ich dem ganzen entwachsen bin, bin ich geschockt über diese Sauerei (muss man leider sagen) die hier mit dem Verein echo abgezogen wird.
Was heißt, bitte, echo soll sich den jugendsoziopolitischen (wasauchimmer) Bedürfnissen anpassen????
Es ist klar, dass sich neue Strömungen innerhalb der Jugenkultur einer Stadt, eines Staates bilden, aber heißt das zwangsweise auch, dass diese Strömung, diese Gruppe von Leuten, die echo bedürfen damit aus der Welt ist? Wohl kaum, denn Integration wird nie aus der Mode kommen (sollte es auch absolut nicht) und ist in der heutigen Zeit von Ghettoisierung, Fremdenfeindlichkeit und sonstig gearteten Problemen aktueller denn je.
Lange Zeit war dieser Verein Aushängeschild für die Stadt Wien. Man hat sich damit geschmückt, so sehe ich das. Nur weil die Stadt Wien diesen Verein finanziell unterstützt sollte das nicht heißen, dass echo nach deren Pfeife tanzt. Nicht nach der Geschichte echos (soweit ich das weiss). Es war ganz bestimmt nicht in Bülents Sinn, sich der Entscheidungs- und Meinungsfreiheit zu entledigen, nur weil die Stadt Wien Geld gibt.
Was hat die Stadt Wien auch dazu beigetragen, wenn Leute stundenlang ohne (!!!!) bezahlt zu werden, dass Wochenende durchgemacht haben, um die Zeitung in Druck zu bringen, Filme zu schneiden, für Veranstaltungen zu proben (ich schließe mich mit dieser Meinung der vorangegangenen Ausführungen von mehmet an).
Echo ist auch sicher kein Verein der stagniert. Er hat sich sich den Jugendlichen die gekommen sind sehr wohl angepasst. Ich habe miterlebt, dass viel diskutiert wurde, mit den Jugendlichen, mit den Jugendarbeitern, was besser zu machen sei, wo der Schwerpunkt im kommenden Jahr liegen sollte. Und das wichtigste ist auch, dass echo Grundregeln hat, Dinge die es immer noch als Echo identifizieren.
Ich finde es wichtiger, einen Verein der sich bereits in der Gesellschaft etabliert (und auch ein gewisses Ansehen genießt) hat zu fördern, als ein völlig neues Konzept an den Mann zu bringen. Aber das ist der Stadt Wien wohl ein Dorn im Auge, ein Verein der mit ihrem Geld gefördert wird und der sich nicht lenken lässt. Und wer sagt, dass ein Jugendprojekt für ein anderes ersetzt werden soll (wie gesagt Integration ist immer noch ein wichtiges Thema). Warum kann es nicht beides geben???
Ich bin nach wie vor erschüttert von der Vorgehensweise, echo zu zerstören (ganz plakativ ausgedrückt).
Ich wünsche den zur Zeit aktiven Echoten viel Glück
eure Julia aka Ilja
> Tanja Trost schrieb am 20.10.2004, 13:53:26 Uhr
DIVERSITY: a state of being varied; variety: a wide diversity of opinion (oxford dictionary)
ECHO: wiener verein; seit über zehn jahrend bestehend, vereint viele nationen; jugendliche und erwachsene leben friedlich miteinander (siehe DIVERSITY); große erfolge im bereich jugendarbeit und integration; kunstfördernd; soll geschlossen werden (siehe auch ENDE) (Tanja Trost dictionary)
ENDE: Schluss; Tod (Mackensen Deutsches Wörterbuch)
DIVERSITY=ECHO=ENDE?
> engin schrieb am 19.10.2004, 13:59:03 Uhr
viele kommentare für echo....eigentlich nur für echo....es macht mich nachdenklich das der staat sich keine sorgen für die jugendlichen macht die nach der (hoffentlich nicht stattfindenden) schließung ´vom echo gezwungen dazu sind auf den straßen zu herumlungern....ICH glaube fest daran das echo noch ein fester bestandteil der heutigen jugendszene bleibt.... RESPECT @ ECHO....engin
> Philipp Jongen schrieb am 15.10.2004, 16:44:04 Uhr
EIN BRIEF AN HERRN HOLLOS, der an dieser Stelle auch gepostet hat.
sehr geehrter HERR HOLLOS,
in ihrer funktion als anwalt der MA 13 hätte ich ein paar fragen an Sie - (aus persönlichem interesse, welches sich vermutlich mit öffentlichem interesse deckt):
1. wie heißen - ganz konkret - die personen in der stadtverwaltung welche entschieden haben, dass die subventionen des vereins echo mit sofortiger wirkung gestrichen werden? ich denke in einer demokratie ist es legitim die namen zu wissen. anders gefragt: wer genau trägt für diese entscheidung die verantwortung? bitte um namen!
2. Sie beschuldigen den verein echo sich nicht an die vorgaben der stadt gehalten zu haben. auch wenn diese anschuldigung wahr ist, finden Sie es nicht ein armutszeugnis und eine zeichen von schwäche von seiten der demokratischen stadtregierung nur solche projekte zu unterstützen die direkte befehle der stadt ausführen? der spruch "wes brot ich ess, des lied ich sing." stammt aus dem mittelalter! die MA13 legt jedoch diese mentalität bzw. forderung an den tag.
und: glauben sie nicht, dass es in einer demokratie gestattet sein kann - u.u. sogar mit positiven output! - wenn unterschiedliche leute an verschiedenen stellen an einem so großen projekt wie "integration" arbeiten?
3. Sie werfen dem verein echo vor, sich nicht am bezirkbeschränkten streetworking zu beteiligen (stichwort: parkbetreuung). Wie wäre es denn wenn die MA 48 auf die idee kommen würde, die mitarbeiter von der müllabfuhr auch gleich die post austragen zu lassen ?? wenn man doch schon mal dabei hausbesuche abzustatten wäre das doch praktisch - nicht? natürlich könnet auch der briefträger gleich den müll mitnehmen. ginge auch!
(irgendwie ist das Ihr ärgerlischstes und lächerlichstes argument!)
4. Inwiefern verschwendet der verein echo das öffentliche geld? welche projekte des vereins echo sind bzw.waren es einfach nicht wert - und damit pure geldverschwendung?
bitte nennnen Sie konkreten projekte und die argumente warum das jeweilige projekt es nicht wert war unterstützt zu werden. danke.
und eine letzte frage und eigentlich auch eine bitte: sprechen Sie doch offen und ehrlich die wirklichen gründe aus, warum dem verein echo die subventionen gestrichen wurden! der steuerzahler hat es doch verdient zu erfahren, was und wieso mit seinem geld geschieht.
Sie persönlich würden damit auch eine bessere figur machen, auch wenn die stadtverwaltung - bzw. die personen die Sie in frage 1 benannt haben, noch blöder dastehen! - um es auf gut deutsch zu sagen!
ich bitte Sie höflich meine fragen zu beantworten,
mfg
Philipp Jongen
> Dr. Eva Glawischnig / Grüner Klub im Parlament schrieb am 15.10.2004, 16:03 Uhr
Erschreckend und blamabel für eine Stadt wie Wien! Erfolgreiche Projekte, die gewachsen, aus zivilem Engagement entstanden sind, sind gerade in der Migrationspolitik unverzichtbar. Wir werden alles versuchen, diese Zerschlagung zu verhindern. Meine Solidarität gilt einem auch im internationalen Kontext viel beachteten Projekt.
> melanie schrieb am 15.10.2004, 11:20:47 Uhr
scheiße ist das.
die können wien und den wienerinnen doch nict ECHO wegnehmen?
was denken DIE sich dabei, denken die überhaupt?
ich habe echo sehr gerne gelesen, hab sogar alle archviert. und ich möchte das meine sammlun weiter wächst.
also bitte echo mach weiter!
danke
melanie
> Mehmet Sel schrieb am 14.10.2004, 10:03:29 Uhr
danke dem club social ... usw, egal, thomas, du sprichst mir aus der seele. vielleicht waren wir nie geschaffen fuer dieses spiel, wahrscheinlich sollten wir von anfang an andere wege gehen sollen. echo war einfach nur zu gutglaeubig zu denken, unter einem fremden dach koennten wir auch jedes zimmer benuetzen.
ich kann mich meinen vorrednern nur anschließen: es gibt auch andere wege! vielleicht sollte echo diesen moment als chance sehen, sich neugruenden, oder nochmal von anfang an das gleiche durchmachen, egal, hauptsache echo entscheidet es selbst.
ms
ach ja, schoen mal wieder etwas von irmi zu hoeren :-)
> Club Socialismo Tropical schrieb am 14.10.2004, 0:49:05 Uhr
"If you can´t beat them, join them"
Die Kulturarbeiter des Club Socialismo Tropical protestieren heftig gegen die Streichung der Subventionen für den Jugend-, Kultur- und Integrationsverein echo durch die Stadt Wien. Die dafür gelieferten Rechtfertigungen von offizieller Seite, erscheinen zutiefst fadenscheinig und scheinen nur die politischen Beweggründe dahinter verschleiern zu wollen. Unserer Ansicht nach soll ein Verein, der immer auf seine Unabhängigkeit gepocht hat und auch vor Konfrontationen nicht zurückgeschreckt ist, nun endgültig mundtot gemacht werden. Sicheres Zeichen dafür ist die angebotene "Lösung" seitens der Stadt Wien, nur einige Mitarbeiter von echo in einen völlig unbekannten Verein, der noch keine nennenswerten Erfolge vorweisen kann, zwischen zu parken. So soll echo auf ein Abstellgleis geschoben, seiner Autonomie beraubt werden und besser kontrollierbar sein. Eine Verhöhnung für die Arbeit von echo. Eine Arbeit mit der sich auch die Stadt Wien gerne geschmückt hat.
Die wichtigste Aufgabe, aus integrationspolitischer Sicht, für die der Verein echo eine Alternative zu sonstigen jugendarbeiterischen Angeboten darstellte, war die Funktion als politische Plattform. Eine Plattform, die gerade durch die Fokussierung auf eine starke Medienarbeit die ihr gebührende Verbreitung fand, um auch als Sprachrohr gehört und gesehen zu werden. Genau das soll jetzt zum Verhängnis werden und war wahrscheinlich auch schon von langer Hand geplant. Denn echo biss bei Notwendigkeit gerne in die fütternde Hand, zeigte nur wenig vorauseilenden Gehorsam.
Wenn jetzt von den Verantwortlichen der Wiener Jugendarbeit in den Magistratsabteilungen argumentiert wird, dass das, jetzt noch stärker betonte, medienpädagogische Konzept echos nicht in die neue Strategie der Diversität passt, entblößt man unabsichtlich die eigenen Absichten. Diversität hält als Schlagwort her, um zu verdecken, dass man keine richtige politische Partizipation will. Könnte echo seine medienpädagogische Arbeit mit noch mehr Konzentration fortführen, würden Multiplikatoren mit Immigrationshintergrund ausgebildet werden. Multiplikatoren, die man derzeit in etablierten Medien und auch in sonstigen Bereichen des öffentlichen Lebens noch in zu geringem Maße findet. Multiplikatoren, die sich nicht mit Positionen zufrieden geben, die reine Quotenplätze darstellen. Multiplikatoren, die nicht nur zu immigrations- und integrationspolitischen Themen den Mund aufmachen, sondern zu allen Themen, die die Menschen in dieser Stadt, egal ob Staatsbürger oder nicht, betreffen. Sie wären dadurch Vorbilder und Meinungsmacher. Selbst wenn man dieses Anliegen elitär nennen will, dringend notwendig bleibt es trotzdem.
Es ist schon richtig, dass sich das Erscheinungsbild, die Selbstwahrnehmung und die Ziele der zweiten und dritten Generation verändert haben. Das bedeutet aber nicht, dass diese Jugendlichen (und auch Erwachsenen) keine politische Vertretung und Artikulationsmöglichkeit mehr brauchen würden. Echo hätte auf diese Veränderungen sicher die besseren Antworten gewusst und die effektiveren Lösungen angeboten als die Stadt Wien. Das schien aber nicht von Interesse zu sein. Der Vorwurf, echo hätte in der letzten Zeit zu wenig stadtteilorientierte Jugendarbeit angeboten, läuft ins Leere, wenn man sich die Entwicklung in dieser Stadt ansieht. Einige andere Vereine, vor allem der Stadt Wien einverleibte, übernehmen diese Aufgabe schon seit langem. Aber was ist mit all den Jugendlichen, die etwas darüber hinaus brauchen? Eine Arbeitsteilung der Organisationen mit einer unterstützten Vernetzung wäre da wohl zielführender gewesen. Wer keine unabhängigen, zivilgesellschaftlichen Strukturen unterstützen will, soll von gesellschaftlichen Veränderungen Richtung Gleichberechtigung schweigen.
Doch die Stadt Wien und ihre Beamten haben einen Fehler gemacht. Nicht nur, dass ihre Vorgehensweise nur als unehrlich bezeichnet werden kann, haben sie den, nun abgewürgten, Verein und seine Mitglieder auch unterschätzt. Echo entstand als selbstbestimmtes, autonomes Projekt und kann dort, aufgrund des dem Vereins innewohnenden Selbstverständnisses, jederzeit wieder zurückkehren, ja vielleicht noch attraktiver, stärker und größer werden. Wir sind uns sicher, dass die Echoten und Echotinnen andere finanzielle Mitteln aufstellen und noch radikaler für Gleichberechtigung und politische Partizipation von ImmigrantInnen kämpfen werden. Sie werden es als Chance begreifen, jetzt noch unabhängiger agieren zu können, auch ohne die Steuermitteln, miteingezahlt von den Eltern dieser Jugendlichen, die die Beamten der Stadt Wien so gerne als ihr Privatvermögen missverstehen. Der Club Socialismo Tropical unterstützt dieses Bestreben mit der allergrößten Solidarität.
