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echo:
Ich möchte dich erst Willkommen heißen. Das ist schön,
dass du in Wien bist. Kannst du uns kurz über deine Musikkarriere
erzählen?
Celik: Ich beschäftige mich seit 20 jahren mit Musik. Ich
bin mit 16 ins Konservatorium gegangen. Zur Zeit mache ich meine Dissertation
an der Technischen Universität Istanbul. Das Thema meiner Dissertation
ist Schöpferische Gedanken und Musik. Ich habe im Konservatorium
die Kontrabass-Ausbildung gemacht. Aber ich kann auch ein bisschen Gitarre
spielen, ohne die Leute zu stören. Während des Studiums habe
ich mit Izel und Ercan eine Gruppe gegründet. Unsere Zusammenarbeit
hat eineinhalb Jahre gedauert. Dann habe ich mit der Solo-Karriere angefangen.
echo: Warst du schon mal bei einem Internationalen Musik Festival?
Celik: Eigentlich nicht. Ich habe viele Konzerte gegeben. Ich
war auf Tour in Europa, Amerika und überall in der Türkei.
Ich bin zum ersten Mal in Wien. Ich finde, Wien ist eine sehr wichtige
Stadt für Musiker, besonders die, die eine klassische Musik-Ausbildung
haben.
echo: Wie viele Alben hast du bis jetzt veröffentlicht?
Celik: Bis jetzt habe ich acht veröffentlicht und ein neues
ist ungefähr in zwanzig Tagen auf dem Markt.
echo: Würdest du ein Album in englischer Sprache machen?
Celik: Ich arbeite ab und zu mit ausländischen Musikern.
Ich habe auch mit Izel ein Lied gesungen. In einer anderen Sprache ein
Album zu machen ist ganz anders. Man muss gut überlegen und sich
bestens vorbereiten. Im Moment denke ich nicht daran.
echo: Worauf achtest du, wenn du deine Texte auswählst?
Celik: Eigentlich achte ich nicht so darauf. Die Texte sollen
zu meiner Musik passen. Und es ist auch wichtig, dass die Texte grammatikalisch
richtig sind.
echo: Wo siehst du den Unterschied zwischen dem türkischen
und europäischen Markt?
Celik: Ich finde, dass der europäische Markt professioneller
ist. Die Alben werden gut vermarktet. Obwohl es bei uns sehr talentierte
Musiker gibt, haben sie es leider nicht leicht. Ich arbeite in meinem
Land mit einer amerikanischen Plattenfirma. Wir sind weit weg von Europa.
Wir brauchen noch eine Weile, bis wir auch dort sind.
echo: Siehst du dich mit deiner Musik als Kultfigur?
Celik: Ich sehe mich als gemütlichen Menschen. Ich bin Musiker
und die Leute sehen mich, wie sie wollen.
echo: Was weißt du über die Türken in den Ländern,
wo du tourst? (Überhaupt die politische Lage)
Celik: Es ist egal, wo man lebt, man muss sich respektieren und
akzeptieren. Ich akzeptiere nicht die Politik, die mit Ausländern
gemacht wird. Auch die Ausländer, die in der Türkei leben,
sollten wir respektieren.
das
Interview wurde am 28. April 2001 am Stadtfest
geführt
von Ilknur Eremir, Serife Eremir und Kemal Erbulan
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