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Sie wurde 1954 im Kosovo geboren, wuchs in einer vierköpfigen Familie mit Mutter, Vater, einem Bruder und einer Schwester auf. Die Zeit war sehr schlecht, man war nicht zivilisiert und es herrschten andere Gesetze.
Nach zwei Jahren bekam sie noch eine Schwester. Ihre Volksschule machte sie im selben Dorf, in dem sie auch wohnte, doch die weiterführende Schule in einem anderen. In dieser Zeit, war sie siebzehn Jahre alt, ihr Vater verlobte sie mit meinem und mit achtzehn hat sie ihn geheiratet.
In den vierundzwanzig Jahren dieser Ehe brachte sie fünf Kinder auf die Welt...
Nach drei Jahren kam ihr erster Sohn auf die Welt. Sie wohnte bei ihren Schwiegereltern und die ganze Familie freute sich über den Jungen. Ihr Mann musste Geld für die Familie verdienen. Das war unterschiedlich, manchmal arbeitete er in der selben Stadt und es gab auch Zeiten, wo er in einem anderen Land arbeitete, weit weg von der Familie. Mit der Zeit füllte sich die Familie, denn nach drei Jahren kam der 2. Sohn. Wie ihr erster Sohn 7 Jahre alt war und der zweite 4, kam ich auch noch dazu. Meine Mutter wünschte sich eine Tochter, und wie ich 1 Jahr alt war bekam ich einen Bruder.
Sie kümmerte sich sehr um uns alle, hat unsere Sachen gewaschen, kochte für die ganze Familie und machte den ganzen Haushalt. Ich war 14 Jahre alt, als mein ältester Bruder zum Militär
nach Kroatien ging. Wegen dem Krieg dort, musste er dann in ein anderes Land fliehen, meine Mutter vermisste ihn sehr. Und ebenso musste nach fünf Jahren ihr zweiter Sohn das Land verlassen. Meiner Mutter tat das sehr weh, weil ihr Sohn nicht ins Militär wollte, und hatte Angst, vor der Polizei. In der Zeit begann auch der Krieg in Bosnien. Drei lange Jahre verbrachte meine Mutter in Trauer und brachte dann noch einen Sohn auf die Welt. Am meisten tat ihr weh, dass sie den Krieg mit ihren zwei jüngsten Söhnen erlebte. In dem blutigen Krieg floh sie von einem Wald in den anderen, um nur noch am Leben zu bleiben. Ein noch schwererer Schicksalsschlag war, dass ich sie in der schweren Zeit verlassen habe. In der Zeit haben wir uns drei Monate nicht gesehen, weil jeder fliehen musste und wir uns aus den Augen verloren haben. Dann sagte sie mir, ich solle weiter in ein anders Land fliehen, um weiterleben zu können. Und sie müsse bleiben, um sich um die zwei jüngsten Söhne zu kümmern. Wegen dem Krieg verlor sie ihr Haus, für das sie ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet hat. Aber sie ist noch stark, sie hat die Kraft zu arbeiten und hat ein Herz für ihre Familie, ihre Freunde und all die Leute, die sie kennt. Im Gesicht ist meine Mutter etwas älter geworden, man sieht die Trauer von einem Jahr zum anderen, und trotz alldem scheint meine Mutter wie die Sonne am Himmel. Ihre Hände haben hart gearbeitet, und noch immer ist sie bereit für alles, egal was passiert. Nach allem, was meine Mutter erlebt hat, ist sie bereit, auch für die Zukunft zu kämpfen.
Naim Alluri
Ich habe mich nicht sehr gut dabei gefühlt, wie ich den Text von Naim übersetzt habe. Ich kann mich ein wenig in seine Lage versetzen. Die Situation des Krieges erinnert mich an meine eigene Vergangenheit die ich vor acht Jahren erlebt hatte. Es ist schwer mit jemanden darüber zu reden, weil man nicht weiß wie derjenige darauf reagieren wird und ich persönlich wünsche es keinem. Man fühlt sich hilflos doch dabei hat man nur ein Ziel im Kopf, überleben. Oft frage ich mich was passiert wäre, wenn der Krieg in Bosnien nicht ausgebrochen wäre. Ich frage mich immer, wie Menschen so herzlos sein können. Wenn man nur nachdenkt, wieviele Menschen ihr Leben für ein Land geopfert haben. Ich rede oft mit Naim, wir sind gut befreundet, auch wenn wir uns nicht immer in einer Sprache unterhalten können.
Ich wünsche ihm alles gute für seine Zukunft und hoffe, dass er seine Familie findet!!!!!!!!!
Selma Hadzic (17)
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