Thomas Tesar (Kulturarbeiter des Club Socialismo Tropical)
> Eine anonyme Person schrieb am 13.10.2004, 19:43:38 Uhr
P.S. Warum beklagen dann die BezirksschulinspektorInnen die bislang verabsäumte Schulsozialarbeit? (Unter der Hand, versteht sich von selbst). Der integrative Brückenschlag, sprich Familienarbeit,wird mittels "Konfliktschlichtung" in den Parks absolviert. Wer sitzt wo und warum? Was mach´ma jetzt mit den konzeptiven Arbeitsaufträgen des Max Koch, atmosphärisch im öffentlichen Raum zu integrieren und die sozialarbeiterische Kompetenz zu vernachlässigen? Was hatte der noch vor einigen Jahren im Auge? Integration war es sicher nicht. Und da beginnt´s! Übrigens, die AusländerInnen- und Sozialberatungsstelle wird Ende Dezember geschlossen, nachzulesen unter www.volksgruppen.orf.at/volksgruppen.aktuell/stories.17.566/etc., Veranstaltung "Roma-Nacht", SPÖ-Mariahilf
Lt. Geschäftsführung Sozial Global, bislang für Pflege zu Hause zuständig, sei Integrationsarbeit auch durch AK und ÖGB abzudecken. Nun denn.
> dsa-insiderin schrieb am 13.10.2004, 19:01:54 Uhr
Was ist Diversität? Ein neuer plakativer Slogan, der die anhaltende sozialrechtliche Marginalisierung, die sich in der 2./3.Generation (s. Stat.Zentralamt/Ausbildungschancen)fortsetzt, löst nun den Brauner´schen politischen Symbolcharakter "des Miteinanders" und "Wir alle sind Wien"
atmosphärisch durch die kundige Frau Wehsely ab? Neueste Erkenntnis, die Integration beginnt bereits im Kindergarten(durch Erlangen der deutschen Sprache!). Bin seit Jahren im Integrationsbereich psychosozial tätig, prof. Studien wurden seit Jahren im Rathaus schubladisiert bzw. "Eigen"-sinnige (profunde)KennerInnen als bedrohlich empfunden. Die NGO-Mehrheit schweigt. Warum eigentlich? Für mich ist dieses Szenario schon seit Jahren bedenklich - welche Aufgabe hatte bislang der Wiener Integrationsfonds? Lt. einschlägiger unternehmensberaterischer Begutachtung (in Millionenhöhe) konnte diese Einrichtung hinsichtlich ihres Arbeitsauftrages (integrativer Rundumschlag!) nicht definiert werden. Seit Juni 2003 in Umstrukturierung, Budget € 6,2 Mio., davon ca. 20 % für integrationsrel. Konzepte, der Rest Sachaufwand bzw. Medienpräsenz. Das gibt halt zu denken.
> Irmi Novotny schrieb am 13.10.2004, 18:03:41 Uhr
Liebes Echo,
seit vier jahren bin ich schon in berlin, und unser kontakt ist ein bisserl dünn geworden, aber es hat mich doch immer wieder eine zeitung oder nachricht von euch erreicht, und erfreut.
im letzten sommer hab ich zufällig in der u- bahn einen kardinal- nagl- platz jugendlichen getroffen. und gleich ist er auf mich zugekommen, hat mich herzlichst begrüßt und erzählt, was er jetzt macht und wie sehr er das, was wir gemeinsam gemacht haben damals, immer noch gerne erinnert und die zeitungen zuhause immer noch aufhebt. das war eine freude!
und dann diese nachricht! ein schock.
so ganz die zeit alle komentare zu lesen, hab ich leider nicht, aber ich seh, dass da seitens der ma 13 inhaltlich allerlei begründet wird.. "spezialisierung", "spezifizierung", "stadtteilorientierung",.. nun ich kenne diese tendenzen leider auch aus berlin.
unter dem neuen schlagwort der "stadtteilorientierung" wird allerhand gestrichen an subventionen für vereine und projekte, die seit jahren etabliert sind und gute arbeit machen und im gegenzug bekommen newcomer, von denen keiner weiss, was sie eigentlich machen, ganz viel geld um was aufzubauen... argumentiert wird mit allerlei tollen formulierungen.. aber wenn man genau hinschaut geht es um politische entscheidungen, die mit inhalten nichts, aber auch garnichts zu tun haben... im gegenteil.
Auch halte ich nichts, von am reissbrett entstandenen konzepten. konzepte müssen sich meiner meinung nach durch die arbeit entwickeln, und können maximal im nachhinein aufgeschrieben/ beschrieben werden. ich halte so stadtweite neukonzipierungen für höchst fragwürdig.
es ist sicher ein bisserl anders, was da in wien gerade vor sich geht, aber im grunde wahrscheinlich doch nicht so weit weg. politisch genehme leute werden unterstützt, unangenehme unter fadenscheinigen ausreden endlich hinauskomplimentiert.
ich denke echo wird es trotzdem weitergeben. vielleicht ist es auch eine chance. ihr seid zurecht sehr bekannt bei den medien, bei der 2. und 3. generation und vielen anderen leuten die euch sicher unterstützen werden.
das projekt, bei dem ich arbeite, kann sich auch nur halten, indem es einen förderverein gegründet hat, in den hauptsächlich private leute einzahlen über deren fördergelder und mitgliedsbeiträge dann z.b. meine stelle finaziert wird. das ist einerseits ein risiko, andererseits ein wunderbares kapital. es gibt sicher auch in österreich leute, die bereit sind, euch auch finanziell zu unterstützen. und es ist inhaltlich vielleicht eine chance, wenn man endlich auch die arbeit, zb der ma 13 ganz ohne ein blatt vor den mund nehmen zu müssen, kritisch beleuchten kann..
in so einer krise steckt immer eine chance, ich bin sicher, ihr werdet sie nutzen.
wenn ich euch (aus der ferne) dabei unterstützen kann, sagt mir wie.
alles liebe,
eure irmi
> Elke Bitter schrieb am 13.10.2004, 15:42:30 Uhr
Vor fünf Jahren bin ich als Mitarbeiterin zu Echo gekommen und habe diesen Verein, die Idee dahinter und die Menschen die hier aus und ein gehen lieb gewonnen. Mittlerweile arbeite ich ehrenamtlich für Echo und setze mich im Vorstand dafür ein, dass diese Idee weiter geht auch wenn Subventionen der MA13 ab 2005 nicht mehr vorhanden sind. Einen Verein wie Echo kann man nicht seitens einer Magistratsbehörde auflösen. Wir werden Wege und Möglichekeiten finden weiter zu machen und neue Konzepte für Integration und ein menschenfreundliches Leben in einer Stadt wie Wien zu gestalten. Ich fordere hiermit auch alle, die im Forum geschrieben haben auf, mit zu machen und uns dabei zu helfen.
> Eine Echo-Freundin schrieb am 10.10.2004, 22:35:51 Uhr
Sehr geehrte Vizebürgermeisterin Grete Laska
und weitere Verantwortlichen!
Ich bin schockiert und enttäuscht über Ihre Entscheidung. Ich hoffe Sie meinen es nicht ernst.
Ich kenne Echo mittlerweile schon seit 6 Jahren. Ich wünschte zu meiner Jugend gäbe so eine Organisation. Denn viele Jugendliche, die diesen Verein besuchen, haben die Möglichkeit ihre Lebensperspektiven positiv zu erweitern. Sie lernen wichtige Persönlichkeiten kennen. Begegnen Künstler, Reporter, Botschafter, Politiker, ... usw, und die aus aller Welt.
Die Projekte sind auf die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen abgestimmt. Die letzten zwei Jahre hat die Theatergruppen zwei sagenhafte Stücke gespielt. Die Schauspieler dieser ausgebuchten Aufführungen waren unsere Jugendliche, die zuvor noch nie auf der Bühne standen. Haben Sie sich je dafür interessiert oder waren sie einer Aufführung dabei? Ich möchte jetzt nicht alle erfolgreichen Arbeiten auflisten, aber sie sollten sehen, wie notwendig Echoarbeit ist. Die Jugend, die Stadt Wien, die Gesellschaft brauchen Echo. So ein Projekt kann nicht von heut auf morgen abgeschafft, ja sogar vernichtet werden. Ich träume davon, dass meine zwei jährige Tochter auch einmal Echotin wird, und die Gelegenheit hat, für die Zeitschrift zu schreiben.
> Ömer (Saz-Kurs Teilnehmer) schrieb am 7.10.2004, 18:19:24 Uhr
Ich halte es nicht für RICHTIG an Jugendprojekten zu sparen. Man sollte die Jugend eher fördern, anstatt Vereine, die Jugendliche fördern und versuchen ihnen zu helfen, zu schließen. Außerdem gibt es meines Wissens nach kein anderes Institut, wo man so viele Aktivitäten unter einem Dach anbietet. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen der MA13 diesen begangenen Prozess endlich ein Ende geben und Echo doch in Zukunft ihre gewöhnliche Arbeit weiterführen kann...
> Reyhan schrieb am 7.10.2004, 18:10:56 Uhr
Ich, als eine Saz-kurs Teilnehmerin bin der Meinung, dass die MA13 einen großen Fehler damit begeht, einen solchen Verein wie Echo, der Jugendliche unterstützt und ihnen viele Möglichkeiten bietet zuzusperren. Die MA13 sollte sich lieber mit Vereinen beschäftigen, auf deren Arbeit "EHER" zu verzichten ist als die von Echo.
> Eine anonyme Person schrieb am 7.10.2004, 18:00:41 Uhr
Ich finde, dass es eine Frechheit von der MA 13, so einen Verein wie Echo nicht mehr subventionieren zu wollen.
> yavuz schrieb am 7.10.2004, 12:19:19 Uhr
es ist ein glück dass es so einen verein gibt,in dem sich die jugendlichen (aus aller welt) treffen und die ihre freizeiten gestalten können..wenn er zuschlisst,hinterlässt dann eine grosse lücke..
> Mehrose Mohammad schrieb am 7.10.2004, 2:13:07 Uhr
hallo leute whats up alle miteinander
ja habe gehort dass echo zu gemacht wird wegen dieser scheiss ma 13
ja habe mla gedacht wenn ich zuruckkomme werde ich euch leute besuchen kommen aber leider sieht es aus als negativ ja ich finde es eine schande von der stadt wien die sind eh ur auslander feindlich und jetzt kommen sie in den jugendvereinen und werden mit den auslanderen noch arger machen
ja ich hoffe es super wenn es nicht wird dass sie echo zumachen
ES LEBE ECHO UND PEACE AN ALLE
SCHONE GRUESSE AUS AMERIKA VON EUREN ALTEN ECHO MEMBER
MEHROSE MOHAMMAD
> Senem Cetin- eine junge Echotin schrieb am 6.10.2004, 20:42:33 Uhr
Echo gibt es fast seit 10 Jahren und sollte auch weiterhin bestehen, weil da Jugendlichen geholfen wird. Viele haben Ihre Träume dank echo verwirklichen können.Die Jugendlichen haben sehr vieles erreicht, dank vieler Auftrittsmöglichkeiten wie Musik, Tanz, Theater usw. Es gibt eine erfolgreiche Zeitung seit Anfang an, die die Jugendlichen mit erschaffen haben. Diese Zeitung beinhaltet viele Themen über Politik, Probleme von Jugendlichen, ihren erfolgreichen Erlebnissen, Comics etc. Diese Zeitung ist der Knüller und es wird einfach weiter gehen. Die Mitarbeiter hörten auf die Bedürfnisse und Probleme der Jugendlichen und holten sogar viele aus der Strasse, brachten ihnen bei wie sie was erreichen können und waren sehr erfolgreich mit ihrer Arbeit. Echo ist wie der Himmel auf Erden für Jugendliche die nicht mehr weiter wissen. Darum muss Echo weiter machen
Senem Cetin
> jan.bako@austronaut.com schrieb am 6.10.2004, 14:36:13 Uhr
Die EXISTENZ der Räumlichkeiten des Vereins ECHO trägt sehr viel zur Harmonisierung
des Stadtklimas bei. Daher sollte nicht darüber diskutiert bzw. sinniert werden wie oder von wem diese Einrichtung übernommen werden kann, sondern welche weiteren Objekte bzw.
Vereine müssen geschaffen werden, um die ECHO-Grundidee mit den bestehenden Hilfsorganisationen bzw. Vereinen sinnvoll zu verknüpfen und so mit den bestehenden Systemen zu harmonisieren.
> Emrah schrieb am 6.10.2004, 13:46:24 Uhr
Echo ist seit einigen Monaten so etwas wie ein zweites Zuhause für mich geworden. Mal abgesehen davon, dass ich hier Musikunterricht nehme, habe ich hier viele neue gute Freunde gefunden.
Ich finde den Spruch von Herrn Hollos in gewisser Weise nicht menschlich, zu meinen: Nicht dass wir euch nicht finanzieren können, wir wollen es nicht!
Und wenn wir schon mal von der Menschlichkeit sprechen, was soll mit all den Leuten werden, die jahrelang ihre Kräfte investiert haben??
> Mario schrieb am 6.10.2004, 12:17:22 Uhr
Unmegen an Geld werden irgentwo in Wien oder im Ausland von den Politikern oder der gleichen gebunkert aber einen Verein für die "Erhaltung" der Jugend zu sponsern für das habt ihr kein Geld,aber für unnütz viele Autos für das hat ein jeder MA "Futzi" Geld aber Die Jugend zu unterstützen und vorallem ihnen eine anständige Zukunft zu geben und aus ihnen etwas (in der zukunft) zu lernen an das denkt ja keiner.Frage:Was wird aus diesen Menschen die das RECHT auf Leben haben(und damit meine ich NICHT ÜBERLEBEN) nun machen?Unter der Brücke pennen oder sich mit Drogen oder mit derartigen Arzneimittel vollpumpen die ihnen dann das Leben kostet?MA!!! DENKT UND HANDELT DOCH BITTE FÜR ECHO UND AN DIE MENSCHEN, DENN ECHO IST ZUKUNFT!ECHO IST LEBEN FÜR DIE JUGEND DIE KEIN ZU HAUSE HABEN!"
