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Seit Beginn des Projekts, im Jahre 1993, kamen regelmäßig ca. 30-40 Jugendliche, nach rechtzeitigen Terminvereinbarungen im Amerlinghaus (im Rahmen des Kulturvereins) zusammen. Das Unterstützen von freiwilliger Integration, das Widerspiegeln der Kultur der zweiten Generation, Aufklärung über soziale, kulturelle und sportliche Möglichkeiten und Aufbau einer Jugendlobby wurden als Hauptziele festgelegt. Mit großer Hochstimmung und Begeisterung gingen die ECHOten ihren Zielen nach, um die große Jugendintegrationslücke in Wien mit ihrer Kreativität zu füllen.

Obwohl schon nach wenigen Monaten stieg die Anzahl der Jugendlichen rasant an, so daß das Arbeiten in einem Raum von etwa 10m2 eine Sache der Unmöglichkeit war, also machte man sich auf die Suche nach geeigneteren Räumlichkeiten.
Mit der Hilfe des WIF (Wiener Integrationsfonds), unter der damaligen Führung von Max Koch, kam ein Objekt in der Burggasse in Frage, welches aber aufgrund der hohen Ablöse schon mal scheiterte.
Wir blieben also im Amerlinghaus, bis es im Jahr 1995 dann dazu kam, daß man ECHO die jetzigen Räumlichkeiten in der Siebensterngasse, (etwa 60m2 mit: Redaktions-und Aufenthaltsraum, Verwaltungsraum, gesundheitsschädlichem Proberaum, DJ-Raum, einer kleinen Küche und einem WC) als vorübergehende Lösung zur Verfügung stellte. Trotz des Platzmangels, schafften wir es, all unsere Vorbereitungen für unsere erfolgreichen Projekte wie, Zeitschrift, ECHOabende, ECHOnights, Ladies Nights, Tanz,- Theater- und Musikgruppen, diverse Diskussionsrunden, Securityarbeit, u.v.m., zu treffen.

Als Verein ECHO zur Unterstützung Jugendlicher hatten wir im Rahmen des EU-Urban plus Gürtelsanierungsprogramms für ein multikulturelles Jugendveranstaltungszentrum angesucht und vom Urbanbüro die U-Bahnbögen Nr. 24-27 (300m2) zur Verfügung gestellt bekommen. Unser ECHOthek-Konzept wurde von der Öffentlichkeit angenommen, und auch die Medien haben sehr positiv darüber berichtet. Die ECHOthek soll(te) ein Veranstaltungs- und Freizeitraum sein, wo Jugendliche ihre sozio-kulturellen Bedürfnisse mit Engagement und Selbstwertgefühl ausüben können. Die ECHOthek soll(te) ein neuer Schritt in der Jugendintegrationsarbeit sein, ohne Konsumzwang, mit pädagogischer Begleitung.

Nach zweijährigen Verhandlungen haben wir eine Ablehnung bekommen: Zehn Millionen Schilling für die ECHOthek (..) waren dem Rathaus zu viel. (Standard, 14.4.99) In eben diesem Artikel kann man aber auch lesen, daß heuer viel mehr Geld aus dem Jugendbudget für ein Projekt investiert wird, das sogar nichteinmal direkt Jugendliche betrifft (Renovierung eines Marktes!).
Im Jahr 1998 kam wiederum ein neues Objekt in der Breitegasse in Frage. Da es aber leider schon ´mal drei Monate dauerte (seitens der MA), Besichtigungstermine zu vereinbaren, und da es auch andere Interessenten gab, mußte ECHO die Hoffnung aufgeben.

Nun kam ein Vorschlag von der MA 13, die Räumlichkeiten in der Kenyongasse mit dem WIF zu teilen. Dies wurde wiederum vom WIF abgelehnt, da sie selber ein Jugendprojekt ins Leben rufen wollten.
Die letzte Hoffnung war die Phorusgasse Nr. 14 im vierten Bezirk. Ein Objekt mit einer Nutzungsfläche von 448 m2 und Kellerräumlichkeiten (193 m2). Auch diesmal gab es immer wieder Verhandlungen, diverse Treffen mit den Magistratsabteilungen, dem VWJZ (Verein Wiener Jugendzentren), der Baufirma, usw.. Bei der Gemeinderatssitzung im Dezember 1998 war beschlossen worden, daß man ECHO zwar die Miete, Betriebskosten und die Ausstattung der zukünftigen Räumlichkeiten bezahlt, aber das Geld für die Sanierungsarbeiten wurden dem VWJZ zugeteilt. Somit hatten sie den Auftrag die Hauptmiete der neuen Räumlichkeiten zu übernehmen. Na ja, nach einjährigem Verhandeln, sprang letztendlich die Baufirma ab mit der Begründung: (...) Aufgrund der Verzögerungen bei der Erarbeitung der Vertragsbedingungen, (...) immer anders und neu lautenden Forderungen bei der Bau- und Ausstattungsbeschreibung seitens des Herrn Ing. Kovacs verzichten wir auf einen Mietvertagsabschluß mit Ihnen. Dipl. Ing. Afshar Geschäftsführer der Lord-Bau Ges.m.b.H. (Ausschnitt aus einem Brief an die MA /13)#

