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Echo ist ein Jugend-, Kultur- und Integrationsverein, der 1993 von Bülent
Öztoplu gegründet wurde, hauptsächlich für Jugendliche
der 2. Generation. Er schafft eine soziokulturelle Plattform, wo sich
die Jugendlichen artikulieren und freiwillig in die Gesellschaft eingliedern
können. Zielgruppe sind vom gesellschaftlichen System benachteiligte
Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren, vorrangig der 2. Generation,
aus ganz Wien. Im Sinne der Integration sind die regionalen und überregionalen
Projekte für alle Jugendlichen dieser Altersgruppe offen. Derzeit
gibt es etwa 100 bis 150 Jugendliche aus etwa 20 verschiedenen Herkunftsländern,
die regelmäßig ihre Freizeit im Echo verbringen. Sie partizipieren
an demokratischen Entscheidungsprozessen bezüglich aktueller Themen
und Handlungsschwerpunkten (auch durch ihre Funktion in der Vereinsstruktur).
Einige davon haben in bestimmten Bereichen Verantwortungen übernommen
und haben dadurch die Möglichkeit eigene soziokulturelle Projekte
zu planen und durchzuführen.
Verbesserung der Lebensqualität der 2. Generation im sozialen, kulturellen,
politischen, persönlichen, beruflichen und schulischen Bereich durch:
- gleichberechtigte Teilnahme am öffentlichen Leben unabhängig
von der Nationalität (oder Geschlecht, Hautfarbe,...)
- freiwillige, bewußte Integration in die österreichische Gesellschaft
und gegenseitige Akzeptanz
- Auftreten gegen Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
- Selbstwertgefühl und Artikulationsfähigkeit steigern
- Erweiterung der Handlungskompetenz
- Förderung persönlicher und kollektiver Fähigkeiten der
Jugendlichen
- Schaffung von "Freiräumen" (örtliche und ideele)
- politische Bildungsarbeit
Sechs Mal gab es einen Echo-Abend, an dem die Jugendlichen ihre Fähigkeiten
einer breiten Öffentlichkeit präsentieren konnten. Viermal organisierte
Echo die Ladies Night mit Mädchen der 2. Generation als Organisatorinnen
und Akteurinnen, unterstützt durch prominente Frauen der österreichischen
Gesellschaft und jeweils über 1000 Gästen. Politisch erfolgreich
ist Echo in seiner Lobbyarbeit. Echo hat es geschafft als Plattform zur
Vertretung der Probleme der Jugendlichen der 2. Generation ernstgenommen
zu werden. Das spiegelt sich sich in zahlreichen Medienberichten zu integrations-
und jugendrelevanten Themen über Echo genauso wieder, wie zum Beispiel
in der Einladung zur Vertretung der 2. Generation zum Europäischen
Parlament nach Brüssel. Die Zeitschrift ´echo´, sowie
die von Echo produzierten Videodokumentationen werden in vielen Schulen
und verschiedenen Institutionen als pädagogisches Material eingesetzt.
Auf regionaler Ebene gab es gute Erfolge in der gemeinwesenorientierten
Arbeit (z.B. Lösung von Konflikten zw. Anreinern und Jugendlichen).
Auf individueller Ebene gab es unter anderen wichtige Erfolge in der Hilfe
für integrierte Jugendliche ohne Aufenthaltsgenehmigung.
Die Aktivitäten von Echo haben ihre Basis im soziokulturellen Bereich,
immer mit dem Hintergrund durch die Projekte gleichzeitig eine gesellschaftspolitische
Aussage machen zu können. Einen wesentlichen Anteil davon trägt
die Zeitschrift ´echo´ , die seit Beginn der Gründung
besteht. Über die Zeitschrift werden Bedürfnisse und Probleme
thematisiert, artikuliert und an die Öffentlichkeit transportiert.
Durch die Auseinandersetzung mit spezifischen Themen wird die eigene Situation
der Jugendlichen reflektirt und bearbeitet. Alle weiteren Projekte wie Tanz,
Theater, Gesang, Podiumsdiskussionen, Fotoworkshops..., werden in die
Redaktion der Zeitschrift eingegliedert.
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