> Josef Hollos schrieb am 6.10.2004, 11:09:22 Uhr
Lieber Bülent, wenn mir das DU noch gestattet bleibt, wir kennen uns tatsächlich schon sehr lange, um um den Brei herumreden zu müssen. Trotzdem muss ich darum ersuchen, meine Ausführungen etwas später darlegen zu dürfen, da ich auf der einen Seite auf die Antwort von ECHO warte, wie dort auf die Angebote (Weiterführung des Projektes ECHO bei ICE etc.) der Stadt reagiert wird, auf der anderen Seite muss ich einige ruhige Minuten außerhalb meiner Dienstzeit abwarten, damit ich so antworten kann, dass alles klar, aber keineswegs polemisch ist. Ich bitte also um etwas Geduld.
> Harun schrieb am 6.10.2004, 0:13:15 Uhr
Vorerst will ich mal sagen dass ich mich über das Kommentar von Herrn Öztoplu gefreut hab und schon seit einigen Tagen auf SEIN Kommentar gewartet hab bevor ich auch kommentiere.
Ich kenne Echo schon seit ca. 3-4 Jahren, war einer der ersten Saz Kurs Teilnehmer in Echo. Ich beobachte seither Echo, seine Aktivitäten und Projekte und bewundere sie. Als ich von den Medien erfuhr, dass Echo subventionelle Probleme hat war ich sehr traurig.
Einen so bewundernswerten Verein dürfen die Wegen nicht versperrt werden. Insbesonders die Jugendlichen der 2. und 3. Generation haben so einen Verein nötig...
Wurde eigentlich gründlich überlegt was mit den "hunderten" Jugendlichen passieren soll, die bald kein "2. zu Hause" mehr haben, geschweige denn mit den restlichen Mitarbeitern, bei denen "VERSUCHT" wird eine Lösung zu finden?
Die Frage geht an sie Herr Hollos!!!
Lasst ECHO weiterhin ein Vorzeigeprojekt der Stadt Wien sein!
Mfg Harun
> Bülent Öztoplu schrieb am 5.10.2004, 22:26:20 Uhr
Ich glaube, dass es Zeit ist, dass ich zu den Aussagen von Herrn Hollos Stellung beziehe.
Sehr geehrter Herr Hollos!
Es wäre sehr freundlich gewesen, wenn Sie uns eine gleichwertige Diskussion, wie Sie sie auch hier im Forum führen, direkt angeboten hätten. Sie selbst haben im Forum einen gangbaren Weg für alle Beteiligten angekündigt.
Es ist nicht konstruktiv, dass Sie mit Ihrem Team uns unter bürokratischen Druck setzen und uns ständig mit Forderungen konfrontieren, aber gleichzeitig einen gangbaren Weg vorschlagen. Es wäre eleganter gewesen zuerst gemeinsam Lösungen zu diskutieren, anstatt ein Problem zu verursachen und sich dann in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.
Wir müssen einerseits unsere Kräfte dahingehend konzentrieren, um alle formalen Forderungen der MA 13 zu erfüllen, wie zum Beispiel die Kündigung aller Angestellten, das Abhalten unzähliger Sitzungen und die Absicherung von arbeitsrechtlichen Punkten. Aber andererseits sehen wir uns gezwungen zu den Äußerungen, die Sie in der Öffentlichkeit tätigen Stellung zu beziehen. Aber wir werden auch diese schwierige Situation meistern.
Herr Hollos, in welchem Gremium und in welchen demokratischen Diskussionsprozessen, führen Sie seit zwei Jahren Gespräche mit Echo? Oder meinen Sie die Gespräche mit Echo, in denen Sie Ihre Wünsche und Forderungen übermittelt, aber Echo nie eine Mitentscheidungsmöglichkeit gegeben haben?
Wann sind wir mit Jugendeinrichtungen zusammengesessen und haben über einer Neuorientierung der Jugendarbeit diskutiert?
Ich erinnere mich nur an ein Treffen zum Thema Diversitätspolitik der Stadt Wien mit verschiedenen Jugendeinrichtungen, in dem alle gesagt haben, dass sie seit jeher in diese Richtung arbeiten und keiner mit der Diversität Probleme hat. Die MA 13 hat Echo daraufhingewiesen, dass der Begriff der zweiten und dritten Generation in der heutigen Jugendarbeit nicht mehr relevant sei. Es wurde uns empfohlen diesen Begriff wegzulassen, um nach außen eine bessere Optik für die neue Diversitätspolitik der Stadt Wien zu signalisieren.
Echo hat seine Meinungen dahingehend geäußert, dass es nicht nur um Begrifflichkeiten geht, sondern auch um die realen Bedürfnisse und Probleme der zweiten und dritten Generation. Es ist daher noch immer notwendig dieser spezifischen Zielgruppe eine eigenständige Plattform anzubieten. Dadurch werden Betroffene zu Selbstengagement motiviert, um an einen freiwilligen und bewussten Integrationprozess teilnehmen zu können. So viel ich weiss sollten diese Diskussionen weitergeführt und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden. Es gibt Protokolle. Warum hat man uns das nicht ermöglicht, oder haben wir etwa sämtliche Termine verpasst?
Oder meinen Sie Ihre internen Gespräche, die seit 2 Jahren laufen mit dem Ziel, das Echo nicht mehr in dieser Form weiterbestehen soll - es ging nur darum uns zum richtigen Zeitpunkt am 13.09.2004 Ihre Vorgangsweise mitzuteilen.
Ich habe das Gefühl Herr Hollos, dass Sie versuchen die Entwicklung der Ereignisse so darzustellen, die nicht der Wahrheit entspricht.
Mein Team und ich sind der Meinung, dass eine Neuorientierung der Jugend- und Integrationsarbeit für die zweite und dritte Generation notwendig ist und unbedingt mit allen Einrichtungen gemeinsam neue Konzepte erarbeitet werden müssen, weil ein Großteil der Jugendeinrichtungen mit dieser Zielgruppe konfrontiert ist.
Was haben wir in dieser Hinsicht bereits erreicht, wo ist noch Bedarf? Was ist mit der Diversität, die sozial und kulturell im Alltag erlebt werden muss? Wenn wir Diversität in öffentlichen Dienstleistungen eingliedern wollen, was passiert mit der Eigenständigkeit oder dem Selbstengagement der Betroffenen, die unterstützt und gefördert gehören?
Welche gemeinsamen Erfolge und Ziele können wir in der Öffentlichkeit präsentieren?
Wir gehen davon aus, dass wir der einzige Verein sind, der von dieser Vorgangsweise betroffen ist.
Ich habe genug Diskussionsmaterial, das ich gerne mit Ihnen in der Öffentlichkeit diskutieren möchte. Es steht für uns fest, dass es eine politische Entscheidung war den Verein Echo dorthin zu bringen, wo er heute ist – der Verein muss um seine Existenz kämpfen.
Sie sind der Meinung, dass unser neues Konzept "medienpädagogische Jugendarbeit" nicht passend und eigenständig finanzierbar ist, obwohl dieses Konzept aufgrund des Wunsches der Vizebürgermeisterin Laska und MA 13 entstanden ist. Monatelang war allen bewusst, dass wir uns in diese Richtung vorbereiten. Jedoch wurden wir weder inhaltlich begeleitet noch vorgewarnt, dass mit diesem Vorhaben Schwierigkeiten in Bezug auf die Existenz des Vereins entstehen könnten. Das Gegenteil war der Fall. Jetzt dient dieses Konzept zur Rechtfertigung dafür, dass Echo Subventionen gestrichen werden.
Ich erinnere mich an Gespräche mit Ihrer Sachbearbeiterin, die uns mitgeteilt hat, dass es erst einen Diskussionsprozess geben wird, wenn wir unsere Eckpunkte für das Jahr 2005 festlegen. Wir haben uns an diese Vereinbarung gehalten. Wann hat der Diskussionsprozess mit Ihnen stattgefunden Herr Hollos? Wir verstehen unter Diskussion einen demokratischen Prozess und nicht einen Vernichtungsbescheid, den wir letztendlich von Ihnen erhalten haben.
Warum haben Sie uns zu diesem neuen Konzept motiviert und animiert, wenn von vornherein klar war, dass wir keine Subventionen mehr erhalten? War das ein Teil unseres gemeinsamen Entscheidungsprozesses oder ein Teil Ihres Konzeptes uns in einen anderen Verein einzugliedern?
Sie werfen uns vor, dass wir die Termine nicht zeitgerecht eingehalten haben. Unsere Fakten sprechen etwas anderes! Was ist mit den Terminen, die für eine Neuorientierung gemeinsam mit ECHO und anderen Einrichtungen hätten stattfinden müssen?
Nach 10 jähriger Arbeit sollen wir in kürzester Zeit – 48 Stunden – über die Zukunft des Vereins entscheiden? So, wie Sie es wünschen, Herr Hollos.
Wo ist die Partizipation, die Sie meinen? Warum diese Eile Herr Hollos?
Mit grossem Respekt an Sie Herr Hollos! Wir kennen uns sehr lange und wir wissen, wo die Wahrheit liegt. Wir müssen über die wahren Beweggründe reden, weshalb der Verein Echo keine Subventionen mehr bekommt. Leider hören wir seit Jahren über hundert Ecken, das Echo für Sie und Ihrem Team ein Problem darstellt.
Dennoch sieht der Verein Echo diese schwierige Situation als eine Herausforderung für die zukünftige Jugend- und Integrationsarbeit im Rahmen der neuen Diversitätspolitik. Es wird mich sehr freuen mit Ihnen eine Diskussion einzugehen, in der wir unsere Fakten auf den Tisch legen können.
Ich glaube, dass es einen allgemeinen Aufklärungsbedarf über die Vorgangsweise der MA 13 mit eigenständigen Einrichtungen in der Sozialarbeit geben muss. Ist das ein gangbare Weg Herr Hollos?
Den Termin überlasse Ihnen.
Mit freundlichen grüssen
> einfaches mitglied... schrieb am 5.10.2004, 21:25:53 Uhr
kannst du bitte deine wut dort auslassen, wo sie hingehört..und dort deine aufklärung leisten; du beleidigst die falschen personen, armer besserwisser! ich finde es einfach gut, dass herr hollos sich zu wort meldet und ab und zu kann man aus seinen aussagen etwas ableiten, was der wahrheit entsprechen könnte...
> es lebe die wiener DEMOkratie schrieb am 5.10.2004, 16:36 Uhr
Ooooch du armes, armes einfaches mitglied mit solch einer schlichten vorstellung von demokratie!
ich schätze mal, du lebst schon lange in dieser stadt und hast dich einlullen lassen von politischem gelaber. darf ich dich demokratisch kurz aufklären:
NICHT überall, wo gesprochen wird, wird diskutiert!
NICHT alles, was politiker sagen, spiegelt ihre meinung wider!
NICHT weil es probleme mit echo gibt, bekommt der verein ICE das budget!
JA, es gibt probleme - rate mal, wo sich die befinden ...
*denken ist allen erlaubt - manchen bleibt es erspart!*
Partizipatorische Jugendarbeit ist NICHT erwünscht in dieser Stadt - denn Jugendliche könnten ja selbstbewusst werden und auf die Idee kommen, dass diese STADT AUCH IHNEN GEHÖRT!
> Hakan schrieb am 5.10.2004, 16:24:49 Uhr
ECHO sehe ich als einen Ort, wo Jugendliche verschiedener Nationen einander finden und gemeinsam an Projekten mitarbeiten.
Ich habe Echo auch über ihre Veranstaltungen kennengelernt und finde es sehr schade dass solche Projekte nicht mehr unterstützt werden.
Ich finde es auch eine Frechheit dass so ein Verein, wo jahrelang hunderte Jugendliche und etliche Mitarbeiter ihre Kräfte investiert haben „von einem Tag auf den anderen“ geschlossen werden soll und deren Arbeit sogar als unnötig bezeichnet wird. So eine Entscheidung ist sicher nicht nur EINE sondern VIELE Überlegungen Wert!!!
> Müslüm schrieb am 5.10.2004, 16:24:14 Uhr
Ich betrachte ECHO als eine Art „Kunstzentrum“, wo viele qualitative Projekte seit Jahren geleitet werden.
Ich, als ein aussenstehender Musiklehrer (Saz-Lehrer), habe bisher an vielen Projekten von Echo teilgenommen und manche sogar mitgeleitet.
Falls die Türen Echos nicht mutwillig geschlossen werden, bin ich mir sicher, dass Echo in Zukunft mehrere angesehene, große und qualitative Projekte auf die Beine stellen wird.
Ich stehe vollkommen hinter Echo und hoffe, dass dem Verein nicht „grundlos“ das weiterarbeiten verhindert wird.
> Elke Bitter schrieb am 5.10.2004, 16:15:02 Uhr
Lieber Herr Hollos!
Sie erinnern sich bestimmt an unser Gespräch bei der MA13 am 13.09.2004 bei dem Sie uns mitteilten, dass Echo in der Form wie bis jetzt nicht mehr finanziert werden würde.
Bedenklich fand ich nicht zuletzt auch die Tatsache, dass ihrerseits keine inhaltliche Begründung dieser Entscheidung oder eine Diskussionsbereitschaft gezeigt wurde. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es bei der Echo Arbeit nicht, wie Sie in Ihrem letzten Kommentar schreiben um Stadtteil- oder Bezirksbezogene Arbeit geht. Wichtig an dieser Institution war und ist vor allem ihr gesellschaftspolitisches Engagement und damit im Zusammenhang ihr Auftrag einem Teil unserer Gesellschaft zu einer besseren Stellung und Akzeptanz zu verhelfen. Wie wir wissen und wie Sie auch unserem Konzept bzw. wissenschaftlichen Studien zum Thema zweite Generation entnehmen können, haben viele Jugendliche dieser Gruppe nicht die gleichen chancen wie österreichischstämmige Jugendliche oder junge Menschen.
