Ich bin schockiert: die Zivilcourage in unserem Land ist am Tiefpunkt angelangt. Auch die Ausländerfeindlichkeit ist seit der Übernahme durch die schwarz-blaue Regierung angestiegen. Die Beobachtungen, die ich gemacht habe, veranlassten mich, diesen Schluss zu ziehen.
Meine Definition der Zivilcourage ist, dass jeder unaufgefordert einem Menschen, egal was für eine Hautfarbe, welchen Glauben usw. er hat, hilft, der Probleme hat oder in Not ist.
Zur Zivilcourage (teils + Rassismus): Vor einigen Tagen saß ich in der U-Bahn auf dem Weg ins Echo. Eine Frau mit Kopftuch wollte einsteigen und ihr Einkaufswagen blieb im Spalt hängen. Alle schauten ihr zu, wie sie versuchte, ihren Wagen zu befreien. Als ich es nach 20 Sekunden nicht mehr ausgehalten habe, bin ich aufgestanden und habe ihr geholfen. Nach meiner Hilfe bedankte sich die Frau, aber alle rund um mich schauten mich komisch an. Ich dachte mir nur, dass sie eigentlich vor Scham im Boden versinken sollten, anstatt mich mit einem leicht bösen Blick anzustarren.
Zu Rassismus: Letztes Monat saß ich wieder eimal in der U-Bahn und sie war sehr voll. Es war ein Platz neben einem Immigranten frei und eine ältere Frau setzte sich neben ihn. Sie war sichtlich abgeneigt. Als der nächste Sitz frei wurde, setzte sie sich weg von ihm. Er war anscheinend so betroffen, dass er aus Protest ausstieg, um in den anderen Waggon zu gelangen.
Ich bin es wirklich schon leid, diese Szenen mitanzusehen. Die Leute, die diese Ungerechtigkeit vollziehen, sollten sich mal in die Lage der Immigranten versetzen, vielleicht würden sie dann erkennen, wie ungerecht unsere Gesellschaft ist.