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Liebe Leserinnen und Leser!
Ladies Night ist vorüber und wir sind wieder da. Nach einer kurzen Redaktionspause haben wir Artikel zusammengetragen und Photos
gescannt. Recherchiert und aufgeschrieben, was wir erlebt und beobachtet haben in letzter Zeit. Mit dem Hauptthema versuchen wir den Sinn der Ladies Night noch deutlicher herauszuarbeiten. Warum machen wir immer wieder so große Veranstaltungen? Warum wollen wir dabei die Unterstützung bekannter Frauen? Wie immer haben wir uns bemüht, aus der Sicht der jugendlichen RedakteurInnen verschiedene Themen zu behandeln.
So wie sich außerhalb von Echo vieles getan hat, wie zum Beispiel die Abschaffung des begünstigten Zeitungstarifes, die Verkürzung der Mittel für Zivildiener,.. immer weniger Leute auf den Donnerstagsdemos... es scheint so, als würde sich Österreich langsam an diese Regierung gewöhnen. Echo hat es vor dieser Regierung gegeben und wird es nachher geben. Und so schnell werden wir nicht aufhören, laut zu werden gegen Rassismus, Sexismus und Diskriminierungen jeglicher Art. Echo will sich an Rassismus nicht gewöhnen. Echo ist weiterhin im Widerstand.
Aber wir sind seit Ladies Night in einer Phase des Überdenkens. Seit 7 Jahren haben wir immer wieder produziert. Jetzt gönnen wir uns die Zeit, anzuschauen “wo wir stehen”. Wir hinterfragen unsere Arbeit, überlegen, was in dieser veränderten politischen Situation Sinn macht. Wir schauen kritisch auf die veränderte Lage der türkischen Jugendlichen, die sich in letzter Zeit immer stärker in ihrer Freizeit freiwillig (?) ghettoisieren. Wir beobachten auf der Straße, und sitzen im Park um herauszufinden, wie die Stimmung ist. Mit den EchotInnen finden jede Woche Diskussionsrunden statt. Was denken sie über Echo, was denken ihre Freunde. Was finden sie gut, was brauchen sie? Echo ist bereit alles auf den Kopf zu stellen, um im Herbst mit neuer Überzeugung die Arbeit gegen Rassismus weiterzuführen. Sicher ist, dass wir noch lange nicht bereit sind, Ruhe zu geben.
Für mich gibt es im Herbst auch eine persönliche Veränderung. Ich werde für einige Zeit nach Berlin übersiedeln und mich umsehen, was es dort für Initiativen und Projekte gibt, die vielleicht einmal in ähnlicher Form für Wien interessant wären. Das heisst aber für mich Abschied zu nehmen, zumindest von meiner täglichen Arbeit in Echo. Aus der Ferne werde ich mich sicher immer wieder melden, aber diese Spalte wird bald jemand anderer mit Inhalt füllen. Danke an dieser Stelle an alle, die mir geholfen haben, auf Wiedersehen.
Irmi Novotny
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