Für einen Verein wie Echo, gibt es nach wie vor Handlungsbedarf und den möchten wir auch ab 2005 angehen können.
> einfaches mitglied schrieb am 4.10.2004, 18:51:05 Uhr
ich finde es ganz toll,dass sie sich, herr hollos zu wort melden, und bitte sie dies weiterhin zu tun, denn das ist demokratie...
> SR Mag. Josef Hollos, MA 13-Landesjugendreferat schrieb am 4.10.2004, 13:35:28 Uhr
Verein Echo – die Sichtweise der MA13-Landesjugendreferat in der Chronologie
Status ante und Status quo auf Basis der Faktenlage
Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren laufen zwischen der MA 13–Landesjugendreferat und dem Verein Echo Gespräche über die zukünftige Ausrichtung des Projektes und dessen Positionierung in der Wiener Jugendarbeit. Diese basierten auf der Entscheidung der Stadt Wien, sich von dem in den 90er Jahren vorherrschenden Gedanken der Integration (eine Minderheit in eine Mehrheitsgesellschaft zu integrieren) auf den Ansatz der Diversität, nämlich die umfassende Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund in alle Bereiche der Stadt, umzuorientieren. Die außerschulische Jugendarbeit in Wien ist hier Vorreiterin und setzt diesen Ansatz konsequent seit Jahren um.
Anfang der 90er Jahre war die Wiener Jugendarbeit von großen Umstrukturierungen geprägt. Neben den stationären Jugendzentren der 70er /80er Jahre entwickelten sich mobile und aufsuchende Kinder- und Jugendarbeitsprojekte, welche die Zielgruppe dort anspricht, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhält: Im öffentlichen Raum, in Parks, auf Plätzen. Die neuen Angebote veränderten die Landschaft in der Wiener Jugendarbeit grundlegend – Echo, das ursprünglich einen Schwerpunkt im Verein Wiener Jugendzentren darstellte, wurde aus den Jugendzentren herausgelöst und als eigenes Projekt im Rahmen eines eigenständigen Vereins mit entsprechenden Subventionen weitergeführt .
Die sich verändernde Jugendszene berücksichtigend haben sich während der letzten 10 Jahre auch die Struktur und die Angebote der Wiener Jugendarbeit rasant weiterentwickelt, und in ganz Wien gibt es nunmehr ein flächendeckendes Netz an Angeboten seitens der Stadt subventionierter Vereine, die von der MA 13–Landesjugendreferat koordiniert und in ihrer Arbeit aufeinander abgestimmt werden.
Die Einrichtungen und Projekte des Vereins Wiener Jugendzentren, die Mobile Jugendarbeit, die Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit, Streetwork und die Vereine und Projekte der animativen, freizeitpädagogischen Betreuung – „Parkbetreuung“ - haben sich außerordentlich bewährt, da die Angebote für Kinder und Jugendliche immer dort stattfinden, wo die Betroffenen sich aufhalten. Die Bedarfsorientierung der vielfältigen Betreuungsangebote ist auch aus dem Beteiligungsprojekt im 10. Bezirk zur Umgestaltung des Arthaberbades in einen Jugendtreff ersichtlich - nur ein aktuelles Beispiel von vielen, bei welchem die jungen Menschen zur aktiven Planung und Mitgestaltung eingeladen wurden. Beinahe alle Angebote der MA 13-Landesjugendreferat sind bedarfs- und stadtteilorientiert und damit maßgeschneidert für die jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppen. Insgesamt gibt es derzeit 50 ganzjährige Projekte in Wien, die Kinder und Jugendliche außerschulisch betreuen und begleiten. Im Rahmen der Parkbetreuung werden auf 120 öffentlichen Flächen (vorrangig Parkanlagen) Kinder und Jugendliche freizeitpädagogisch betreut.
Wir brauchen bei individuellen Problemen der Kinder und Jugendlichen - ob sie hier geboren oder zugewandert sind - maßgeschneiderte Lösungen. Dabei gilt es, verschiedene kulturelle Bedürfnisse und Kompetenzen nicht nur zu berücksichtigen, es geht darum, sie nachhaltig zu fördern und im Sinne aller Wienerinnen einzusetzen.
Der Gedanke der Diversität zieht sich durch all diese Projekte des Regelbetriebs der Jugendarbeit und es ist auch selbstverständlich, dass die Teams multikulturell besetzt sind. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Vereinen, Einrichtungen und Projekten beträgt mittlerweile zwischen 50 und 99 Prozent. Das heißt, im Rahmen all dieser Projekte ist eine Betreuung von Jugendlichen der 2. und 3. Generation beinhaltet, ohne dies explizit zu betonen.
Die geänderte Situation machte auch eine Umorientierung einst innovativer Projekte nötig, da deren Angebote nicht immer zeitgemäß sind und nicht immer den neuen strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen entsprochen haben. Auch Echo sollte neue, den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechende Angebote wie etwa verstärkte Arbeit im öffentlichen Raum setzen und diese auch in einem Konzept festhalten. Die diesbezüglichen Gespräche der letzten zwei Jahre zeigten aber, dass der Verein offensichtlich nicht an einer Umorientierung interessiert war.
Selbst dem Bericht des Kontrollamts vom April 2004 ist unter anderen Kritikpunkten zu entnehmen, dass Echo seine Leistungsschwerpunkte verschoben hat und dadurch – entgegen den Interessen der Stadt – ab 2001 ein Rückgang der Streetworkerkontakte zu verzeichnen war. Das Ersuchen der MA 13–Landesjugendreferat an den Verein Echo, stadtteilbezogene Aktivitäten zu setzen, wurde zwar in mehreren Sitzungen mündlich zugesichert und schriftlich festgehalten, aber dann nicht umgesetzt. Termine, zu denen neue Konzepte vorgelegt werden sollten, wurden nicht eingehalten. Nach mehrmaligem Urgieren des neuen Konzeptes (erster Abgabetermin Anfang Dezember 2003) seitens der Fachabteilung MA 13–Landesjugendreferat und nach Gesprächen auf politischer Ebene wurde das bereits früher bestehende Konzept Ende Februar 2004 übermittelt.
Der Verein Echo sicherte in weiterer Folge im März 2004 in einem Gespräch erneut zu, das Profil für die Arbeit bis Mitte des Jahres zu überarbeiten. Aus diesem Grund wurden auch die Subventionen für die ersten drei Quartale zugesichert. Echo schrieb in seinem Subventionsansuchen, welches im Gemeinderat genehmigt wurde, dass ein neues, bedarforientiertes medienpädagogisches Konzept vom Verein erarbeitet wird. Im Gemeinderat wurde daraufhin auf Basis des Motivenberichts der MA 13–Landesjugendreferat beschlossen, dass sich im letzten Quartal aufgrund der geplanten Veränderungen strukturell, inhaltlich und finanziell Änderungen ergeben können.
Nachdem bis Mitte Juli kein Konzept seitens Echo eingelangt ist, wurde der Verein am 12. Juli 2004 schriftlich aufgefordert, das entsprechende Papier bis zum 16. August vorzulegen. Dieses wurde zeitgerecht mit dem Zusatz, der Verein Echo stünde erst ab September 2004 wieder für Gespräche zur Verfügung, abgegeben. Aufgrund der Subventionszusage für die ersten drei Quartale musste bis Mitte September eine Entscheidung bezüglich der zukünftigen Ausrichtung des Projektes getroffen werden, um die finanziellen Mittel des letzten Quartals zielgerichtet auszahlen zu können. Dieser Tatsache waren sich sowohl die MA 13–Landesreferat als auch der Verein Echo bewusst. Das nun vorliegende Konzept hat eine medienpädagogische Ausrichtung, und entspricht damit der Kernkompetenz des Projektes Echo. Um diese Angebote im Interesse aller Jugendlichen bestmöglich umsetzen zu können, wurde seitens der MA 13–Landesjugendreferat nach einer Struktur gesucht, in der die medienpädagogische Arbeit des Projektes Echo seinen Platz finden kann. In der Weiterführung des Projektes Echo unter der Trägerschaft des ICE (Internet Center for Education–Vienna) wurde die optimale Lösung gefunden. Neben Synergieeffekten kann auch eine neue Zielgruppe, nämlich alle Wiener PflichtschülerInnen, deren Eltern und LehrerInnen, erreicht werden.
Die MA 13-Landesjugendreferat koordinierte den ersten für Echo möglichen Termin, um den EntscheidungsträgerInnen des Vereins das Angebot für die Weiterführung des Projekts zu übermitteln. In dieser Sitzung wurde über das Angebot diskutiert. In einem als Entscheidungsgrundlage vorgesehenen Protokoll, das dem Verein nach der Sitzung übermittelt wurde, erfolgte eine umfassende Darstellung der vom Landesjugendreferenten vorgebrachten Punkte.
Seitens der MA 13–Landesjugendreferat wurde folgendes Angebot gemacht:
- Die MA 13–Landesjugendreferat bietet dem Projekt ECHO an, sich per 1.1. 2005 unter die Ägide des Vereins ICE zu begeben, wo bereits ein großer Teil der medienpädagogischen Projekte der Stadt zusammengefasst werden konnte und wo sich für Echo neue zusätzliche Zielgruppen im Rahmen des Bildungsnetzes der Stadt und somit auch neue interessante Aufgaben ergeben werden. Das Landesjugendreferat ist überzeugt, dass diese herausfordernde Aufgabenerweiterung mit neuen Zielgruppen und neuen Kooperationen auch die Zustimmung von Echo finden wird, zumal zwischen Echo und Landesjugendreferat Übereinstimmung besteht, dass sich die noch vor rund zehn Jahren akuten Bedürfnisse der Stadt nach Integrationsarbeit verändert haben und dass nunmehr für diese Arbeit ganz andere Kriterien gelten.
- Dem Verein Echo wird angeboten, das Projekt Echo unter dem Dach von ICE per 1.1.2005 als eigenständiges Projekt unter dem Projektleiter Hr. Bülent Öztoplu und mit zwei weiteren Mitarbeiter/innen weiterzuführen. Ein/e dritte/r Mitarbeiter/in würde ihre/seine Anstellung direkt beim ICE finden. Dies bedeutet eine Übernahme von 4 der 8 MitarbeiterInnen des bestehenden Projektes. Die Stadt hält es für wesentlich festzuhalten, dass damit das Fortbestehen des Projektes Echo, wenn auch bedingt durch die Zielgruppenerweiterung in etwas veränderter Form, gesichert ist, und dass ein Mitwirken von Echo an der medienpädagogischen Gesamtkonzeption in ihren Interesse ist.
- Die vom Verein Echo derzeit angebotenen sonstigen jugendkulturellen Angebote sollen in anderen Einrichtungen der Stadt im Sinne der synergetischen Vorgangsweise in der Jugendarbeit fortgeführt werden. Für jene Mitarbeiter/innen, die in diesem Bereich aktiv sind, wird seitens der MA 13–Landesjugendreferat gezielt versucht werden, mit ihren Aktivitäten in anderen Einrichtungen eine neue Wirkungsstätte zu finden oder für sie selbst eine neue Anstellung zu finden.
- Der Verein Echo erhielt seitens der Stadt Wien immer Subventionen für die Durchführung von Projekten und Angeboten. Einige dieser Angebote sollen im Zuge der strukturellen Neuorientierung inklusive der dafür benötigten MitarbeiterInnen nun - basierend auf dem medienpädagogischen Konzept des Vereins Echo - beim Verein ICE-Vienna angesiedelt werden.
- Unabhängig von diesem Angebot der MA 13–Landesjugendreferat steht es dem Vorstand des Vereins Echo offen, den bestehenden Verein weiterzuführen. Die Stadt Wien kann und will hier im Sinne der Meinungsvielfalt nicht eingreifen.
Das Projekt Echo akzeptierte fristgerecht die neue Situation und arbeitet seither gemeinsam mit allen Beteiligten an der neuen Struktur und der Neukonzeption des Projekts beim neuen Trägerverein ICE Vienna.
> Eine anonyme Person schrieb am 4.10.2004, 10:49:51 Uhr
Ich verstehe die ganze sache immer noch nicht..... jemand hat oben geschrieben man sollte eben bei solchen Projekten nicht sparen!! Genau das meine ich und tausende andere jugendliche auch... außer dem dass die arbeit von den letzten 10 jahren nicht geschätzt wird ist auch nicht normal!!!
> Josef Hollos schrieb am 3.10.2004, 20:22:02 Uhr
Trotz dessen, dass man mir vorhält bzw. mir in nicht gerade freundlichem Ton empfiehlt, dass ich mich lieber in meine Akten vertiefen oder mich ganz vertschüssen soll, anstatt das ECHO-Forum zu lesen und dort Weisheiten von mir zu geben, ein letztes Kommentar: Das Landesjugendreferat versucht, mit allen Projektträger/innen, die bei der MA 13 um Subvention ansuchen, fair und transparent umzugehen. Da macht ECHO keine Ausnahme; schnelle oder einsame Entschlüsse gibt es nicht; und ohne vorherige Gespräche gibt es schon gar nichts. Ich verstehe so manche Stimme im Forum samt der dazugehörigen Betroffenheit; man möge jedoch auch verstehen, dass sich in der Jugendarbeit auf der einen Seite Bedürfnisse und Bedarfslagen laufend verändern, auf der anderen Seite von uns verlangt wird, auf diese Veränderungen entsprechend zu reagieren. Das hat jetzt einmal nichts mit Politik zu tun. Das verlangt schlicht von allen Flexibilität (Stadtteilorientiertheit, Bedarfsorientiertheit etc.) und der Rahmen, in welchem wir uns bewegen können, ist nicht endlos erweiterbar. - In diesem Sinne habe ich das gesagt, was ich sagen konnte, und ich danke, dass ich das im Forum tun durfte. Um nicht Personen in ihrem Engagement weiter zu reizen, ist es wohl besser, von nun an "still" zu bleiben.
