hauptthema

Integration

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Das Thema für diese Ausgabe war uns schon lange vor dem Ausgang der letzten Wahlen klar.

Irgendwie hatten wir diesen Wahlausgang leider erahnt, denn er hatte sich ja einerseits durch die vorangegangene Werbung, aber auch die Stimmung in der Bevölkerung schon deutlich abgezeichnet. Nach der Wahl waren viele Leute überrascht und das Thema Integration wurde in den Medien viel diskutiert. Nicht immer waren wir einverstanden mit dem, was da unter dem Begriff „Integration“ alles gemeint wurde. Klar war für uns, dass wir unsere eigene Meinung in Worte fassen müssen, in Bilder und Artikel.

Zunächst haben wir versucht Integration zu definieren, damit innerhalb der Redaktion eine Klarheit gegeben war, was wir wollen und was wir sicher nicht wollen. Wie von alleine haben sich dadurch auch andere Themen ergeben, wie zum Beispiel was ist Anpassung?, was ist fremd?, was bedeuten Mehrheit und Minderheit im Zusammenhang einer Integrationsdebatte? Was diese Fragen betraf, war es für die beteiligten Jugendlichen noch relativ leicht, Antworten zu finden. Leicht wäre es auch gewesen, viele Beispiele zu bringen, wie Integration nicht funktioniert, doch wir wollten nicht jammern, wir wollten zu Themen Stellung nehmen, die immer wieder als möglicher Lösungsansatz vorgeschlagen werden. Wie denken die EchotInnen über eine doppelte Staatsbürgerschaft, wie stehen sie zu aktivem und passivem Wahlrecht für BürgerInnen nicht österreichischer Staatsbürgerschaft?

Versucht haben wir auch uns und damit auch unseren LeserInnen einen Überblick zu verschaffen, was die verschiedenen Parteien an integrativen Maßnahmen vorschlagen und auch was Wiens größtes Integrationsinstrumentarium, der Wiener Integrationsfonds unter Integration versteht.


Schwierig war es allerdings für die Jugendlichen unabhängig von schon vorhandenen Vorschlägen eigene Ideen zu entwickeln, wo man von staatlicher Seite her ansetzen könnte. Was Institutionen dazu beitragen können, damit die BürgerInnen zu einer „richtigen“ Integration bereit werden. Wie kann man Interesse wecken an „dem Fremden“, wie kann man erwachsenen Menschen Respekt vor anderen erwachsenen Menschen beibringen? Wir, die 2. Generation, wollen nämlich nicht Toleranz sondern Respekt und Akzeptanz. Die Jugendlichen in Echo leben täglich einen Prozess, der einander näherbringt, der Respekt vor dem Gegenüber verlangt. Dieses voneinander Lernen, das Voraussetzung für einen gelungenen Integrationsprozess ist, müssen wir auch von NichtechotInnen verlangen. In diesem Zusammenhang schien es uns wichtig die von gettoattack formulierten Forderungen in echo abzudrucken, Vorschläge um wenigstens von rechtlicher Seite eine annähernde Gleichstellung zwischen allen BürgerInnen Österreichs zu erlangen.
Natürlich gibt es aber auch in dieser Ausgabe wieder einen Artikel über konkrete Ansätze in der Jugendarbeit. (Neue) Ideen, die zumindest wir als Echo bemüht sein werden, zu verwirklichen.

die Redaktion