Kultur

Nordrand

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Wir haben alle ein mulmiges Gefühl gehabt, bevor wir uns in Richtung Cineplexx auf den Weg gemacht hatten. Daniela und Magda sollten Interviews von einigen Darstellern machen. Ali Can machte Fotos, Muzafer war unser Kameramann, Thomas und Mehmet haben sich bei Echo-TV beteiligt. Ich habe die Aufgabe übernommen, mich über den Film kritisch zu äußern und ein wenig über den Film zu berichten. Wir sind um 18.45 von Echo weggegangen und stiegen bei der Station Donauinsel aus. Der erste Eindruck vom Kino war nicht schlecht. Ali Can und Dani holten die reservierten Karten bei der Kassa ab und dann waren unsere Sitze nicht nebeneinander. Wir mussten uns ein bisschen im Saal verteilen, so sind wir immer zu zweit nebeneinander gesessen.
Bevor der Film begonnen hatte, erzählte uns die Regisseurin kurz was zum Film. Die Lichter gingen aus, die Vorhänge wurden weggeschoben und los ging’s! Die Hauptpersonen sind zwei Freundinnen, Tamara und Jasmin, die schwanger geworden sind, aber abgetrieben haben.
Jasmin war so eine, die mit vielen ins Bett gegangen ist und zuhause Probleme mit den Eltern hatte.
Tamara war hier in Wien, ohne ihre Eltern und ohne ihren Bruder. Als sie erfährt, dass ihr Bruder gestorben ist, ist in ihr eine Welt zusammengebrochen. Jasmin lernte einen Bosnier kennen, der illegal nach Österreich wegen dem Krieg geflohen ist und sie verliebten sich. Tamara hat sich mit ihrem Freund zerstritten, wie auch Jasmin zuvor, und lernte einen Rumänen kennen. Sie feierten zusammen Silvester am Stephansplatz und sie zeigten, dass auch Leute aus verschiedenen Nationalitäten sich vertragen können. Jasmin ist später dann wieder schwanger geworden und dann hat sie sich entschlossen, es zu behalten.
Der Rumäne ist wieder nach Rumänien zurückgefahren, obwohl er der Jasmin gesagt hat, das er in die USA fliegt. 

Nach dem Film wurden die einzelnen Darsteller und Arbeiter zum Film auf die Bühne gerufen und Edita Malovcic hatte noch ein Lied vorgetragen. Sie hat meiner Meinung nach eine sehr gute Stimme. Nach dem Film wurden die Interviews gemacht und ich habe mir schnell ein Autogramm von Edita geholt.

So fuhren wir nach reibungslosem Ablauf von der Donauinsel um 23.45 weg.

Die Darsteller spielten ihre Rollen hervorragend, die Hintergrundmusik war auch gut gewählt worden (u.a. Luna, Dr. Iggy, Zana, uvm.). Es kam mir halt nur vor, dass die einzelnen Szenen ziemlich kurz waren und bei einigen Situationen sehr arg auf eine andere Situation gesprungen sind. Zum Schluss weiss man nicht so richtig was mit den anderen passiert ist. Am besten schauts ihr euch den Film selber an-es lohnt sich!
Im Namen von Echo möchten wir uns bei ‘Polyfilm’, Hans König, und bei ‘City-Stadtzeitung für Wien’, Nikolaus Immanuel Köhler, herzlichst bedanken!!!

Attila Bodi (17)


Ist dieser Film Ihre persönliche Demonstration gegen den Rassismus?

Barbara Albert, die Regisseurin: Ich hoffe schon, ich wollte eigentlich einen mehr politischen Film machen. Ich habe das Gefühl, er ist jetzt sehr konzentriert auf die Figuren, aber ich sag’, es gibt keine Szenen, wo die Österreicher eindeutig ausländerfeindlich sind. Man spürt’s vielleicht so durch, aber es gibt keine Szenen, wo eins zu eins - wo die bösen Österreicher auf die guten Ausländer schimpfen. Ich wollte ursprünglich mehr Szenen machen, wo man die Ausländerfeindlichkeit spürt, weil das

ziemlich ein wichtiges Thema ist.