> echo braucht man schrieb am 3.10.2004, 14:05:24 Uhr
und das echo muss immer gehört werden es ist auch eine stimme
> ms schrieb am 3.10.2004, 2:56:49 Uhr
ECHO wird keine Subvention mehr erhalten? Warum?
Weil man nicht mit ECHO ins Klare gekommen ist ... Wieso nicht?
Weil "es ist nicht unsere (MA 13 - Landesjugendreferat) Aufgabe ist, Schmutzwäsche auszubreiten" .. ?? Welche Schmutzwäsche?
Darüber redet Niemand. Will Niemand reden. Warum erwähnt man es dann? Schließlich müssen wir uns alle hier im Forum gleichzeitig den Vorwurf gefallen lassen, naiv zu sein, und es würde von "Unverständnis bzw. Einseitigkeit" zeugen, wenn wir hier unsere Meinung abgeben. Obwohl sich unsere Meinung hier im Forum mit Ihrer, sehr geehrter Hr. Hollos deckt, daß "die Stadt Wien mehrere solcher Institutionen möchte" .. und braucht?!
Tja, nun haben wir diese "Institution" ECHO, aber man möchte ihm den Hahn abdrehen. Vielleicht liegt es ja gar nicht am Verein, sondern an den Angestellten ... Aber in diesem Falle hätte man nicht vorgeschlagen, vier der Jugendarbeiter zu übernehmen. Gut, also dann liegt es vielleicht an den Projekten von ECHO? Nein, Moment mal, das kann es ja auch nicht sein, schließlich sollen die erwähnten vier Personen ausdrücklich die Zeitschrift echo weiterführen. Eben dort, unter einem anderen Dach. Einem neuen Dach. Ein Verein, der neu gegründet wurde. Von der Gemeinde Wien. Ein Verein, von dem Niemand etwas gehört hat. Ein Verein, der noch nicht mal irgendwelche Erfahrung vorweisen kann.
Na gut, also, es liegt nicht an den Jugendarbeitern. Es liegt auch nicht an der Seele unseres Vereines, der Zeitschrift. Ergo liegt es an den Jugendlichen .. ? Liegt es an unserem Verein? Vielleicht sind wir ja zu zentral? Stört sie unsere Lage? Der Bezirk? ... Sind wir gar ihrem neuen Verein zu nahe?
Das alles kann es ja wohl nicht sein, oder? Hr. Landesjugendreferent Hollos, was ist es? Worüber wollen Sie uns weiterhin im Dunklen lassen. Sollen wir dumm sterben? Naiv und einseitig unser Leben weiterführen? Oder werden Sie endlich die angesprochene Schmutzwäsche ausbreiten. Also, bitte, hören Sie auf Andeutungen in den Raum zu stellen, aber gleichzeitig zu sagen, daß hier "es zum Lesen leider nur das gibt, was von "anderer" Seite kommt.". Dabei sind Sie hier der Einzige, der sich der Diskussion stellt. Genauso fordere ich also Bülent auf, seine Sicht der Dinge auch hier darzulegen.
Oder Fr. Vzbg. Laska, werden wir endlich erfahren, wofür unsere Steuergelder verwendet werden? Für neue, innerparteiliche Ideen, von denen jetzt schon viele behaupten, es handle sich nur um einen "Versorgungsbetrieb der SPÖ"? Oder um damit Schmutzwäsche zu waschen? .. Und ich dachte, in öffentlichen Stellen habe alles transparent zu sein.
Tja, alles läuft darauf hinaus, was yusuf bereits geschrieben hat. ECHO ist einfach zu souverän, zu unabhängig, also muss man ihm ... die Subvention verweigern.
Und die Zeitschrift unter die Ägide eines Magistrates stellen. Schließlich braucht der neugegründete Verein ICE schelle Erfolge. ... oder vielleicht nur eine Rechtfertigung für seine eigene Subvention? Ist es das?
Selbstverständlich werden wir alle die Entscheidung der betroffenen Arbeitnehmer respektieren. Schließlich geht es auch um ihre Existenz. Sie sind nur zwischen die Fronten geraten. Sie können am wenigsten für den Konflikt. Aber die Zeitschrift echo sollten wir niemals herausgeben, egal wer es möchte. Wir haben nicht umsonst mehr als elf Jahre gekämpft. Wir haben nicht umsonst Schweiß und Tränen vergossen. Nicht umsonst unsere freien Tage und so manche Nächte geopfert. Wir haben uns nicht umsonst mit allen möglichen politischen Strömungen, eingetragenen Parteien und Institutionen angelegt. Das alles haben wir uns doch nicht angetan, nur damit ein Magistrat es freibeutern kann. Auf keinen Fall! Falls der Verein ECHO die Zeitschrift echo weggeben sollte, wäre es ein Verrat an sämtlichen Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Geschichte ECHOs. An unseren Idealen und unserem Engagement. Dann würde es wirklich zu einer Revolte kommen. Dann wird es wirklich unbehaglich.
Mein Name ist Mehmet Sel. Ich habe mehr als neun Jahre in und mit ECHO verbracht. Ich war zwischenzeitlich bezahlter Jugendarbeiter, aber immer im Dienste der Jugendlichen. Und ich denke, Politiker sind im Dienste der Bürger. Wenn ECHO Geld braucht, dann möchte es nicht das Geld der MA 13, sondern das Geld, daß unsere Eltern seit Jahren mit ihren Steuern einzahlen.
In diesem Sinne wünsche ich mir hier weiterhin ein offenes und demokratisches Forum. Und bitte JEDE/N BeteiligteN und UnbeteiligteN hier um seine/ihre Meinung, Vorschläge, Kritik und Rechtfertigung.
Ach ja, im übrigen denke ich, wenn der Tag gekommen ist, an dem ECHO nicht mehr gebraucht wird, dann wird (und sollte) es ECHO als erster erkennen.
> Deniz schrieb am 2.10.2004, 17:14:09 Uhr
Als ich das erste mal das Echo besuchte, wurde ich mit offenen Armen und Türen empfangen.
Vohrer besuchte ich bereits sämtliche Jugendzentren und Vereine. Doch das Echo war damals bereits etwas anderes als der Rest der üblichen sozialen Einrichtungen für mich. Schimpfen wahr nicht erlaubt !
Also gewöhnte ich es mir dank dem Echo Team ab !
Streit wahr verboten also lernte ich zu diskutieren.
Rauchen wahr nicht erlaubt, also wurde ich Nichtraucher . Tiere waren verboten also wurde ich ein Mensch ! Als Stein kam ich, als geschliffener Diamant werd ich gehen.
> sasa schrieb am 2.10.2004, 14:39:50 Uhr
es ist schade das so ein verein geschlossen wird,nach so viel jahren arbeit, das dieser verein für jugendlicher diese chance haben sich dort fort zu bilden,und mögliche hilfsmittel für ihre zukuft die sie nicht privat haben ferwenden können.
> anonymer aus der mobilen jugendarbeit schrieb am 1.10.2004, 21:11:32 Uhr
komme auch aus dem kreis der mobilen jugendarbeit und möchte verkünden, dass auch einige von uns mobil machen wollen; dass was mit echo passiert betrifft uns alle; wir sozialarbeiter mit all unserem engagement und eh schon unterbezahlten jobs brauchen uns nicht auch noch so etwas gefallen lassen; diese entscheidung der ma 13 war nicht gut überlegt..darf mich leider auch nicht outen
> sabine wieser schrieb am 1.10.2004, 21:06:12 Uhr
eine schande für die stadt...
mindestens 25 wähler weniger für die spö allein von meinem freundeskreis!!!
wien hat kein echo verdient...
> Monika schrieb am 1.10.2004, 17:18:19 Uhr
Liebe Echoten,
Mit oder ohne die MA13 wird ihr eine genau so gute Arbeit machen wie bis jetzt!
Wenn Mag. Hollos in seinem Statement von Fakten spricht versucht er anzudeuten, ECHO kann nicht genug Leistung vorweisen, um sein Weiterbestehen zu rechtfertigen.
Und ich frage mich: noch mehr Leistung?!? Welcher Jugendverein kann so viel Leistung vorzeigen?!?
Und ich vermute dass das Problem woanders liegt. Ihr hättet angepasster sein sollen. Nicht umsonst sprechen sie von "mit ECHO ins Klare zu kommen". In Wirklichkeit ein Armutszeugnis der Gemeinde, keine Frage, aber vielleicht auch eine Herausforderung für den Verein endlich die Burokratie hinter sich zu lassen.
Wenn ich denke dass meine Steuergelder in dubiosen gemeinde-wien-nahe Institutionen fliessen anstatt in echo kann ich nur den Kopf schütteln.....und meine Stimme bei den nächsten Wien-Wahlen gut überlegen.
> Johannes schrieb am 1.10.2004, 15:42:50 Uhr
Ein ein erschreckendes Beispiel von Machtdemonstration.
Der Verein Echo hat über ein Jahrzehnt fantastische integrationspolitische Arbeit geleistet. Den jungen MigrantInnen eine Stimme, Mut und Hoffnung gegeben.
Zehn Jahre Beziehungsarbeit werden mit der Schließung von Echo abgewürgt und auf der Strecke bleiben die Jugendlichen der zweiten und dritten Generation.
Die MA 13, in diesem Fall der verlängerte Arm der Stadt Wien setzt Entscheidungsfristen und läßt dialogische Lösungsversuche nicht zu. Totalitärer hätten gewisse Regime auch nicht vorgehen können.
Das ist eine Schande für die wiener Integrationspolitik und für die Stadt Wien.
Mit dem Ende vom Projekt ECHO wird ein großes Loch in der österreichischen integrationspolitischen Landschaft aufgerissen.
Unabhängigkeit und Innovation entsprechen wohl nicht den Vorstellungen der wiener Integrationspolitik. Ich hätte mir eine demokratischere Vorgehensweise der MA 13 und Hr. Hollos gewünscht und bin zu tiefst enttäuscht!
Was kommt als nächstes - werte wiener Integrationspolitiker?
Soll selbständiges kritisches DENKEN unter Strafe gestellt werden?
> eine Insiderin der Jugendarbeit in Wien schrieb am 1.10.2004, 14:22:33 Uhr
.. und ein trauriges Beispiel des Druckes, den die Gemeinde Wien ausübt ist die Tatsache, dass man/frau sich wirklich überlegen muss, ob sie hier in diesem Forum mit ihrer echten Identität auftreten kann oder nicht. Ob man dann nicht gleich selber unbequem wird???....
> eine Insiderin der Jugendarbeit in Wien schrieb am 1.10.2004, 14:20:58 Uhr
Hallo Echoten!
Auch für mich war es ein Schock, dass Echo so über Nacht abgedreht wird - ich bin eine Insiderin in der Szene und wusste nichts über eine Neuorganisation der Jugendarbeit oder über so grosse Probleme in der Zusammenarbeit mit Echo, dass es der MA 13 unmöglich ist diese weiterzufinanzieren.
Ich denke, wenn wirklich die Gründe der Schließung in der Zusammenarbeit mit Bülent liegen, dann sollte man Bülent kündigen und die Plattform Echo weiterleben lassen.. aber dieses offizielle: ihm einen Job beim ICE anbieten und gleichzeitig das inoffizielle: eigentlich hängt die Schließung von Echo nur mit dem Bülent zusammen, ist einer Gemeinde unwürdig!! Auch ich weiss, dass es viele Projekte und Einrichtungen in der Stadt gibt, die mit der zweiten und dritten Generation Jugendlichen arbeiten.. aber keine dieser weiteren Projekte hat dieselbe Zielgruppe wie Echo: die etwas gebildeteren, politischeren und aktiveren Jugendlichen ... eben die, die es schaffen so eine tolle ZEitung über Jahre hinweg herauszugeben!
Liegen die Gründe aber nicht an der Zusammenarbeit mit Bülent, sondern an den politischen Inhalten von Echo, an deren Umbequemtheit und an deren Unmittelbarkeit in ihren Reaktionen, dann ist die Schließung von Echo ebenfalls ein echtes Armutzeugnis für die Gemeinde Wien. Also eigentlich: so oder so war die Vorgangsweise schlecht und undemokratisch - ich würde mir von meiner Gemeinde eine transparentere, partizipativere und ehrlichere Haltung wünschen!
Viel Erfolg wünsche ich den Echoten bei ihren weiteren Verhandlungen und ich hoffe, dass ihr eine Möglichkeit finden werdet, eure Plattform weiterzuführen!
> Eine anonyme Person schrieb am 1.10.2004, 14:15:03 Uhr
ich finde diese Entscheidung wirklich inakzeptabel...ich bin davon überzeugt das echo in vielen bereichen den jungendlich geholfen hat und immer noch behilflich ist...ich kann das alles nicht nachvollziehen...die gemeinde unterstützt so auch unnötige projekte jedoch wenn es um soziale einrichtungen geht können sie es sich nicht leisten..das ist wirkl traurig...ich harre um einsicht der gemeinde und der Erhaltung des vereines...mfg...
> Berliner Straßenmagazin "die Stütze" schrieb am 1.10.2004, 11:14:24 Uhr
Liebe ECHO-Leute,
durch den Augustin - Newsletter erhielt ich Wind von Eueren Problemen. Ich denke in der ganzen Angelegenheit steckt auch eine Chance zur Neuausrichtung.
Wir hier in Berlin haben von Anfang an auf Gelder aus der öffentlichen hand verzichtet. Es waren schwere 3 Jahre aber step bei step zahlt es sich aus. Wir sind unabhängig und haben mit unserem Magazin ein Medium an der Hand das in der Stadt wahrgenommen wird.
