Dort wohnen 109 Leute aus aller Welt, aber der Grossteil dieser Menschen kommt aus den arabischen Ländern. Das Haus hat 3 Stockwerke und einen Keller. Beim Haupteingang steht ein Portier, der die Ausweise kontrolliert. Jeder Bewohner hat einen Ausweis und kommt nur mit dem Ausweis ins Heim rein.

Die Bewohner des Heims bekommen keinerlei Unterstützung vom Bund, sind also nicht in Bundesbetreuung. Im ersten Stock gibt es ein Büro, wo zwei Betreuer und 3 Sozialarbeiter und der Leiter des Heims beschäftigt sind. Sie kümmern sich vor allem um die rechtlichen Belange der Asylwerber, aber auch um alltägliche Probleme (Krankheit, Finanzen...). Es gibt eine Hausordnung, die Alkohol- und Drogenkonsum untersagt und wenn man mehr als zweimal in der Woche ausserhalb des Heims übernachtet, kann man den Heimplatz verlieren. Ausserdem kann man den Heimplatz verlieren, wenn man in eine Schlägerei verwickelt ist. Jeden Tag gibt es eine Kontrolle durch die Hausangestellten, wo kontrolliert wird, wer anwesend ist. Einmal pro Woche muss jeder putzen.

Die Angestellten des Heims vermitteln den Bewohnern aber auch Arbeitsmöglichkeiten innerhalb des Heims oder beim evangelischen Flüchtlingsdienst, um wenigstens 300 Schilling pro Woche zu verdienen. Von diesen 300 Schilling müssen die Personen ihren gesamten Lebensunterhalt finanzieren (Essen, Kleider, Zigaretten...), weil es im Heim keine Verpflegung gibt.

Im Keller des Heims gibt es einen Aufenthaltsraum, wo man Kaffe trinken oder auch fernsehen kann. Die Leute sind oft dort und verbringen viel Zeit in diesem Raum, manchmal bis Mitternacht.
In den Zimmern wohnen etwa 6 - 8 Personen, die zusammen eine Küche und das Bad benützen. Im obersten Stock wohnen vor allem Familien mit ihren Kindern. Familien haben ein eigenes Zimmer, aber die Küche ist für alle. Die Leute, die sich arrangieren können mit den Bedingungen im Heim, bleiben vielleicht ein Jahr oder auch länger, andere verlieren oftmals ihren Heimplatz.
Naim Alluri
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