Ladies Night Gästinnen

sexismus und rassismus können nur gemeinsam bekämpft werden.

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  Ladies Night zeigt, wie junge Frauen positiv und offensiv 

gegen Sexismus und Rassismus in der Öffentlichkeit auftreten können.

          


Besonders junge Frauen haben es oft nicht leicht, aber wenn ich erlebe wie stark sie sich für ihre Anliegen in Vereinen wie z.B. Echo einsetzen, bemerke ich auch, was für ein Potential da ist. Der Vorwurf, der oft zu hören ist, dass die Jugend heute entweder nur apathisch vor dem Computerspiel sitzt, von einem Rave zum anderen geht und dass “alle” jungen Frauen sowieso unterdrückt sind, stimmt meiner Meinung nach nicht mit der Wirklichkeit überein. Junge Menschen haben heute eben nur andere Ausdrucksmittel und gehen andere Wege als ältere Generationen es taten. Gerade junge Frauen sind oft mobil, weltgewandt, sprechen oft mehrere Sprachen (wobei hier ein wichtiges Potential in der 2. und 3. Generation steckt, insofern sie nicht von einer Umgebung welche völlige Integration gleich setzt mit Herkunftsverleugnung zu stark beeinflußt werden) und vor allem: sie sind voller Ideen. 

Gerade sogenannte “ausländische” Jugendliche müssen wir PolitikerInnen als ein Potential sehen, da sie über zwei Kulturen Bescheid wissen und oft fließend mindestens zwei Sprachen sprechen. Wenn ihnen die Möglichkeit gegeben ist, ihre beiden “Muttersprachen” und Kulturen voll zu entfalten (hier wäre die so oft beschworene interkulturelle Pädagogik gefragt), bin ich mir sicher, dass wir sie gemäß ihrem Anteil der Bevölkerung in Zukunft auch in leitenden Positionen sehen würden. Oder wer glaubt nicht, dass eine türkisch stämmige, österreichische EU-Beauftragte bei Verhandlungen zB. mit der Türkei über den bevorstehenden EU-Beitritt einen brillianten Eindruck machen würde?
Junge Frauen der 2. und 3. Generation, ausgestattet mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen, werden in Zukunft sicher lauter oder offener Sexismus und Rassismus in die Schranken weisen. Gewiss ist jedenfalls, dass sie in den nächsten Jahren “unser Wien” ein ganzes Stückchen auf den Kopf stellen werden. Ich bin gespannt auf den Anblick!

Maria Vassilakou
(Die Grünen)