Gebt nicht auf und sucht neue Wege der Finanzierung um die Arbeit fortzusetzen.
Gruß nach Wien
Uwe K. Kunz
die Stütze - Redaktion
> einer bewegung... schrieb am 30.9.2004, 22:08:05 Uhr
...den boden unter füßen wegzuziehen ist selbstverständlich eine katastrophe, dennoch muß man zugeben, dass es immer ein risiko ist unter einer magistratsabteilung zu arbeiten, wo der amtsschimmel wiehert und die scheuklappen es nicht zulassen neue visionen zu erschließen...daher wäre es für echo soundso besser sich seine gelder selber zu verschaffen, um die politik gehörig zu kritisieren, denn als subventionsempfänger kann man dies ja nur ansatzweise; also kopf hoch, weitermachen, aber noch progressiver und mit der faust auf den tisch als bisher...man könnte es auch positiv sehen: ab jetzt müßt ihr nicht mehr mit beamten diskutieren und alles relativieren...
liebe grüße,
> Radio Fro Linz schrieb am 30.9.2004, 19:09:04 Uhr
Anlässlich der jüngsten Vorfälle wurde Herr Özden Öksüz, Mitarbeiter bei ECHO, sowie Frau Nadja, Redakteurin bei der Zeitschrift Echo für das freie linzer radio FRO interviewt. Die beiträge wurden am 30.september zwischen 18.00und19.00h ausgestrahlt. Für alle die`s verpasst haben: hier könnt ihr kostenlos die beitrage anhören und/oder downloaden:
http://cba.fro.at
www.fro.at siehe frozine
(Das CBA ist
-ein frei zugängliches Tonarchiv, das aus den Bedürfnissen und Erfahrungen freier Radiostationen entwickelt wird.
-eine Plattform für Austauschprojekte von verschiedenen Radiostationen.
Verschiedene Redaktionen können sich an einem gemeinsamen Projekt beteiligen, über Internet Tondateien zur Verfügung stellen und austauschen sowie gemeinsam deren Inhalte publizieren.
Audiodateien können von jedem/r heruntergeladen werden.
Die kommerzielle Verwertung der Beiträge ist jedoch untersagt.)
> Akif Turan schrieb am 30.9.2004, 17:48:05 Uhr
Ich finde es wirklich schade, dass ECHO in so einer kurzen Zeit schließen muss. Es waren wirklich kurze 10 Jahre. Nagut ich bin ja schon seit ungefähr 5 Jahren in ECHO, aber trotzdem. ECHO war wie ein zweites zu Hause für mich. Wir haben viele gute Zeiten miteinander verbracht. Die Mitarbeiter wurden zu einer zweiten Familie für mich. Wir waren alle so familiär. Ich habe in ein, zwei Zeitschriften mitgeschrieben habe beim Theaterprojekt mitgemacht war auf manchen ECHO auftritten dabei wie z.B. 10 Jahres Jubiläum im Metropol. Das alles werde ich vermissen falls ECHO wirklich zuschließen sollte. Ich werde alle meine Freunde wirklich vermissen, denn solche Freunde wie die ECHOten findet man wirklich schwer. Sie waren immer für jeden da. Und falls ECHO nicht schließen sollte ( was natürlich wirklich gut wäre ) wären sie noch immer für die Jugendlichen da. Soll ECHO schließen, in unseren Herzen ist ECHO immer offen, denn solche Freunde kann man wirklich nicht vergessen.
Ach ja und noch was. Wo soll ich jetzt alle 10 Minuten rein und raus gehen wenn ECHO schließt? Wo soll ich die Bilder die ich brauche drucken?
> Jahangir aka JoeY schrieb am 30.9.2004, 17:34:29 Uhr
volle unterstützung für echo und hoffentlich wird es echo noch geben...peace für alle menschen auf dieser welt und echo 4-ever...Jahangir aka JoeY
> Engin schrieb am 30.9.2004, 17:27:40 Uhr
volle unterstützung meinerseits....ECHO forever....
> Ben schrieb am 30.9.2004, 17:17:37 Uhr
Liebe Leute. Ich meine, dass man diese Diskussion nicht auf einen Herren des Magistratsamtes reduzieren darf, dafür steckt viel zu viel dahinter. Vermutlich kann er auch nichts für diese Lage und hat ein politisches Konzept zu realisieren. Eher sollte man diese vermeintlich "gutgemeinte und konstruktive" Politik der Stadt Wien thematisieren, denn dies ist ja die Grundlage jeglicher Entscheidungen, welche auf Beamtenebene nur noch ausgeführt werden. Also ist hier die Frau Grete Laska an zu sprechen um diesen Chaos endlich zu beenden.
lg, Ben
p.s: wann ist endlich eine Aktion angesagt, ich und einige meiner Freunde, wir wollen uns deutlich und effektiv auf der Seite des Vereines zeigen. Bitte macht was und gebt uns Bescheid...
> anna schrieb am 30.9.2004, 16:22:02 Uhr
mich würde ja interessieren, woher herr hollos die kostbare zeit nimmt sich das echo forum so intensiv zu gemüte zu führen? auf der einen seite natürlich sehr löblich, sich so um seine "schäfchen" zu kümmern, bevor sie auf dem Altar der Diversitätspolitik geopfert werden, jedoch wäre es wohl adäquater die zeit für überlegungen zu einer existenzsicherung des vereins zu nutzen denn darin liegt soweit ich es verfolgen konnte ja nach wie vor eine enorme notwendigkeit oder herr hollos???
> Josef Hollos schrieb am 30.9.2004, 15:53:23 Uhr
Sehr geehrter Herr Georg! Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer objektiven Sicht der Dinge! Sie sind der Erste unter den sich bisher zu Wort Gemeldeten, der es zumindest offen lässt, dass es seitens des Magistrats möglicherweise Gründe dafür gibt, warum mit "ECHO" so "umgegangen" wird. Oder glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass die Fachdienststelle (MA 13 - Landesjugendreferat) nicht schon vor langer Zeit versucht hat, mit dem Verein ECHO ins Klare zu kommen. Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass wir uns das alles antun würden, wären nicht Gründe vorhanden? Dies zu behaupten ist naiv und zeugt von Unverständnis bzw. Einseitigkeit. O.k., wir leben damit. Es ist nicht unsere Aufgabe, Schmutzwäsche auszubreiten, wir versuchen in jeder Situation objektiv zu bleiben und die Gesamtsituation der sich stetiger Veränderung unterliegenden Jugendarbeit vor Augen zu haben. Auch im Falle ECHO waren und sind die Fakten entscheidend, da geht es nicht um Emotionen oder persönliche Befindlichkeiten. So manche Wortmeldung spricht für sich selbst!
> Josef Hollos schrieb am 30.9.2004, 13:23:29 Uhr
Ich denke, dass sich alle Beteiligten bemühen, einen gangbaren Weg zu finden. -
> Nila schrieb am 30.9.2004, 12:55:03 Uhr
@ Herr Hollos
Danke für die Kontaktinfos, ich bin aber dzt. auf Auslandsstudienjahr - Anruf od. Radiohören deshalb nicht möglich. Hoffe aber dass auf dieser Website website oder in Onlinemedien weiterberichtet wird - und dass eine auch für EchotInnen gute Lösung gefunden wird.
> georg schrieb am 30.9.2004, 9:49:59 Uhr
ich kenne die situation nur aus einseitiger berichterstattung. ich hatte leider keine möglichkeit eine ausführliche stellungnahme seitens des magistrats zu hören. ich kann für meinen teil nur darüber schreiben was ich sehe und erlebe.
hier sehe ich leute die mit einem fokus auf ein ziel hinarbeiten und so eine möglichkeit haben sich auszudrücken. es werden kanäle gefunden, die einen aussagenden, schaffenden fluß ermöglichen. somit entstehen zwei impulse.
einer richtet sich nach außen. in der forderung einer wacheren gesellschaft, die aus individuellem bewusstsein heraus handlungsfähig ist, soll das diffuse der massendynamik hinterfragt werden.
der andere impuls richtet sich an jeden selber. durch die möglichkeit eigenes zu erschaffen, ist man in der lage sich selbst zu erschaffen. man kann qualitäten entdecken die zu sich führen und ein starkes selbstbewußtsein schaffen.
das halte ich für den wichtigeren teil, da es im innen beginnen muß.
ich kann mir nicht vorstellen, dass eine alternativlösung zum konzept echo ohne vakuum ablaufen kann. dieses vakuum ist das große problem, da so von heute auf morgen einem großen energiepotential das ziel genommen wird. die auswirkungen können vielfältig sein.
es wäre besser dieses szenario zu vermeiden.
> Seher schrieb am 30.9.2004, 9:47:01 Uhr
Ich finde es unfair, dass ein erfolgreicher Verein wie
"ECHO" zusperren muss, weil die Gemeinde nicht mehr unterstützt, und meine auch, dass es manche unterstützte Vereine gibt , die es nicht so nötig haben wie "ÉCHO"!!!
Mich befragt das Ganze: Wieso "ECHO"??
Was mich und mein "SAZ-Kurs" betrifft, ist eine andere Sache!!
Ich möchte gerne weiterhin in "ECHO" mit meinen Mitschülern unterrichtet werden!!!
Ich bin immer hinter euch!!
Danke!!!!!
> ein gemeindebediensteter schrieb am 30.9.2004, 0:41:30 Uhr
ihr seid super...was ist echo?
eine plattform für die 2. und 3. generation... nein das ist nicht wahr. Ihr seid auch eine plattform wo auch herr hollos mitdiskutieren kannn obwohl er eure gelder abdrehht. ihr seid weit voraus als die demokraten, denn ihr seid couragierte leute, die hochachtung mehr verdienen. weiter so ihr seid auf dem richtigen weg zur demokratie. wir können nur von euch lernen.
> Eine anonyme Person schrieb am 29.9.2004, 22:19:30 Uhr
SÄMTLICHE BESCHWERDEN,LOB... BITTE HIER HIN:
Mag. Josef Hollos
MA 13 - Landesjugendreferent
Tel.: 4000/84 341
> Eine anonyme Person schrieb am 29.9.2004, 22:19:13 Uhr
SÄMTLICHE BESCHWERDEN,LOB... BITTE HIER HIN:
Mag. Josef Hollos
MA 13 - Landesjugendreferent
Tel.: 4000/84 341
> wenns so einfach waer schrieb am 29.9.2004, 21:54:13 Uhr
an alle jugendlichen rund um das echo!
wenn echo für euch einen wirklich so wichtigen treffpunkt darstellt, wie es aus den zahlosen kommentaren untschiedlicher menschen zu entnehmen ist, dann kämpft für euren raum! lasst euch nicht nehmen was mühsam erkämpft wurde(?) und was ihr braucht! wenn über eure köpfe entschieden wird, wozu noch lange klagen, bitten und betteln? wenn ihr gehen müsst, seit ihr noch lange nicht weg...warum nicht das MA13 besetzen, um zu demonstrieren dass ihr nicht niemand seit? was auch immer ihr macht, viel kraft und mut...widerstand ist kreativ...eine unterstützerin aus der provinz
> Josef Hollos schrieb am 29.9.2004, 17:10:23 Uhr
Bitte um Nachsicht, in der Eile habe ich den Namen in der Anrede falsch geschrieben. Sorry!
> Josef Hollos schrieb am 29.9.2004, 17:09:25 Uhr
- An s.g. Fr. Nina! Auf der einen Seite kann man derzeit meine/unsere Argumentationslinie in einem Rundfunkinterview mit Hr. Jordanopulos vom ORF ("Heimat, fremde Heimat") verfolgen (Sendezeit habe ich noch nicht, werde aber gerne mitteilen, sobald ich den Termin habe, auf der anderen Seite können Sie mich über mein Büro unter 4000/84345 erreichen, bei welcher Gelegenheit ich versuchen kann, unsere Argumente zu artikulieren. Zum Lesen gibt es leider nur das, was von "anderer" Seite kommt. Danke für Ihr Interesse!
> Nila schrieb am 29.9.2004, 12:52:43 Uhr
@ Herr Hollos
Ich wäre tatsächlich sehr an Ihren Argumenten interessiert! Wo kann man denn diese nachlesen/erfahren? Bisher erscheint mir die Argumentation von Echo sehr plausibel.
Abgesehen davon möchte ich noch einmal betonen dass ich die Arbeit von Echo für sehr wichtig und eigentlich unverzichtbar halte. Ein spezifisch für 2./3. Generation ausgerichteter Verein wie Echo wird dringend benötigt!
> Josef Hollos schrieb am 29.9.2004, 11:23:29 Uhr
Weil in den Beiträgen so viel von Demokratie die Rede ist, könnte ich mir durchaus auch vorstellen, dass man sich mit der "anderen" Seite ebefalls "auseinandersetzt" und nicht nur einseitige Informationen übernimmt und zur Argumentation verwendet. Bei jedem "Gericht" hört man in der Regel beide Seiten an. Biete gerne Hr. Mair ein persönliches Gespräch an, um ihm die Sichtweise der Fachabteilung detailliert klarzulegen. Ich bin im Landesjugendreferat per Telefon zwecks Terminvereinbarung erreichbar.
> Martin Mair, demokratisch gewählter Mandatar des Bundesvorstands der Journaliststengewerkschaft schrieb am 29.9.2004, 0:16:21 Uhr
Nachtrag: Ich habe die E-Mail-Aussendung an das Präsidiumj der Journalistengewerkschaft mit Bitte um Unterstützung von echo geschickt und hoffe, daß es sich auch dem anschliessen wird. Aus gewerkschaftlicher Sicht ist es einfach unglaublich, was für einem selbstgefälligen Staatsbürokratismus der Herr Hollos da anscheinend noch anhängt.
