Ich will mich kurz über das Wort fremd, was das bedeutet, wieso man sich von was Fremden fürchtet, auseinandersetzen.
Wenn ich etwas nicht kenne, dann ist es mir fremd, aber Angst davor habe ich keine. Wieso sollte man eigentlich Angst haben? Es können viele schöne Sachen sein, dieses Unbekannte. Ich glaube das Fremde wird zu negativ genommen, aber das muss nicht so sein. Eine Musikart oder eine Kultur ist auch was Fremdes, aber man kann auch gefallen daran finden und es ist was Schönes. Viele Menschen sind zufrieden, so wie sie leben und dadurch haben sie Angst, dass etwas Fremdes, dieses schöne Leben negativ beeinflussen könnte. Sie sind gegen alles Fremde. Ich glaube aber eher, dass etwas Fremdes nichts Negatives anrichten kann, wenn dann nur was Positives. Ich verstehe auch nicht wie man sagen kann, dass dieses Fremde etwas Schlechtes ist. Wahrscheinlich kennt er es überhaupt nicht und so kann er es nicht beurteilen. Wenn er es dann kennengelernt hat, dann nimmt er davon Gebrauch oder nicht, das ist allein seine Entscheidung!
Eigentlich hat man nicht nur vor was Fremden Angst, sondern auch vor was Bekanntem. Man sagt oft, dass man Angst vor Ausländern hat, aber wenn z.B. zwei Männer entgegenkommen, die aggressiv erscheinen, ist es egal obs Fremde sind oder Einheimische! Man hat Angst vor was Stärkerem. Wenn ich weiß, dass sie mir eh nichts anhaben können, hab ich ja Nichts zu befürchten.
Man hat vor allem Angst, was man nicht unter seine eigene Kontrolle bringen kann, dem man ausgeliefert sein kann. Wenn mir was unbekannt ist vor dem ich Angst haben könnte, versuche ich mich darüber zu informieren und somit Klarheit darüber zu bekommen um zu wissen, ob ich mit dem was anfangen kann oder nicht.
Ich finde man sollte sich mit Unbekanntem, was einem interessant sein könnte oder wovor man Angst hat, auseinanderzusetzen, um für die Zukunft dazuzulernen und nicht einfach das Fremde als was Schlechtes abstempeln!
Jetzt stellt sich die Frage, wie man diese Angst bewältigen könnte. Man sollte Kontakte mit Fremden suchen um zu sehen wie sie wirklich sind. Es gibt viele Möglichkeiten (z.B. Vereine, Institutionen, ...) wo man den Anfang machen kann. Super wäre, wenn man vielleicht Veranstaltungen machen würde, wo man deutsche und andersprachige Musik spielen könnte. So wären Einheimische und Fremde zusammen und so könnte ein Kennenlernen leichter ermöglicht werden! Es zählt nicht das Aussehen, sondern die inneren Werte aller Menschen!
Es fällt mir ziemlich schwer andere Möglichkeiten zu finden, wie die Menschen aufeinander zugehen könnten. Jeder muss dazu beitragen und es auch wirklich wollen!
Anpassung
ist etwas anderes als Integration!
Jeder Einzelne von uns definiert das Wort Anpassung irgendwie anders. Nun ist die Frage, was ich unter Anpassung verstehe?
Es ist sehr schwer, das Wort in Worten auszudrücken. Ein Teil der Inländer (aber nur ein Teil) will, dass wir, Ausländer, uns den österreichischen Jugendlichen anpassen. Das könnte sehr schlimme Folgen haben und die meisten stark verletzen. Zum Beispiel in meiner Schule: Dieses Jahr kam eine Türkin mit einem Kopftuch in den Hof und schon waren alle Augen auf sie gerichtet. Manche fingen an zu kichern und blöde Sprüche zu verbreiten wie Wir leben nicht in der Türkei sondern in Österreich!. Es hat geheißen, in ein paar Jahren werden in der Schule der Großteil die Ausländer sein.
Für mich ist es sehr verletzend, wenn die Jugendlichen meinen, man sollte das Benehmen der Österreicher übernehmen (nicht dass ich das Benehmen der Österreicher beleidigen will), aber ich finde, jeder hat seine eigene Kultur und seine eigene Mentalität. Was die meisten unter Anpassung verstehen, ist in meinen Augen sehr negativ, zum Beispiel: dass die türkischen Frauen und Mädchen keine Kopftücher tragen sollten, dass in den öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln nur Deutsch und nicht unsere Muttersprache gesprochen wird.
Ich befragte einige meiner Mitschüler zu diesem Thema und war wirklich beeindruckt, dass die meisten österreichischen Mitschüler Anpassung als ein negatives und verletzendes Wort empfinden.
Was ich nicht akzeptieren will und nicht kann, ist, dass wir Ausländer alle in einen Topf geworfen werden.
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