Gabi Langer schrieb uns ebenfalls eine Stellungnahme, daraus ein kurzer Auszug:
(...) Eure Bedürfnisse waren sehr umfangreich, das Lokal mit 600 m2 sehr groß und dem gegenüber die Finanzmittel eher knapp. Allerdings muß man auch feststellen, daß in der Relation zu anderen Projekten die für Euch zur Verfügung stehenden Mittel sicherlich überdurchschnittlich waren und nach wie vor sind (...) Und genau diese Kombination Jugendlokal mit Veranstaltungen und Eigentumswohnungen der gehobenen Kategorie haben letztendes, meiner Ansicht nach, den Vermieter und Hauseigentümer dazu bewogen, sein Angebot zurückzuziehen.(...) Ich denke, daß Echo seine sehr großen Wünsche an ein neues Lokal jetzt nicht zur Gänze aufgeben sollte, aber es ließe sich sicherlich leichter ein geeignetes Objekt finden, wenn Ihr nicht alles auf einmal in Eurem eigenen Lokal verwirklichen wolltet.
Keiner der obrigen Stellen hat es so ernst genommen, wie wir ECHOten, keiner von jenen hat uns die Rückendeckung gewährt, die wir uns schon seit längerem benötigen.
Ein Jahr lang haben wir geträumt, wie es wohl wird, wenn wir endlich unsere neuen Räume beziehen werden. Die Tanz- und Theatergruppen müßten sich nicht mehr Termine vereinbaren mit dem Amerlinghaus, bzw. nicht auf ihre Proben verzichten, wenn mal wieder alles vollgebucht ist und sie keinen Platz zum Proben haben. Die Musikgruppen müßten sich nicht mehr in einem gesundheitsschädlichen Raum aufhalten, die Redaktionsmitarbeiter könnten endlich in Ruhe arbeiten, und müßten nicht mehr in aller Herrgottsfrühe bzw. die Nächte durcharbeiten. Die Jugendarbeiter müßten Einzelgespräche nicht mehr in der Küche führen, und würden auch nicht von jenen gestört werden, die währenddessen das WC aufsuchen. Ein Aufenthaltsraum mit einem Tischfußball, Billard, Darts, die Möglichkeit Musik etwas lauter zu hören, .. Ja, das und vieles, vieles mehr waren unsere Vorstellungen. Träume ade! Wir sind enttäuscht.

Kurz nach dem Scheitern der Phorusgassse kam ein neuer Vorschlag von der
MA 13, daß wir Räume im alten AKH besichtigen sollten. Da aber diese Räumlichkeiten auf zwei große (zu je ca. 160m2) aufgeteilt und für unsere Bedürfnisse umbaubedürftig waren, lehnten diesmal wir ab. Außerdem hätten wir das Geld vom VWJZ benötigt, auf welches wir mit reinem Gewissen verzichten wollen, da wir bei den Verhandlungen um die Phorusgasse gemerkt hatten, daß die Zusammenarbeit mit dem VWJZ nicht besonders schnell funktioniert. Umzugsbereit wären diese Räume wahrscheinlich frühestens in einem Jahr, und so lange wollten (und können) wir auch nicht warten.
Wir haben die Initiative selber in die Hand genommen und nach einem neuen Objekt gesucht und auch eines in der Gumpendorferstraße, mit 350m2, gefunden. Das Ergebnis: innerhalb von zwei Wochen konnten wir einen Mietvertrag abschließen und haben bereits den Schlüssel. Mittlerweile haben auch bereits die Sanierungsarbeiten begonnen und wir schätzen, daß wir vor dem Sommer in unsere neuen Räumlichkeiten übersiedeln werden. Dies bedeutet natürlich, daß wir ECHOten eine zeitlang mit dem Umzug beschäftigt und nach unserer Sommerpause mit vollem Einsatz wieder bereit sein werden, unsere Kretivität mit voller Energie umzusetzen.

An dieser Stelle möchten wir folgenden Institutionen bzw. Personen danken:
Beim Amerlinghaus für die langjährige zur Verfügungstellung ihrer Räumlichkeiten für unsere Proben bzw. diverse Kleinveranstaltungen.
Beim ega, weil wir bei ihnen ausweichen konnten, wenn im Amerling alles vollgebucht war.
Beim Herrn Pius Strobl, da er uns trotz des abgelaufenen Mietvertrages in der Siebensterngasse, nicht auf die Straße gesetzt hat.
Bei allen Institutionen, die uns finanziell unterstützen. Natürlich bei all jenen, die unseren Kampf um geeignetere Räumlichkeiten mitverfoglt und mitgezittert haben, und sich jetzt mit uns freuen.
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