Leitmotiv: Die BürgerInnenrechte und soziale Rechte sind unteilbar
Integrationsarbeit an der Basis bedeutet einerseits informieren, überzeugen, argumentieren, Hintergründe und Zusammenhänge über die Anderen vermitteln. Ein anderer, wichtiger Teil ist die Weitergabe von Kompetenzen, sich in den rechtlichen, administrativen Vorschriften und im sozialen Leben in Österreich und speziell in Wien zurechtzufinden. (a, S. 59)
Schwerpunkte:
- Frauen
- Senioren
- Jugend, Schule, Bildung
- Beratung, Service, Information
- Soziales
- Wohnen
- Sprache
Abhaltung einer Integrationskonferenz als Plattform und Diskussionsforum mit Teilnahme möglichst vieler NGOs und MigrantInnenvereine um neue Akzente in die Integrationspolitik einbringen zu können.
Ziele in den Außenstellen:
- Verbesserung des sozialen Klimas im Stadtviertel
- Abbau von Ängsten, Vorurteilen, Frustrationen
- Aufbau des Dialoges mit Vertretern der ZuwanderInnen und deren Integration in demokratische Entscheidungsfindungsprozesse auf Bezirksebene
- Erarbeitung neuer Sichtweisen und Spielregeln im Zusammenleben zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen
Praktisch: Anlaufstellen für Zuwanderer und Alteingesessene: Information, Beratung, Vermittlung, Schlichtung, Kooperation mit wichtigen Personen und Einrichtungen (Bezirksvorstehung, Schulen, Uni, Magistrate,...).
Wünsche für das urbane Leben (Leben in der Stadt):
- Maßnahmen der Stadterneuerung in slumgefährdeten Bezirken
- kostenintensive Pflege von öffentlichen Räumen als akzeptierte präventive Investition
- Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume, sollen nicht ruhiggestellt werden, sondern sollen auch einmal Lärm machen dürfen
- lebendige Nutzung der Parks auch in den Abendstunden
Bewusstseinsarbeit:
- Österreich und Wien haben eine Zuwanderertradition, die AusländerInnen von heute könnten ebenso zu ÖsterreicherInnen werden wie die Ungarn, Tschechen, Polen,...
- Die Anpassung der einen an die anderen kann nicht verordnet werden. Die gegenseitige Annäherung ist ein ständiger und langwieriger Prozess, der Anforderungen an alle Beteiligten stellt.
- Diskriminierung und Rassismus müssen öffentlichkeitswirksam verurteilt werden und das sollte auch in der Öffentlichkeit vor schwierigen Leuten so gesagt werden.
- Antidiskriminierungsmaßnahmen auf politischer Ebene.
Auf politisch-administrativer Ebene gibt es zum Beispiel: Integrationsthema als Fortbildung der MitarbeiterInnen, selbstverständlich mehrsprachige Informationen für jene Zielgruppen, deren Deutschkenntnisse noch nicht vorausgesetzt werden können, Aufnahme von (ehemaligen) ZuwanderInnen in die Dienststellen des Magistrats und der Exekutive, um der veränderten Bevölkerungsstruktur Rechnung zu tragen.
Der Erfolg der Arbeit ist abhängig von politischen Rahmenbedingungen und einer gesetzlichen Lage in Richtung Chancengleichheit.
2. Generation:
- Interface, eine internationale Jugend- Kultur- und Bildungswerkstatt des WIF
- Zusammenarbeit mit verschiedenen Projekten durch eine Beteiligung an deren Finanzierung, unter anderem auch von Echo, Back Bone, Zeit!Raum, Kids Company,...
Quellen:
4 Jahre Außenstellen Wiener Integrationsfonds; Wien, November 1997 (a)
Wir alle sind Wien. Wiener Integrationsfonds, Hrsg. Wiener Integrationsfonds, Wien, 1998 (b)
Klubobmann Scheibner von der FPÖ kann nicht verstehen, wie man die Idee der A-Karte schlecht machen könnte.
Es sei ein absoluter Skandal, die Ö-Karte mit Stigmatisierung und Judenstern zu vergleichen. (...) Das sei auch eine Verharmlosung der Zeit des Nationalsozialismus.
Quelle: http://www.derstandard 25.11.1999