hauptthema
papierlose junend
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Petition
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Im Sommer des vorigen Jahres gab es die ersten Versammlungen von Jugendarbeitern verschiedener Projekte (Back on Stage, Back Bone, ECHO), die gemeinsam etwas auf die Beine stellen wollten, um das Thema Papierlose Jugendliche in einer breiten Öffentlichkeit zu behandeln. Es gab lange Diskussionen, Veranstaltungen zum Thema wurden erwogen, dann war wieder länger Pause.
...manchmal werden Träume Wirklichkeit... Ich heiße Gabriela, bin 18 Jahre alt und lebe seit 6 Jahren in Österreich, ohne Aufenthaltsbewilligung. Mein Stiefvater meldete mich für die Schule an und ich wurde aufgenommen, obwohl ich keine Aufenthaltsbewilligung hatte. Seit damals dachte ich mir akzeptiert zu werden und machte mir keine Gedanken mehr darüber. Am Anfang war ich sehr begeistert von Österreich. Die Gesellschaft und die Lebensbedingungen waren viel besser als in meinem Heimatland. Da ich große Schwierigkeiten mit meinem Stiefvater hatte, bin ich ins Heim gekommen. Zu dieser Zeit begannen die Probleme mit den Behörden, weil ich keine Aufenthaltsbewilligung hatte. Mit einer Sozialbetreuerin vom Jugendamt habe ich einen Antrag gestellt, aber dieser Antrag wurde abgelehnt. Man sagte mir, ich müßte den Antrag im Ausland stellen, und dann wird er in Österreich verlängert. Da ich keine Aufenthaltsbewilligung hatte, konnte ich nicht ausreisen, denn ich hätte nicht zurückkommen können. 1997 bekam ich einen Brief von der Fremdenpolizei, in dem stand, ich müßte innerhalb von14 Tagen das Land verlassen. Ich bin zur Fremdenpolizei gegangen und habe ihnen gesagt, daß ich ein Visum beantragt habe, aber noch keine Antwort bekommen habe. Sie haben mir 3 Monate Zeit gegeben, um das Visum zu bringen. Als ich einen negativen Bescheid bekam, hatte ich noch die Möglichkeit Berufung einzulegen. Im Mai 1998 habe ich Echo kennengelernt und ihnen von meinen Problemen erzählt. Sie haben mir gesagt, daß sie bald einen Termin beim Innenminister Schlögl haben, und daß sie mich vielleicht mitnehmen werden. Sie riefen mich an, um mir Bescheid zu sagen, daß sie mich mitnehmen wollen. Am 12. Juni 98 trafen wir uns alle, und gingen gemeinsam hin. Ich habe dem Innenminister meine Geschichte erzählt. Er versprach mir sich darum zu kümmern. Nach 6 Monaten bekam ich endlich ein humanitäres Visum. Als ich das hörte, war ich überglücklich. Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk. Jetzt kann ich ohne Angst auf der Straße gehen. Im Dezember 1999 läuft dieses Visum ab. Ich hoffe, daß ich bis dahin eine normale Aufenthaltsgenehmigung bekomme.
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