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interview mit hilmar kabas
themen zur gemeinderatswahl 2001

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echo: Wie werden Sie den Wahlkampf in Wien führen, welche Themen werden Sie forcieren? Kabas: Als Opposition werden wir einerseits die Versäumnisse bzw. Fehler der Stadtregierung aufzeigen und dem unsere Lösungen entgegensetzen. Unsere Schwerpunkte: Familienpolitik, Verkehrspolitik, Drogenpolitik, Wirtschaftspolitik, Integrationspolitik. echo: Inwieweit sehen Sie Jugendliche der 2. Generation als relevante Zielgruppe und welche Teile Ihres Programmes nehmen darauf explizit Bezug? Kabas: Jugendliche der zweiten Generation werden in unserer Gesellschaft nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich aktiv integrieren. Das Erlernen der deutschen Sprache ist dabei der erste und wichtigste Schritt. echo: Inwiefern hat das bundespolitische Geschehen Einfluß auf Ihre Strategie im Gemeinderatswahlkampf? Kabas: Bundespolitik kann naturgemäß auch in den für Wien wichtigen Punkten nicht außer acht gelassen werden. In vielen Punkten, wie z.B. in der Frage des Nulldefizits oder der Erhöhung des Kindergeldes, erwarten wir uns als Freiheitliche eine positive Rückkopplung für die kommende Gemeinderatswahl. echo: Wie stellen Sie sich die politische Partizipation von Migrantinnen ohne österreichische Staatsbürgerschaft vor? Kabas: Das Wahlrecht bei allgemeinen Wahlen ist ein Staatsbürgerrecht und muß es aus unserer Sicht auch bleiben. echo: Werden Rassismus und Diskriminierung in Ihrem Wahlprogramm thematisiert bzw. was sind die Maßnahmen? Kabas: Wir Freiheitlichen lehnen jede Form von Rassismus und Diskriminierung ab. Basierend auf diesem Bekenntnis entstehen unser Wahlprogramm und die daraus abgeleiteten politischen Forderungen. echo: Was sind Ihre konkreten Verbesserungsvorschläge für Wien? Kabas: Kindergartenplätze kostenlos. Wohnen muß erschwinglich werden. Kampf dem Drogenmißbrauch. Die IT-Ausbildung muß für unsere Jugendlichen forciert und verbessert werden. Echte Integration hier lebender Zuwanderer. Sichere Arbeitsplätze in modernen Betrieben. echo: Warum sollen junge Menschen dieser Stadt Ihrem Spitzenkandidaten die Stimme geben? Kabas: Weil wir Freiheitlichen für eine gute Zukunft mit sicheren Arbeitsplätzen und ein lebenswertes Wien stehen. echo: Wie wollen Sie ein drogenfreies Wien erreichen? Kabas: Drogen sind eine große Gefahr für unsere Jugend. Deshalb ist es wichtig, ein klares politisches Bekenntnis für eine wirksame Bekämpfung von Drogen abzugeben. Es geht darum, eine möglichst drogenfreie Gesellschaft zu erreichen. Daher muß man sich ein ehrgeiziges Ziel setzen, nämlich die drogenfreie Gesellschaft. Dieses Ziel verfolgen heute schon viele Großstädte im Rahmen der Stockholmer Deklaration - Großstädte gegen Drogen. Die Wiener Politik von SPÖ und Grünen geht aber einen falschen Weg, nämlich den Weg, die Gefahr, die von Drogen ausgeht, zu relativieren und vor dem Problem zu kapitulieren. Wir Freiheitlichen wollen uns diesem Problem stellen und die Drogen aktiv bekämpfen. echo: Welche Personen mit Migrationserfahrung kandidieren auf Ihrer Liste und könnten Sie sie vielleicht vorstellen? Kabas: Die freiheitliche Fraktion beschäftigt sich seit der von der SPÖ initiierten großen Einwanderungswelle der 90er-Jahre mit den Fragen der Migration unter dem Gesichtspunkt der Integration. |