kultur

Verticis- der Wendepunkt

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Female HipHop stellt sich vor

Ilaria kommt aus Kroatien (18), Esther kommt aus Ghana (17), Morphea kommt aus Wien (17), zusammen sind sie Verticis, der Wendepunkt. Verticis präsentiert Female-Hip-Hop auf Deutsch, Englisch und Ashanti.

Ilaria ist Latein und heißt Göttin der Philosophie, Esther Stimme der Nacht und Morphea Traumgöttin.
Esther und Ilaria sind von der 2. Generation, obwohl sie sich nicht mit dem Begriff identifizieren, sie konnten zuerst nicht viel damit anfangen.

Verticis gibt es schon seit September 1997. Gegründet wurde es dadurch, als sich Morphea von ihrer Ex-Gruppe (Pekaismus) trennte, oder besser sie haben sich aufgelöst, und dann hat sie Ilaria gefragt, ob sie nicht mit ihr eine Gruppe gründen will, Ilaria sagte ganz spontan zu. Sie fingen dann gleich an ihre ersten Texte zu schreiben und den ersten Auftritt hatten sie 1998 im Popodrom. Sie verstehen sich irrsinnig gut und hoffen, dass sie sich weiterhin so gut verstehen werden.

Mit Esther wurden sie das perfekte Trio, sie ist erst nach fast zwei Jahren dazu gekommen. Gleich am nächsten Tag hatten sie im Rathaus einen Auftritt, Esther wurde gleich eingebaut und hat eine Strophe übernommen, weil sie eben genial rappen kann. Esther hat in Ghana schon sehr viel gemacht. Sie hat gemodelt, getanzt und mit Musik hat sie auch schon viel gemacht. Sie ist einfach ein geniales Mädel und „wir hoffen das sie noch lange bei uns bleiben wird“, sagt Morphea.

Ihre größten Auftritte hatten sie im Rathaus bei Girls-Culture am 06.03.1999, in München und am Donauinsel-Fest. Da hatten sie einen Auftritt mit 5-Haus-Posse. Die Stimmung war auch ganz toll, auch andere Gruppen waren da. Sie haben zwar Fehler gemacht, aber bei ihnen drei´n hat das einfach zusammengepasst, das feeling. Durch diesen Auftritt haben sich auch Türen geöffnet, weil sie sehr viele neue und berühmte Personen kennengelernt haben.

Morphea ist in diese Hip Hop Szene einfach reingerutscht, weil sie Leute kennengelernt und dann mit ihnen auch Sachen aufgenommen hat.
Sie interessiert sich aber auch für andere Dinge. Morphea hat sich drei Jahre lang nur auf die Musik konzentriert, es ist unter anderem der Wunsch ihrer verstorbenen Mutter. Sie will aber damit auch Geld verdienen um sich eine bessere Ausbildung finanzieren zu können.

Das was sie fühlen, was sie mitteilen wollen, verpacken sie in ihren Texten und wollen, dass Leute zuhören und sich darüber Gedanken machen, und nicht nur auf den Beat achten. Sie wollen auch helfen, dass es den Leuten besser geht, nach dem Hören der Texte. Sie wollen zeigen, dass Mädchen ganauso gut sein können wie Jungs. Die weibliche Seite präsentieren, nicht so wie es bisher in Österreich war, es ist halt schwer sich gegen das „männliche Wesen“ zu behaupten.

Ihre Message an alle Mädchen: „Wir wollen mehr Mädels dazu ermutigen etwas zu machen, auf der Kunstschiene oder Dichtung, Rap, Musik, Tanz, Breakdancer, egal auf welcher Schiene und dass sie einfach zeigen was sie sind, was sie haben, was sie können,...nicht nur heimlich unter der Dusche.“
Verticis bedankt sich bei: „Klika, 5-Haus-Posse, Jungend in Wien, Rhyt´m & Poetry, Lady soul, Echo und allen anderen, die uns unterstützen!“

Carla Fernandez (17)





Schöne Frauen statt guter DJ´s


Eines Tages waren wir im Kaffeehaus, da kam Thomas und plauderte mit uns über die Party in den Spohiensälen. Er fragte uns, ob wir zu der Party gehen möchten, um für echo zu schreiben. Da dachten Musa und ich natürlich, dass auf der Party sicher viele Frauen gibt.
Ich als Ravemaster, und Musa, als Hip Hop- Master, sagten natürlich: „JAAAAAAAAAAA.“
Aber wir mussten ein Interview mit den DJ´s machen.

Wir waren in den Sophiensälen und haben ein bißchen getantzt. Die Stimmung war zu dieser Zeit befriedigend, aber als Joro kam stieg die Stimmung rapide an. Wer sich jetzt fragt, wer Joro ist?- er ist einer der berühmtesten und besten Rave-DJ´s in Österreich. Die vorangegangenen DJ´s, die vor ihm aufgelegt hatten, waren alle lange nicht so gut wie er. Mit dem Stimmungsmacher MC Mars tanzten die Leute, manche haben pervers getanzt, manche gut, manche Mädchen sexy.
Wir waren im Auftrag von Echo auf der Party und wir glaubten überall reingehen zu dürfen, aber die Securities ließen uns leider nicht rein.

Wir haben eine Mitarbeiterin von XXXrecords gefragt, ob wir ein Interview mit den DJ´s machen dürften. Sie sagte, dass sie mal schaut, ob sie jemanden findet. Wir warteten eineinhalb Stunden auf sie, aber sie kam nicht wieder.
Das machte unsere Stimmung kaputt. Um unsere Stimmung wieder zu heben, gingen wir auf die Tanzfläche. Es war schon ziemlich spät für meinen Habarer Musa. Er sagte, tanzen wir noch ein bißchen und dann gehen wir. Aber Leute, ihr hättet da sein müssen, da waren solche Königstussis, da wär euer Mund offen geblieben. Dann sagte Musa, dass er nach Hause gehen muss. Ich bettelte ihn an, bitte Musa, bleiben wir noch ein wenig, aber nein, er musste unbedingt nach Hause. Es war schon 5 Uhr, nicht spät für mich, aber für ihn.
Wir haben wirklich unser Bestes gegeben, aber wir hatten keine Chance ein Interview zu kriegen, aber diese Mädchen, himmlisch schöne Höllentussis. Wie gesagt, es tut uns leid wegen dem Interview, das wir nicht gekriegt haben.

Orhan und Musa

Wir drucken diesen Artikel, weil er eben so, wie er ist, authentisch ist. Falls es Frauen gibt, die sich dadurch belästigt fühlen, so schreibt ganz einfach einen Leserbrief direkt an Orhan.
die redaktion