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Wenn
man sich die Sportszene in Österreich anschaut, sieht man zum Beispiel
beim Fußballnachwuchs sehr viele ausländische Namen in den
Mannschaftskadern. Die meisten von ihnen sind Kinder von Gastarbeitern.
In den unteren Ligen (von 3. Klasse bis Regionalliga) sind es auch sehr
viele. Schaut man sich aber die Kader der ersten Bundesliga an, sieht
man nur österreichische Namen, bzw. Legionäre. Im starken
Gegensatz dazu stehen die Hand- und Basketball Bundesligen. Da sind
mehr Migranten als Österreicher tätig. Woran liegt das? Wir
haben für Sie den Nachwuchschef von Rapid, Herrn Wagner, zum Thema
befragt:
Wagner: Bei uns gibt es überhaupt keine Unterschiede ob
der jetzt 1. Generation oder zweite oder ob der jetzt überhaupt
die österreichische Sprache spricht oder nicht. Untereinander nicht.
Im Nachwuchsbereich überhaupt kein Problem.
echo: Wieviele
Kinder, bzw. Jugendliche der 2. Generation spielen bei Ihnen im Nachwuchs?
Wagner: Kann ich jetzt gar nicht sagen. Wir haben also vom Namen
her sehr viele Ausländer, von denen auch sehr viele die Staatsbürgerschaft
haben.
echo: Glauben Sie, haben Ausländer die selben Chancen in
die Kampfmannschaft zu kommen wie Österreicher?
Wagner: Kann ich so nicht sagen, weil ich die Problematik nicht
kenne.
echo: Wieviele Auländer dürfen Sie im Mannschaftskader
haben?
Wagner: Na na na . . Solange man Nachwuchsspieler ist, ist man
einem Österreicher gleichgestellt. Wir haben mit unseren Ausländern
im Nachwuchsbereich überhaupt kein Problem. Slowaken, Jugoslawen,
Mazedonier, Italiener - also mit den EU`s sowieso. Also bei uns sind
alle gleich.
echo: Vielen Dank.
Wagner: Bitte! Gerne geschehn.
Da ich selber eine lange Zeit bei Rapid gespielt habe, weiß ich
ganz genau, dass Herrn Wagners erste Aussage, meiner Meinung nach, nicht
von richtiger Einschätzung zeugt. Unsere Mannschaft war in 2 Gruppen
geteilt. Die Österreicher bildeten eine Gruppe, und die Ausländer
eine andere. Es fing so an, dass bei einem Hallenturnier wirklich NUR
Österreicher gespielt haben. Ich habe mir gedacht, dass dies nur
ein Zufall war. Doch als es eine halbe Saison so weiter ging, änderte
sich meine Meinung.
Den Trainer von der U13 Mannschaft, Herrn Weber, haben wir ebenfalls
zu diesem Thema befragt (sehr aufschlussreich):
Weber: Die meisten Österreicher kommen alleine. Aber ein
Türk kommt nie alleine. Da kommt am Anfang nur einer und wenn es
ihm gefällt, holt er seine ganze Familie und Freunde. Und da kommen
sich die Österreicher als Minderheit vor und gehen.
Am angenehmsten ist es, wenn nur 4 bis 6 Ausländer in einer Manschaft
spielen. Ab 7 oder mehr wird es stressig. Und wenn diese Ausländer
mal so weit sind, dass sie in der Ersten spielen können, fängt
das Problem mit der Staatsbürgerschaft an. Die meisten wollen sie
nicht annehmen und dadurch dürfen sie nicht in der Kampfmannschaft
spielen. Andere wollen nur das schnelle Geld, was sie in der Kroatischen
Liga bekommen. Das ist eben sehr schade. Aber da können wir auch
nichts tun. Bei Rapid ist es aber generell sehr schwer, in die Kampfmannschaft
zu kommen. Egal ob Österreicher oder Ausländer. Wir haben
in unseren Nachwuchsmannschaften genug Talente, die mindestens so gut
sind, wie die Eingekauften", aber das ist sowieso nicht mein
Bier. Ich bin nur Trainer von der U13.

Ahmad
Hussein
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