hauptthema

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Integriert ist der Mensch dort, wo er angenommen ist. (Mahmuriye Arslan, 16)

Integration. Schönes Wort, nicht wahr?
Vor allem wenn man bedenkt, was es eigentlich bedeutet:
Integration ist die Verbindung einer Vielheit von einzelnen Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit. (Soziologische Definition)
Schade ist nur, dass viele Menschen Integration mit Anpassung verwechseln. Besonders, wenn es um das umstrittene Thema der Ausländerintegration geht, meinen viele, dass Zuwanderer sich anpassen müssen und benützen dafür das Wort Integration.
Wieso müssen sich ausländische Mitbürger eigentlich anpassen? Etwa, weil sie sich Österreich als Land zum Leben ausgesucht haben? Ändert sich dadurch ihre Religion oder ihre Kultur?
Es darf nicht vergessen werden, dass sehr viele Zuwanderer Flüchtlinge sind, denen keine andere Wahl geblieben ist, als ihre Heimat zu verlassen. Wenn sie dann noch ihre Mentalität und Religion aufgeben müssen, was bleibt ihnen?

Für zugewanderte Kinder ist es leichter als für Erwachsene, sich in die Gesellschaft einzuleben - sich zu integrieren - da sie in der Schule schnell neue Freunde finden, obwohl es auch oft an der Sprache scheitert. Bekanntlich aber lernen Kinder schnell voneinander.
Gestört fühlen sich Österreicher besonders durch die anderen Kulturen der ausländischen Mitbürger. Das Tragen von Kopftüchern und das Nichtessen von Schweinefleisch irritiert sie und deshalb stufen sie es als negativ und störend ein. Was an Kopftüchern störend sein soll? Gute Frage...
Wenn man den Bräuchen der Zugewanderten allerdings so negativ entgegensteht, darf man nicht erwarten, dass Zugewanderte voller Respekt den Inländern gegenüber sind.
Bedenklich ist allerdings, dass man über Integration Diskussionen führen muss, es sollte selbstverständlich sein und jeder Einzelne, ganz gleich ob In- oder Ausländer, sollte damit im täglichen Leben beginnen - nämlich kennenzulernen.
Ein konkreter Vorschlag, um SchülerInnen andere Religionen und Kulturen näherzubringen, wäre den „gewöhnlichen“ Religionsunterricht etwas anders zu gestalten, indem Lehrer nicht ausschließlich den röm.-kath. Glauben, sondern (vom Lehrplan auch daran gebunden) andere Kulturen und die damit verbundene Religion näherbringen. Hinzu kommt, dass damit auch gleich das typische Bild „Jetzt müsst ihr raus, denn wir haben Religionsunterricht“ vertrieben wird, da alle - zugewanderte und inländische Kinder - an diesem speziellen Unterricht teilnehmen würden. Inhaltliche Fragen zu den einzelnen Religionen und Kulturen würden auch gleich miteinander behandelt werden können. Voraussetzung dafür wäre allerdings eine umfangreichere Ausbildung der Lehrer - und das nicht nur für Religionslehrer. Denn Bildung kann ein erster Schritt auf dem Weg über die Brücke werden, damit Fremdes Bekanntes wird. Denn auf was es letztendlich ankommt ist der Respekt, der entgegengebracht werden muss, wenngleich man vielleicht auch nicht einer Meinung ist.



Anali Manzana-Marin (15)