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Jugendarbeitslosigkeit, obwohl in Österreich vergleichsweise niedrig, ist ein brennender Diskussionspunkt der letzten Zeit. Eines kommt dabei immer klarer heraus: ohne gute Ausbildung hast du überhaupt keine Chance auf einen Job. Aber vielen Jugendlichen, vor allem auch jenen der 2. Generation, ist der Zugang zu einer geeigneten Ausbildung versperrt.
Die meisten werden ohne Widerrede der Eltern (die sich ja auch oft nicht auskennen) in die Sonderschule oder in die Hauptschule verfrachtet (die nun mal einen schlechten Ruf bei Arbeitgebern haben). Das hat zumeist nichts mit der Intelligenz oder dem Willen zum Lernen zu tun, aber wenn man die Unterrichtssprache nicht von Anfang an beherrscht, hat man enorme Nachteile und oft gibt es auch niemanden, der einem hilft, diese auszugleichen.
Und dieses Verhalten kann man auch später feststellen: anstatt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Schüler einzugehen werden sie dazu gedrängt, eine Ausbildung zu machen, die dem Vorurteil entspricht. Da geht man dann eben in die Berufsschule und wird Installateur oder Friseurin (vorausgesetzt man findet überhaupt eine Lehrstelle!), auch wenn man viel lieber etwas ganz anderes machen würde. Aber wer traut sich denn schon zu, das zu schaffen, was man sich wünscht? Da fehlt oft einfach das Selbstvertrauen, die Kreativität beim Lösen von Einstiegsproblemen und die Aufklärung über Möglichkeiten. Und genau dagegen will das neue Projekt Zukunft trotzt Herkunft kämpfen.
Die Aussage? Finde deine Stärken und Talente, mit Eigeninitiative und Engagement kann man immer etwas bewegen!
Natürlich wollen SOS Mitmensch, ECHO (wir machen aber aus Zeitgründen voraussichtlich nicht aktiv mit) und Helping Hands auch erreichen, daß gleiche Chancen in Schule und Job für alle gelten, egal welcher sozialen oder geographischen Herkunft man ist.
Grundsätzlich basiert das Projekt auf vier Elementen: Medienkampagne (Information und Bewußtseinsbildung), Wettbewerb (unter dem Titel Create your Job sollen Jugendliche neue Berufsbilder entwickeln und sich mit dem Arbeitsmarkt auseinandersetzen), Events (Vor- und Endrunden des Wettbewerbes und viel Spaß & Kommunikation!) und Ergebnispräsentation (Broschüre und CD-ROM, zur Dokumentation und zum Weiterdiskutieren).
Für den Wettbewerb sind fünf Kriterien entscheidend: Teamorientierung, Originalität (Neukreierung oder Veränderung von Berufsbildern), Marktorientierung (reelle Umsetzungschancen), Integration und Internationalität. Auf Anfrage wird für Interessierte eine Info-Mappe zur Verfügung gestellt (SOS Mitmensch: Tel. 5249900).
Alles in allem soll dieses Projekt von März bis September 1999 laufen, bis jetzt sind aber alle Termine und Vorstellungen der Veranstalter noch recht vage und man wird erst in der nächsten Zeit sehen, was sich wirklich daraus entwickelt.
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