Wer weiß es noch nicht? George Lucas hat seinem Star Wars Universum noch einen Teil hinzugefügt. Aber Episode 1 ist nicht etwa die Fortsetzung der drei alten Episoden sondern, wie der Name schon sagt, die Vorgeschichte, die 32 Jahre früher begann.
Ich werde euch und mir gleich die langwierige Inhaltsangabe, die eigentlich schon ausreichend bekannt sein sollte, ersparen (warum nicht einfach einen Star Wars Freak fragen, davon gibt es ja genug, nur läuft man dann Gefahr vielleicht mehr zu erfahren als man eigentlich will) und gleich zu meiner Kritik kommen.
Es war schwierig sich nicht von den negativen Kritiken, oder den äußerst gut inszenierten Werbungen zum Film beeinflußen zu lassen. Also ging ich ins Kino und habe versucht mich auf den Film zu freuen, denn ich muss zugeben ich liebe die alten Teile über alles und war natürlich ziemlich gespannt. Ehrlich, Leute, Matrix war um vieles besser, Episode 1 hat mich enttäuscht (aber das ist Anssichtssache).
Tja, leider hat der Schöpfer George Lucas, über all dem High Tech der Neuzeit, dem Konkurrenzkampf und dem Perfektionismus vergessen, dass es bei seinen Episoden 4-6 mehr darauf ankam Charme, Witz, Adventure, Science Fiction und Fantasy zu vereinigen um ein süßes Weltraummärchen mit Aussage zu erschaffen. Dieser Film hat zwar, was den musikalischen Hintergrund und die Specialeffects angeht, ein großes Plus zu verzeichnen, aber vielleicht ist es gerade dieses Plus, welches den Film kühl und aufgeblasen erscheinen läßt.
Außerdem bringt dieser Film nicht wirklich etwas Neues im Sinne der Mythologie, außer, dass man vielleicht mehr über die einstige Strukturierung der Jedi erfährt. Die Dialoge lassen streckenweise zu wünschen übrig. Da ich selbst die ersten drei Teile ein paar mal gesehen habe, kam es mir so vor als hätte ich ein andauerndes déjà-vu. Ich hatte das Gefühl, als wären ganze Textpassagen aus den alten Scripts einfach abgeschrieben worden. Da hat wer seine Hausaufgaben nicht rechtzeitig gemacht, kann man nur sagen. Und die Idee, dass Anakins Mutter einfach so schwanger wurde, war mehr als lächerlich. Wir sind hier nicht im Religuionsunterricht und Star Wars ist nicht die Bibel oder eine neue Weltreligion.
Der einzige Lichtblick in dem Film waren die beiden Charaktere Obi-Wan Kenobi und Qui-Gon Jinn. Die beiden vertraten das, was die Filme bis jetzt so ausgezeichnet hatte: Freundschaft und die Kraft der Macht. Und selbst wenn man schon damals Geld mit den Filmen machen wollte, so hat sich das nicht auf den Film ausgewirkt. Jetzt aber wurde die ganze Sache hochgehypt und zu Tode diskutiert, bevor der Film in die Kinos kam. Schade eigentlich, dass nicht mehr der Gedanke etwas Kreatives zu erschaffen zählt, sondern nur noch Geld die treibende Kraft hinter einem Film ist.