> Martin Mair, demokratisch gewählter Mandatar des Bundesvorstands der Journaliststengewerkschaft schrieb am 29.9.2004, 0:13:34 Uhr
ImmigrantInnen sind in den österreichischen Meiden nach wie vor extrem benachteiligt. Daher halte ich die Meidenarbeit von "echo" für besonders wichtig und unterstütze daher jede Form des Protest gegen die unglaubliche Präpotenz des Herrn Hollos. Dieser Herr scheint mir keinerlei Achtung vor den Idealen von Demokratie und Menschenrechten zu haben, sonst würde er - wie mir schient - seine "Jugendarbeit" nicht im Geiste der Ex-Sowjetunion führen. Für mich ist Herr Hollos ein Feind der Demokratie sowie eine Schande für Wien und sollte daher zurücktreten. Das Geld der SteurzahlerInnen in Österreich, zu denen auch die ImmigrantInnen gehörten, ist nun einmal nicht dazu da, um nur parteipolitisch genehme "Jugendarbeit" zu finanzieren. In einer Demokratie werden vor allem parteiunabhängige, kritische und emanzipatorische Initiativen gefördert. Österreich ist leider noch weit entfernt, eine gelebte Demokratie zu sein.
> Alev-Cennet schrieb am 28.9.2004, 21:19:11 Uhr
Ich bin sehr traurig das echo schlißt!=(!Das letzte konzert von ECHO hat mir (10jahre echo)sehr gefallen!Es war sehr aber sehr erfolgreich,ich war stolz das mein bruder und die gruppe (sazgruppe)auf der bühne waren(ALLE GRUPPEN WAREN SEHR ERFOLGREICH)!Und brav in echo gelernt, und es am ende geschafft haben!Das wird leider in zukunft nicht mehr pasieren weil ECHO schliesen wird!
> ILVAN schrieb am 28.9.2004, 21:06:46 Uhr
Ich finde das eine frecheit das man ECHO einfach schliest. Ich habe es einfach nicht glauben können.Ich möchte niergend wo anders kurs nehmen(saz kurs).Alle freunde werden ausernander gehen.Ich habe auch dort vieles gelernt,erfahrungen gesammelt.Es sind alle so wie ich sehr traurig. :(
> Mevluuuuuut schrieb am 28.9.2004, 18:20:27 Uhr
ein weiterer fehler der österreichischen integrationspolitik...
durch vereine wie echo ging die anzahl der ausländischen jugendbanden zurück, was is der nächste schritt? überwachung von anderen jugendzentren?
wer soll sich jetzt um die ausländischen jugendlichen kümmern? wer will die kommenden generationen aufklären und ausbilden, gebt den tschuschen der 3 und weiteren generationen eine chance
pees friede sei mit jedem
> Milena (eine alt bekannte echotin) schrieb am 28.9.2004, 17:52:07 Uhr
Hallo Liebes Echo-team und alle die diese Seite besuchen!
Zuerst möchte ich mich gerne vorstelen, wie es bereits schon oben steht heisse ich Milena . Ich bin Schülerin des Brigittenauergym. und derzeit arbeite ich an meinem Spezialgebiet für die matura. Das Thema: Echo die Jugendzeitschrift, doch leider frage ich mich ob es noch einen Sinn hat über Echo zu schreiben, wenn der Verein bald vielleich geschlossen wird. Na ja dazu kann ich nur "Pech" sagen, doch nicht nur meine arbeit für die matura wird darunter leiden sondern auch viele viele Jugendliche die sich nicht mehr an das Echo-Team wenden können bzw. ihren Kummer, Freude etc. mit einander teilen können. Echo besteht seit einer langen zeit um genau zu sein seit 10Jahren. und das soll jetzt das "Aus" sein? Mit viel mühe und viel Freud wurde Echo aufgebaut und wie kann uns der Staat all unsere Hoffnung nehmen??
Dazu kann ich nur noch eines sagen Der Verein ECHO hat viel bewiesen und viel aufgebaut und ich bin mir sicher das er diese verzwickte und traurgie Lage auf bewätigen wird!!
Ich richte mich an alle Jugendlichen da draussen die verhindern wollen, dass Echo geschlossen wird, helft mit und kommentarisiert hier mit, genau so wie ihr es auch bei echo gelernt habt, dass gerade EURE MEINUNG DER 2TEN UND 3TEN GENERATION WICHTIG IST!
Viele Liebe Grüsse
Eure Milena
> Nurcan schrieb am 28.9.2004, 17:02:35 Uhr
Sieht denn die MA13 nicht, dass Echo bisher ein sehr erfolgreicher Verein für ausländische Jugendliche war, der ihnen half sich zu integrieren?
Es ist nicht zu übersehen, dass ECHO bisher sehr viele erfolgreiche Projekte durchgeführt hat!
Der Verein hat Jugendlichen verschiedene Kurse und Veranstaltungen angeboten und bei Problemen von Jugendlichen geholfen. Sie hatten eine Möglichkeit, die Freizeit sinnvoll zu gestalten und vieles mehr...
Daraus kann man ableiten, dass dieser Verein keineswegs unnötig oder sinnlos ist.
Ein wichtiger weiterer Punkt wäre auch:
WAS SOLLEN DIE MITARBEITER nun machen??
Die Angestellten werden auf die Straße gesetzt, mit ihnen alle Jugendlichen, die ECHO schon als ihr zweites Zuhause betrachtet haben.
Die Gemeinde unterstützt manch unnötige Projekte, hat jedoch kein Geld für solch einen in sozialer Hinsicht wichtigen Verein. Heute ist es ECHO, morgen vielleicht ein ähnlicher Verein.
Diese Vereine sind wichtig und gehören einfach zum Leben dazu!
Ich hoffe, dass man eine andere Lösung findet!!!
Liebe Grüße
> Janina schrieb am 28.9.2004, 16:42:33 Uhr
Echt schade, dass es Echo bald nicht mehr geben wird. Dort habe ich tolle freunde kennengelernt. Ich habe auch an Veranstaltungen teilgenommen, die bisher recht erfolgreich waren.
Sehr viele Jugendliche denken auch so! Echo ist echt ein super Verein für die Integration Jugendlicher.
mfg Janina
> Joey schrieb am 28.9.2004, 16:36:57 Uhr
seit 93 gibt es diesen jugendverein und ist immer erfolgreich gewesen, daran soll und darf sich nichts ändern. es wäre ein großer verlust für die ausländische jugend, die sich mittlerweile an diesen verein mit herz und seele verbunden fühlen. LASST ECHO LEBEN! lieben gruss an alle echo-anhänger
> alev korun schrieb am 28.9.2004, 14:37:34 Uhr
ich finde es inhaltlich katastrophal und von der vorgehensweise ungeheuerlich, einem verdienstvollen und innovativen projekt praktisch von einem monat auf den nächsten die subvention abzudrehen. obwohl die stadt wien echo jahrelang als vorzeigeprojekt bezeichnet und sich mit dessen förderung auch gebrüstet hat, soll echo plötzlich verschwinden. gegen die zerschlagung von gewachsenen, bewährten projekten und strukturen kann man nur lauthals protestieren.
ich hoffe, daß die stadt wien bzw. die wiener spö in dieser frage endlich zur vernunft kommt und davon abstand nimmt, echo finanziell auszuhungern.
mit solidarischen grüßen
alev korun
wiener und parlamentsgrüne
> Sultan schrieb am 28.9.2004, 13:10:45 Uhr
Ich kann es nicht glauben, dass man ein Verein wie Echo, der jahrelang gute Arbeit geleistet hat, von heute auf morgen einfach abschaffen will.
Echo hat mit Jugendlichen für Jugendliche gearbeitet, immer erfolgreiche Projekte auf die Beine gestellt, und gerade aus diesem Grund war Echo auch immer in den Medien präsent.
Das man so ein Vorzeige-Modell aus der Welt schaffen will ist mir unerklärlich.
Als eine Betroffene aus der Saz-Gruppe bin ich schockiert, erschüttert und traurig über diese Situation.
lg
Sultan
> M.K Saz-Gruppe schrieb am 28.9.2004, 12:44:36 Uhr
Na super dass der MA 13 die subventionen streicht. grad wo man nicht sparen sollte. Man redet davon, dass die ausländischen Jugendlichen sich nicht integrieren und die sozialen Schmarozer in der Gesellschaft sind. und wie sollen sich die jugendlichen nun eine Chance erarbeiten. echo unterstütz jugendliche und fördert siet. Und dass der zuständige Herr im MA13 bei der TV-Interview keine Argumente bringen kann warum echo nicht mehr unterstützt wird, ist auch komisch. "Wien ist anders", natürlich ist wien anders, da werden die Vereine zugesperrt, die wirklich was leisten.
lg.
> Rafal schrieb am 27.9.2004, 22:21:24 Uhr
Hallo Leute!
Das ist doch ein Wahnsinn was da los ist. Kann man noch im Echo vorbei kommen, um sich zu informieren? Hey "shit", was stellen die da an, das darf doch nicht wahr sein. "Wien (politik) ist anders"...?
Wünsche euch viel Geduld und Kraft. Ihr echoten habt schon vieles bewältigt und das werdet ihr bestimmt auch überwinden,
lg
> IG Kultur schrieb am 27.9.2004, 18:29:02 Uhr
IG Kultur Österreich
|||
- ---------------
|||
||| Protest gegen das Ende des Jugendkulturvereins ECHO
|||
||| Migrantische Selfempowerment-Projekte müssen auch in Wien
||| strukturelle Eigenständigkeit bewahren können
|||
"Es ist unfassbar: In Wien werden Millionen für kulturelle
Repräsentationszwecke ausgegeben, während zeitgleich wichtigen
Selfempowerment-Projekten für junge Migrantinnen und Migranten das Geld
zur Gänze gestrichen wird!" Mit größtem Unverständnis reagiert die IG
Kultur Österreich auf die Nachricht, dass der Jugendkulturverein ECHO ab
sofort keine städtische Förderung mehr erhalten soll.
"Es ist ungeheuerlich, dass dringend notwendige Plattformen auf diese
Weise zerschlagen werden", zeigt sich IG Kultur-Vorsitzender Bernhard
Amann verärgert. Die Vorgehensweise der Stadt Wien steht in einem klaren
Gegensatz zu Trends in der EU, die zur Sicherstellung der kulturellen
Diversität eine Stärkung von unabhängigen zivilgesellschaftlichen
Strukturen empfiehlt. Mit der Streichung der Finanzierungsmittel werden
Initiativen, die mit Aktivitäten gegen Rassismus und Ausgrenzung ein
umfassendes Know-how und Glaubwürdigkeit entwickelt haben, ihrer
selbstbestimmten Grundlagen beraubt.
"Am Beispiel des Vereins ECHO wird deutlich, dass die Eigenständigkeit
einer kritischen Jugend- und Kulturarbeit in Wien immer stärker
eingeschränkt wird. Die Stadt will derlei Projekte offensichtlich in
magistratische Dachmarken zwangseingliedern, um Kontrolle auszuüben."
Die IG Kultur Österreich wird diese Entwicklung keinesfalls
stillschweigend hinnehmen. "Wir fordern Bürgermeister Häupl auf, in der
Migrationspolitik tatsächlich andere Wege zu beschreiten als die
Bundesregierung und sozio-kulturelle Zentren wie ECHO nachhaltig zu
sichern", so Amann abschließend.
> IG Kultur schrieb am 27.9.2004, 18:28:20 Uhr
IG Kultur Österreich
Protest gegen das Ende des Jugendkulturvereins ECHO
Migrantische Selfempowerment-Projekte müssen auch in Wien
strukturelle Eigenständigkeit bewahren können
|||
"Es ist unfassbar: In Wien werden Millionen für kulturelle
Repräsentationszwecke ausgegeben, während zeitgleich wichtigen
Selfempowerment-Projekten für junge Migrantinnen und Migranten das Geld
zur Gänze gestrichen wird!" Mit größtem Unverständnis reagiert die IG
Kultur Österreich auf die Nachricht, dass der Jugendkulturverein ECHO ab
sofort keine städtische Förderung mehr erhalten soll.
"Es ist ungeheuerlich, dass dringend notwendige Plattformen auf diese
Weise zerschlagen werden", zeigt sich IG Kultur-Vorsitzender Bernhard
Amann verärgert. Die Vorgehensweise der Stadt Wien steht in einem klaren
Gegensatz zu Trends in der EU, die zur Sicherstellung der kulturellen
Diversität eine Stärkung von unabhängigen zivilgesellschaftlichen
Strukturen empfiehlt. Mit der Streichung der Finanzierungsmittel werden
Initiativen, die mit Aktivitäten gegen Rassismus und Ausgrenzung ein
umfassendes Know-how und Glaubwürdigkeit entwickelt haben, ihrer
selbstbestimmten Grundlagen beraubt.
"Am Beispiel des Vereins ECHO wird deutlich, dass die Eigenständigkeit
einer kritischen Jugend- und Kulturarbeit in Wien immer stärker
eingeschränkt wird. Die Stadt will derlei Projekte offensichtlich in
magistratische Dachmarken zwangseingliedern, um Kontrolle auszuüben."
Die IG Kultur Österreich wird diese Entwicklung keinesfalls
stillschweigend hinnehmen. "Wir fordern Bürgermeister Häupl auf, in der
Migrationspolitik tatsächlich andere Wege zu beschreiten als die
Bundesregierung und sozio-kulturelle Zentren wie ECHO nachhaltig zu
sichern", so Amann abschließend.
> sobe schrieb am 27.9.2004, 12:49:56 Uhr
Ich finde das auch empörend, gerade von der Stadt Wien hätte ich mir eine andere Vorgehensweise erwartet. Dabei ist die Bezirksvorsteherin von Mariahilf so stolz darauf, dass es in ihrem Bezirk so viele Initiativen gibt. Was können wir tun? Vielleicht eine öffentliche Diskussions/Protestveranstaltung?
> lia schrieb am 27.9.2004, 11:52:23 Uhr
das dazugehoerige gemeinderatsprotokoll von letzter woche (23/9) spricht baende. kopf hoch und nicht unterkriegen lassen!
