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Die Rolle der Frau von gestern hat sich im Vergleich auf heute nicht viel verändert. Frauen haben es nicht immer leicht im Leben gehabt und kämpfen noch immer, ihre Meinung, Gefühle und Interessen im heutigen Lebenszyklus ans Tageslicht zu bringen und somit einiges an ihrem Lebensstandard zu verbessern.
Frau- Arbeit- Kind- Haushalt.
Es wäre Zauberei, wenn man diese vier Wörter unter einen Hut bringen könnte, natürlich nur wörtlich gemeint.
Frauen haben die Qual der Wahl:
entweder: Heirat-Kind-Haushalt, oder Karriere-Arbeit-Erfolg. Warum kann sich eine Frau nicht für beide Lösungen entscheiden?
Ich selbst, habe keine Kinder, habe meine Erkenntnisse aus Diskussionen mit Frauen, die Kinder haben. Ich bilde mir so meine eigene Meinung, und sehe meine Zukunft klarer. Arbeitskolleginnen erzählen mir, wie es aussieht, wenn man sich für beide Lösungen entscheidet: Stress, Spannungen, schlechte Laune, das sind die Erscheinungen, wenn die Frau Familie und Arbeit verbinden möchte. Obwohl die Familie nicht nur aus Kind und Mutter besteht, liegt die gesamte Last auf der Frau. Der erfolgreiche Mann möchte von dieser Last nichts wissen. Seine Arbeit liegt im Mittelpunkt. Eine Frau sieht die Sache anders, fühlt sich verantwortlich für den Haushalt und für ihr Kind. Ihre Emotionen kann sie nicht übergehen, denn das Kind steht im Mittelpunkt und somit an erster Stelle. Der Tag einer Frau muss genau geplant werden. Nach der Arbeit muss die restliche Zeit für ihr Kind zur Verfügung stehen. Viele Frauen können diesen Stress nicht aushalten und verzichten auf Arbeit und Erfolg.
Gehört die Frau hinter den Herd, oder ist sie ein Emotionsbündel, das von der Gesellschaft ausgenützt wird?
Hausfrau und Mutterrolle prägen auch heute das Bild der Frau. Die Karriereleiter erfolgreich und mühevoll bestiegen, ist der Abstieg nicht weit entfernt, da sie den mütterlichen und ehelichen Pflichten nachgehen muss.
Ich weiss z.B. von meiner Schwester, die in ihrer Arbeit sehr erfolgreich war, bis sie ihr erstes Kind auf die Welt gebracht hat. Die Vorstellungen und Ziele, die sie einst erreichen wollte, musste sie aufgeben. Zwei Jahre in Karrenz, sieht sie ihr Privatleben und die Arbeit aus einer anderen Sicht. Sie möchte ihrem Kind die “Liebe und Geborgenheit” einer “richtigen Familie” geben. Sie möchte erst gar nicht die Entscheidung zwischen Arbeit und Familie treffen, denn ihrer Meinung nach hat das Kind Vorrang. Das Kind soll die Familienliebe und Unterstützung spüren und sich wohlfühlen. Was gibt eine Frau nicht für ihre Familie auf?- Eigentlich alles. Der Traum von Erfolg und Karriere bleibt schlussendlich nur ein Traum. Der Wiedereinstieg in die Berufswelt lässt die einst erfolgreiche Geschäftsfrau im Hintergrund stehen. Dadurch, dass Wissen und Technik sich enorm entwickeln, ist sie nicht mehr am neuesten Stand, kommt sich jetzt in der so vertrauten Welt unnütz und verloren vor. Zeit und Mühe kostet es ihr, alles noch einmal nachzuholen, wobei sie nebenbei auch noch anderen Pflichten nachgehen muss.
Neue Gesetzesregelungen ermöglichen Karrenz auch für Männer, somit könnten Frauen uneingeschränkt nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten.
Allerdings übergehen viele Männer diese Regelungen, weil sie weder zu Hause bleiben wollen, um das “lästige” Kind zu betreuen, “Frauenarbeiten” zu erledigen, noch ihre Karriere aufgeben wollen. Karrenz bedeutet “kurze Pause” in der Berufswelt. Für Männer ist die Arbeit viel zu wichtig, um es für´s Windelwechseln oder Hausarbeit aufzugeben. Aber Frauen sind gut genug dafür. Gleiches Recht für beide Geschlechter. Hilfe im Haushalt braucht jede Frau. Gemeinsame Tätigkeiten stabilisieren die Familienfreude und machen das Leben erst lebenswert. Freude an der Arbeit und am Leben wirkt wie positive Energie.
Selbstbewußtes Auftreten und Weiterbildung der Frauen wird in den meisten Kulturen durch die aggressive Herrschaft ihrer Ehepartner unterdrückt. Religion und Kultur wird oft als Waffe gegen die Frau eingesetzt. Viele Länder akzeptieren keine Frauen an der Uni, somit wird die Frau wieder in eine Reihe hinter den Mann gestellt. Ehepartner nutzen die Traditionen und Gepflogenheiten ihrer Kultur aus und geben den Frauen keine Chance zur Weiterbildung.
Ich habe karrieremäßig und privat selbstständig sehr viel erreicht. Durch mein Durchsetzungsvermögen und Selbstbewußtsein, das meine Eltern von klein auf unterstützt haben, stehe ich auf eigenen Füßen in dieser Welt. Ich möchte ohne Unterstützung im Leben vieles erreichen. Ich selbst habe auch große Träume und will sie verwirklichen. Natürlich hat man es im Leben als Frau nicht einfach. Wenn die Probleme mir bis über den Kopf stehen, und ich sehe: nichts geht mehr, wie ich es mir vorstelle, schalte ich ab.
Beginne langsam alles durchzugehen, denke und glaube fest an mich selbst und ermutige von Neuem mein Selbstbewußtsein. Und siehe da: nichts auf der Welt ist unlösbar und könnte mich von meiner Bahn entgleisen. Ich bin zwar keine Optimistin, aber das “positive Deken” gibt mir die Kraft, die ich im Leben brauche.
Die Frau, mit ihrem fehlerlosen Erscheinen, soll den perfekten Puzzle-Teil in der Männerwelt ergänzen. Viele Frauen haben Strategien gegen dieses Bild der Alleinherrschaft entwickelt, sie brauchen keine starke Männerschulter, um sich aus kritischen Situationen herauszulösen. Alleinstehende und verlassene Frauen jedoch müssen sich mit den schwierigen Situationen im Leben selbst zurecht finden und mit selbstbewussten Aktionen den Lebensstandard verbessern. Vereine für alleinstehende Mütter und hilflose Frauen fördern das Selbstbewusstsein und helfen ihnen, wieder selbstständig zu agieren. Frauen mit verschiedenen Problemen treffen einander und reden über ihre Probleme. “Hilfe zur Selbsthilfe”, damit sie auch in Zukunft ihre Probleme selbst bewältigen können.
Die Frage “Macht der Weiblichkeit und Intelligenz, oder das schwächere Geschlecht? steht wieder offen im Raum. Ich glaube, dass jeder Mensch, ob Mann oder Frau, sich diese Frage stellen und beantworten müsste, denn vieles entsteht erst im Kopf und dann wird es in die Tat umgesetzt. Man kann nicht handeln, ohne darüber nachgedacht zu haben.
Serpil Satilmis
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