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Am Anfang, ca. 13:30,
betraten wir das Metropol und betrachteten zuerst die Bühne und
die riesige Zuschauertribüne. Man sah jedem (Tontechniker, Kameraleute,
Organisatoren, u. a.) die große Anspannung an, dass der Abend
möglicherweise in die Hose gehen könnte. Wir trafen uns dann
beim Tontechniker, der uns die Ansteckmikros montierte. Auf der Bühne
probierten wir die Mikros nach der Nummer, ob und wie sie funktionierten.
Das war für alle die erste Erfahrung auf dieser Bühne und
wir wussten mindestens jetzt, was am Abend auf uns zukam. Die Anspannung
stieg jetzt immer mehr und mehr. Nach einer längeren Pause kam
dann die erste Generalprobe des ersten Stückes und wieder stieg
die Anspannung um eine Stufe höher. Zu einem späteren Zeitpunkt
ging ich hinter die Bühne, betrachtete die Bühne vom Vorhang
aus und dann sah ich es: Mein Herz begann sehr schnell zu rasen, denn
das Theater war bis zu den hinteren Rängen voll mit Zuschauern.
Ich sah für einen Moment, in jedem einzelnen Gesicht, die Neugier
auf die Vorstellung. Wir wussten schon vorher, dass viele Leute kommen
werden, aber wenn man die Menge dann sieht, unterschätzt man die
Zahl schon ein wenig. Die vielen längeren Pausen in den Umkleidekabinen
hinter der Bühne machten die Nervosität noch schlimmer. In
einer diesen langen Pausen saß ich einmal am Gang der Umkleidekabinen
und versuchte mich zu entspannen. Ich sah in einer Minute so viele Leute
neben mir vorbeigehen, die so nervös waren, sodass sie mich völlig
übersahen. Als wir endlich auf die Bühne kamen und unsere
Stücke vorführten, ging alles wie geschmiert und die ganze
angehäufte Spannung sank von einer Bewegung zur anderen. Und so
spielten wir von Stück zu Stück immer besser. Jeder machte
seine Aufgabe wie geplant und es entstanden hervorragende Theateraufführungen.
Etwas anders verlief es hinter dem Bühnenvorhang. Der Abstand zwischen
dem Vorhang und der Rückwand betrug weniger als einen Meter. Nach
den Aufführungen mussten wir so schnell wie möglich die Bühne
umgestalten und da kam es schon manchmal zu Paniksituationen. Im Großen
und Ganzen war dieser Abend ein großer Erfolg für uns alle.
Nicht nur die Theatergruppe Interlingua hatte eine große
Leistung geliefert, sondern das gesamte Echoteam zeigte großes
Organisationstalent. Eine große Rolle spielte Özden, der
als Kapitän dieser Mannschaft das Zusammenspiel zwischen Tontechnikern
und Bühnendarstellern dirigierte. Nach einer glanzvollen Darstellung
ging der Abend mit viel Musik und Unterhaltung zu ENDE.
Erdogan YILDIZ
(22)
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