*************************
quelle: http://www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?DATUM=20040923&SEITE=020040923030
<...>
//Subvention an den Verein ICE - Internet Center for Education
GR Mag. Maria Vassilakou (Grüne) lehnte es ab, dem vorgelegten Subventionsantrag zuzustimmen. Sie monierte, es sei nicht angebracht, Vereine zu subventionieren, in deren Vorständen parteipolitische Funktionäre existierten. Immerhin handle es sich bei den Subventionen um Wiener Steuergelder. Sie halte auch nicht davon, dass sich der scheinbar vor der Schließung stehende Verein Echo dem ICE unterordnen solle. Sie forderte Vbgm. Grete Laska auf, für den Fortbestand des Vereins Echo zu sorgen.
GR Walter Strobl (ÖVP) kündigte ebenfalls an, dem vorliegenden Subventionsantrag nicht zuzustimmen. Er glaube, der Verein ICE arbeite nicht im Sinne der öffentlichen Hand, sondern gelte eher als Versorgungsbetrieb der SPÖ. Er bezeichnete die Tätigkeit des ICE als nicht genügend konzeptiv, der von der Stadt Wien angebotene Bildungsserver könnte bei einer anderen Konstruktion vielfältiger arbeiten.
GR Laura Rudas (SPÖ) trat für die Vernetzung von verschiedenen Plattformen, die im Internet von verschiedenen Vereinen angeboten werden, ein, um Synergien zu entwickeln. Sie verwahrte sich gegenüber dem Vorwurf der ÖVP, Parteipolitik in die Arbeit des um Subvention ansuchenden Vereines zuzulassen. Ferner erklärte sie, der Verein Echo habe in einem Brief vom 20. September 2004 ICE angeboten, mit ICE zu kooperieren.
> Eva Obemeata-Gimoh schrieb am 27.9.2004, 9:43:50 Uhr
Ja wer das Geld hat, hat die Macht.
Es war leider doch ein Wagnis der SPÖ in Wien die absulute Macht zu geben. Doch die nächse Wahl kommt bestimmt. Leider passiert hier in Wien das selbige wie mit den vereinen die auf eine Subvention des Bundes angewiesen sind. Macht bedeutet Kontrolle! leider!
> Method Actor schrieb am 27.9.2004, 0:10:34 Uhr
Es ist eine bodenlose Frechheit wie man mit einem Integrationsverein wie Echo umgeht. Ich habe in Echo das Theater entdeckt und sie gaben mir die Möglichkeit in renommierten Theaterhäusern zu spielen. Und SO einen Verein möchte man schliessen?
An die Stadt Wien: Seit IHR überhaupt dessen bewusst was IHR damit den Ausländern wegnimmts?
Mfg Method Actor
> peter schrieb am 26.9.2004, 15:18:17 Uhr
wieder mal typisch für die SPÖwien
zuerst den wiener integrationsfonds zerschlagen und "einvernehmen" in eine MA
und jetzt das
das kommt davon wenn man die spö zum allein herrscher wählt
also IHR da draussen das nächste mal auch grün wählen damit die roten nicht wüten können wie ihnen lieb ist
und ECHO!
macht weiter
diese wichtige&gute arbeit die ihr macht muß weiter existieren
mfg peter
> Ben schrieb am 26.9.2004, 11:34:16 Uhr
So oder so, immer sitzen die sogenannte "Tschuschen" am kürzeren Ast. Daran wird sich wohl noch die nächsten Jahrzehnte nichts ändern. Denn die österreichische Politik ist nicht soweit reif und modern um einzusehen, dass die Betroffenen sich selbst vertreten können und wollen. So eine Lächerlichkeit von einem Angebot, da muss man sich schämen,...
> Engin schrieb am 25.9.2004, 21:26:23 Uhr
manche personen sehen einen verein der (zum großteil ausländische) jugendliche unterstützt als eine last für die stadt wien...was für mich unsinnig ist...der verein integriert uns...ich dachte mir das ist der sinn des ganzen systems...wahrscheinlich sollen nicht ALLE jugendliche integriert werden....engin aka MCP
> Yusuf (Echot) schrieb am 25.9.2004, 15:40:40 Uhr
Natürlich ist es bekannt, dass echo eine gewisse Souveränität besitzt, und ich bin der meinung, dass dies der einzige grund für die schließung des vereines ist.
Egal was der Herr "Jugendreferent" sagt.
Diese Souveränität ist ja, das besondere des vereins. Mit dieser werden ja auch die jugendlichen unterstütz.
Also Herr Jugendreferent, lasst bitte echo zufrieden!!
> Echot schrieb am 25.9.2004, 15:13:12 Uhr
Ich finde es unfair, dass ein Verein wie Echo zugesperrt wird, weil Echo das einzige Institut war, welches mir geholfen hat mich in die Österreichische Gesellschaft zu integrieren! Ausserdem waren sie mir auch dabei behilflich eine Arbeit zu finden und sogar bei der Wohnungssuche waren das Verein der Ansprechspartner für mich! Ich hatte in Echo die Möglichkeit mit gar keinem Deutsch mich mit Leuten zu unterhalten die mir jedes mal meine Fehler ausbesserten und mich nicht dabei auslachten! Dank Echo konnte ich also auch die Deutsche Sprache praktizieren! Dieser Verein half Hunderten von anderen Jugendlichen bei ähnlichen Problemen und gerade SO ein Verein soll jetzt geschlossen werden??? Ist das FAIR? WO SOLL ICH JETZT HIN? Wo sollen jetzt die anderen Jugendlichen hin, die mit den selben Problemen wie ich konfrontiert sind bei der Integration in eine fremde Kultur? Ich bin der Meinung das da was dagegen gemacht werden muss! ICH WERDE IMMER HINTER ECHO STEHEN, EGAL WIE ES WEITERGEHEN SOLLTE!
> Asli schrieb am 25.9.2004, 15:06:48 Uhr
ich bin enttäuscht, schockiert, und kann es nicht glauben dass man so ein erfolgreiches, positives vorzeige projekt abschaffen will!!! Muss man ehrlich fragen was versteht die Stadt unter integration und diversity, ist es ein neuer vorwand, dass was lebendig ist zu töten? Fangen sie bitte dort an wo es nicht funktioniert, nicht dort wo es schon seit jahren konkrete, fortschrittliche projekte geboren ist .
> uwe felchle schrieb am 25.9.2004, 14:54:05 Uhr
generell finde ich die art und weise , wie die handhabung mit der schliessung umgegangen wird zum himmel schreiend!
armes magistrat-fällt mir da nur ein!
eine institution wie das "echo" ist und wird nicht so leicht unterzubekommen sein!!!abgesehen davon ,dass das echo eine wirkliche bereicherung für österreich und seine bewohner .ich finde ,und ich lebe seit einem jahr jetzt in wien,dass die österreicher noch einiges an ihrer umgehensweise mit den "ausländischen" mitbewohnern zu lernen haben...das echo hat und wird noch einiges positives dazu beitragen...
es muss weiterhin bestehen -auf die eine oder andere weise!!!!
> Jan Herzig schrieb am 24.9.2004, 22:08:50 Uhr
Mit diesem Beschluss widerspricht die in der Stadt Wien regierende Partei ihrem eigenen Namen. Es ist nicht sozial und nicht demokratisch, den Jugendlichen der zweiten Generation die Möglichkeit zu entziehen, selbst etwas auf die Beine zu stellen, worauf sie stolz sein können.
> Ein ECHO Freund schrieb am 24.9.2004, 20:02:24 Uhr
Es ist ja wirklich sehr bedenklich was da in den letzten Jahren seitens der Stadtpolitik betrieben wird. Warum war denn dieser Verein 10 Jahre lang gut und gemeinnützig genug, um bei jeder Gelegenheit mit Ihm zu protzen und ist jetzt nicht mehr finanzierungswürdig? Wird das Handeln und die Aktivität von echo zu eigenständig oder zu unkontrollierbar für die Herrschaften von den MA`s? Bleibt zu hoffen, dass sich die Demokratie in diesem Land diese Einstirnigkeit der Stadtpolitik nicht gefallen lässt...
> Tasso Bogg schrieb am 24.9.2004, 19:21:07 Uhr
das ist typisch für die linie der wiener sozialdemkraten in den letzten jahren:
man sperrt engagierten leuten die finanziellen mittel unter der vorwand, dass die gemeinde das projekt übernimmt. dann entsteht ein grosses (anonymes) vakkum. alle sind für alles zuständig, aber niemand für konkrete aktionen.
so kann man das später einfach sterben lassen, weil abgesehen von wenigen prestige-projekten, die niemandem helfen, nix mehr passiert.
> wolfgang mayr schrieb am 24.9.2004, 9:33:58 Uhr
ein verein, der es in mühevoller kleinarbeit über jahre geschafft hat, ein netzwerk aufzubauen, das heute die gesamte 2. generation hinter sich versammelt hat und der es - wie kein anderer - versteht, jugendliche von der strasse zu holen und sie in verantwortungsvolle projekte zu integrieren, um ihnen dadurch mehr selbstbewußtsein zu verschaffen, müßte vorher gefragt werden, ob man sich freiwillig einem fremden kontrollorgan unterwirft und dadurch die eigenständigkeit aufgibt! die stadt wien hat eine eigenartige auffassung von demokratie, so kann man mit DEM vorzeigeprojekt in der jugendarbeit nicht umspringen! lasst euch das nicht gefallen! zeigt, wie groß die mobilität an echo-anhängern sein kann! Wehren wir uns!
> Eine anonyme Person schrieb am 24.9.2004, 7:14:10 Uhr
SCHANDE FÜR DIE STADT WIEN
Echo war nämlich etwas was Stadt Wien nie alleine auf die Beine bringen könnte.
Echo hat für die 3. und 2. Generation vieles gemacht und wird auch noch vieles machen.
Was hat Stadt Wien gemacht?
Lasst Bitte Echo weiterarbeiten.
> einfaches Mitglied schrieb am 23.9.2004, 20:49:49 Uhr
ich bin erschüttert über die vorgehensweise machtgieriger beamtenschaft, die nichts anderes im kopf hat als sich zu profilieren;
MA 13 - eine Liga von jugendkulturverhinderern, und an der spitze ein berufs-möchtegernausländer....wir brauchen keine MA 13 solange es ECHO gibt...
> nennt die namen ! schrieb am 23.9.2004, 18:26:13 Uhr
wer ist der verantwortliche in der MA13 - wer hat das konzept geschrieben - wer füttert da eine partei organisation mit geld, dass eigentlich jugendlichen zusteht?
namen - nennt namen, damit der protest ein gesicht bekommt, und schreibtischtäter zur verantwortung gezogen werden können!
> nila schrieb am 23.9.2004, 13:17:34 Uhr
gibt es eigentlich protest-aktionen gegen das erzwungene ende von echo? (email-aktion oder so) - würde mich gerne daran beteiligen!
> didi zach, kpö schrieb am 23.9.2004, 11:00:45 Uhr
KPÖ-Wien protestiert gegen die Zerschlagung des Integrations-Vereins "Echo"
Wien (OTS) - "Einmal mehr zeigt die absolutistisch regierende Häupl-SPÖ ihr wahres Gesicht", so der Kommentar von Kurto Wendt, Integrationssprecher der KPÖ-Wien, zur Zerschlagung des Integrations-Vereins "Echo", dem mit sofortiger Wirkung sämtliche Subventionen gestrichen wurden.
Falls der Verein Echo, der sich um die Integration Jugendlicher der 2. und 3. Generation kümmert, nicht innerhalb einer 48 Stunden Frist der Eingliederung in die Wiener Stadtverwaltung zustimmt, werden - so die Informationen des Vereins - selbst die bereits bewilligten Subventionen für das 4. Quartal 2004 nicht mehr ausgezahlt.
Wendt: "Ich kann dem Obmann der Jungen ÖVP Wien nur zustimmen, der von brutaler Gleichschaltung gesprochen hat und meinte, dass sinnvolle Integrationsarbeit durch machtpolitische Wahltaktik der Sozialisten zerstört wird."
> Alexander schrieb am 22.9.2004, 20:36:40 Uhr
Ich halte das für unglaublich, dass ein derart renommierter und sinnvoller Verein wie Echo die Subventionen gestrichen bekommt.
Mich hat immer, dass nach außen getragene Selbstbewußtsein beeindruckt und ich glaube, dass ist genau dass was viele Jugendliche dringend brauchen.
Was will die Stadt Wien, ZuwanderInenkinder die den Sprung nicht schaffen und in die Kriminalität, Armut, Drogen, Arbeitslosigkeit abrutschen, oder Menschen dabei helfen ihr Potential in der Gesellschaft zu entfalten?
Die Argumentation von Hrn. Holler, dem Vertreter der Stadt Wien im ORF-Interview, dass die Stadt Wien mehrere solcher Institutionen möchte, ist ja völlig verdreht. Sollen sie doch andere Vereine auch unterstützen oder auch eigene Institutionen aufbauen.
Ich kann euch nur in eurer Arbeit bestärken und sagen dass Qualität sich durchsetzt. Also, um mit meiner Vorposterin zu sprechen: Laßt euch nicht unter kriegen.
Herzlichst,
Alexander
> Serhan schrieb am 22.9.2004, 19:15:58 Uhr
ja habs auch gerde im fernseher gesehn und finde es natürlich für eine frechheit des ma13,ich kenne euern verein zwar nicht da ich aus der stmk. komme,halte aber eure projekte für sehr sinnvoll(mann sollte mehr brücken wie echo bauen statt mauern denn brücken verbinden...)
ich halte euch die daumen das ihr das hin bekommt
grüsse aus der stmk..
> tanja schrieb am 22.9.2004, 18:27:40 Uhr
ich kenne zwar den verein nicht, aber stimme ihrem artikel vollinhaltlich zu.
laßt euch nicht unterkriegen!