Meinungen

2. generation

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  “Ein großes Problem stellt die Differenz zwischen 

den beiden Welten dar, in denen die Mädchen leben. 

Sie fühlen sich weder in Österreich noch in ihrer 

Heimat anerkannt und zugehörig, wobei oft der Wunsch 

geäußert wird, den österreichischen Mädchen ähnlich 

zu sein. Sie stehen somit in einem ständigen Konflikt 

zwischen der Einhaltung der von den Eltern auferlegten 

Verhaltensregeln und dem Versuch es österreichischen 

Jugendlichen gleichzutun.”

          

Ich finde, dass bei mir dieser Satz, dass sich die Mädchen weder in Österreich noch in ihrer Heimat anerkannt und zugehörig fühlen, nicht zutrifft. Ich betrachte Österreich als quasi - meine neue Heimat. Ich habe hier Freunde gefunden, gehe zur Schule und lebe, würde ich sagen, ein friedliches, normales Leben mit meiner Familie. 

Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen, wieder in “meiner Heimat” zu leben, denn dort habe ich nichts. 

Meine Mutter würde alles geben, um “unten” zu leben. Meiner Meinung nach, müsste ich in Bosnien von vorne anfangen. Nicht einmal meine Muttersprache beherrsche ich gut. Ich lebe seit fast 9 Jahren in Wien und das ist mehr als die Hälfte meines Lebens. 

Ich selber will mich nicht mit österreichischen Mädchen vergleichen! Ich will nicht die Österreicher beleidigen, das ist nicht meine Absicht, doch ich finde jedes Mädchen ist eine Persönlichkeit! Doch ich will nicht die österreichische Kultur übernehmen, denn ich möchte auch was von meiner Kultur haben. Ich werde immer eine Bosnierin bleiben. Ich habe selbst kein Problem mit österreichischen Mädchen oder so. Ich habe auch sehr viele österreichische Freundinnen, die ich schätze. 

Ich finde, dass meine Mutter eine sehr starke Persönlichkeit ist, denn ich verdanke ihr, dass sie mir fast nichts verbietet, so wie es bei manchen Mädchen der Fall ist. Es ist auch sehr wichtig für ein Mädchen, dass ihr die Eltern zur Seite stehen.

 

Fahreta Cirak (17)