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Disskusionsleiter war Dr. Lonnie Johnson, Executiv Director der Fullbright Commission, der seit 25 Jahren in Österreich lebt. Ehrengast war die amerikanische Botschafterin in Österreich, Kathryn Hall. Die Eröffnungsrede wurde von Daniela Busic von Echo gehalten. Hauptthema der Diskussion waren die Erfahrungen der beiden Männer in ihrer Jugend als Kämpfer gegen Rassismus und Ausgrenzung. Ihre Botschaft für die nächste Generation war Toleranz anderen gegenüber, unabhängig von religiösem Bekenntnis oder Hautfarbe.
Andrew Sternberg fühlte sich zum ersten Mal zurückgewiesen, als man ihm als Kind sagte, er hätte Jesus Christus getötet. Weinend lief er nach Hause und fragte seine Mutter, ob das war sei.
Als Ungar hat er sein Volk immer für etwas besonderes gehalten, für intelligent und mächtig; aber als er ins Konzentrationslager nach Auschwitz kam, traf er dort Menschen aus 31 verschiedenen Ländern und erkannte, dass alle Menschen im Leid gleich sind. Er gab uns den Rat, dass niemand von sich glauben sollte, er käme aus dem besten Teil der Welt.
Mr. Sternberg ist in drei verschiedene Konzentrationslager gebracht worden, ehe er im Alter von 16 aus Mauthausen befreit wurde.
Er sprach über die Schwierigkeiten, die man hat, wenn man sein eigenes Land verlassen muss und in einem Land leben muss, das einen nicht akzeptiert. Er hatte Schwierigkeiten in Amerika, aber nicht so viele wie die, die nun in Österreich
entstehen.Er sprach über die Toleranz, die nötig ist, um solche Situationen zu überwinden. Nächstes Monat wird er 71 Jahre alt, und er ist über all das, was ihm wiederfahren ist, nicht verbittert. Er mahnte die Jugend zu gegenseitiger Toleranz.
Rev. Moss Junior lebt in Cleveland. Er hat zwei Bücher geschrieben, eines mit schockierenden Enthüllungen darüber, wie Afro-Amerikaner in den letzten 100 Jahren behandelt worden sind und das andere über die Konzentrationslanger im dritten Reich und deren Befreiung.
Er sprach über die vielen Leidensjahre des afrikanischen Amerika, darüber, wie es befreit wurde und dass man ständig dafür arbeiten müsse, dass die Geschichte sich nicht wiederholt.
Vor 40 Jahren kämpfte er gegen die Rassentrennungsgesetze in Atlanta /Georgia.
Heute ist Atlanta eine der führenden Städte der Welt mit einer interkulturellen Gesellschaft und zwei Afro-Amerikaner haben der Stadt je zwei mal als Bürgermeister gedient.
Dr. Moss sagte: “Wir wurden durch Ungerechtigkeit gewaltsam unterdrückt, aber wir folgten trotzdem dem gewaltlosen Weg von Martin Luther King.” Er hofft, dass wir, die zweite Generation, dem gleichen Weg der Toleranz folgen, gegen das Böse in der Gesellschaft auftreten und nicht schweigen.
Anschließend gab es Kommentare und Diskussionen im Publikum. Was mich sehr stört ist, dass ein unbekannter Mann, der neben all den oben erwähnten Ungerechtigkeiten auch auf die aktuelle Situation im Kosovo und in Yugoslavien und die Rolle der USA hinweisen wollte, ging, als man ihn bat leiser zu reden. Ich verstehe nicht, warum seine Fragen nicht beantwortet wurden und warum die Botschafterin der USA ihm nicht geholfen hat, immerhin REPRÄSENTIERT sie eine demokratische Gesellschaft. Auch wir vom Echo hätten auf ihn hören sollen um etwas von ihm zu lernen.

Ich erinnere an eine Ausssage, die, wie Rev. Dr. Moss zitierte, ein Rabbi im August 1963 über die Konzentrationslager gemacht hat: ”Es gab etwas, das schlimmer war als das Töten, Verbrennen und Vergewaltigen der Menschen- das war das Schweigen der guten Menschen.”
Wer nicht gegen Ungerechtigkeit auftritt, macht sich selber schuldig und wir in Echo und alle Jungen müssen gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung auftreten. Das ist die einzige Hoffnung für die zweite Generation.
Robert Braimah (18)
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