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Schule geht hinaus und leistet einen Beitrag zur Lösung der Probleme in unmittelbarer Umgebung.
Kardinal Nagl Platz vor etwa eineinhalb Jahren. Wir von Echo haben dort gemeinsam mit Jugendlichen einen Film gedreht - erinnert Ihr Euch noch? Damals waren es nicht nur wir, die uns mit dem “Problem vom Kardinal Nagl Platz” beschäftigt haben. Eine Zeichen-Lehrerin des Gymnasiums in der Hagenmüllergasse war ebenfalls daran mit ihren SchülerInnen gemeinsam das Leben im Park genauer unter die Lupe zu nehmen.
Grund der SchülerInnen, sich für die ParkbenutzerInnen zu interessieren war, dass auch viele unter ihnen täglich den Park durchqueren mussten, um in die Schule bzw. zur
U-Bahn zu gelangen. Einige Mädchen hatten in der Schule über ihre Ängste gesprochen, belästigt zu werden. Unterstützt durch den vom ÖKS finanzierten Dokumentarfilmer Said Manafi fing gleichzeitig zum Projekt “Wir sehen uns”, das Projekt der SchülerInnen an.
Am Dienstag den 23. Mai 00 war die Präsentation zu der wir geladen wurden. “Wir sind zuerst von den ruhigen Punkten ausgegangen- den Platanen, der Rest ist eine Momentaufnahme von Antworten auf Fragen.” sagt die Lehrerin. Platanen sind auch das erste was man sieht im Film, dann kommt Musik die wir kennen. Das Lied kennen wir auch: Wir sind Brüder- warum dieser Streit? Das selbe Lied, das auch in unserem Video eine zentrale Rolle spielt. Dann sieht man verschiedene ParkbenutzerInnen auf Fragen antworten, wie ihnen der Park gefällt, ob es Konflikte gibt,... was die Konflikte sind. Es ist ein Film, in dem die interviewenden Jugendlichen zu Verbündeten der jugendlichen Parkbenutzer werden, obwohl sie sich bemühen sehr neutral und professionell zu bleiben, wärend von manchen Interviewten wirklich unglaubliche Meldungen kommen.
“I bin a a Weana”, sagt Tufan als Antwort auf wüste Beschimpfungen.
Interessant die Diskussion nach dem Film. Obwohl Integrationsfonds, Politiker und Polizei beteuern, der Konflikt habe sich seit dem vorigen Jahr wesentlich entschärft- es gäbe eigentlich keine Probleme mehr, bleiben doch einige Anrainer bei den gleichen Argumenten und Emotionen wie im vorigen Jahr. Es scheint so, als wäre das Thema Kardinal Nagl Platz für einige Personen zur Bühne einer Selbstdarstellung geworden. So wundert auch die Frage eines Anrainers nicht wirklich: Warum habt Ihr keine Österreichischen Jugendlichen interviewt? Im Namen der 2. Generation ein herzliches Danke für die prompte Antwort eines Schülers: Das WAREN ja genau so österreichische Jugendliche!
(Schüler: Im sogenannten Kommunikationszeitalter haben wir das Problem, dass wir nicht miteinander kommunizieren. Wir sollen einmal die Angst abbauen.)
Irmi Novotny
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