Jugend-, Kultur- und Integrationsverein echo
Gumpendorferstrasse 73/1/7 1060 Wien, Tel.: 0043-1-5856857   mail: echo@non.at

 
verein
Echo ist ein Jugend-, Kultur- und Integrationsverein, der 1993 von Bülent Öztoplu gegründet wurde, hauptsächlich für Jugendliche der 2. Generation. Er schafft eine soziokulturelle Plattform, wo sich die Jugendlichen artikulieren und freiwillig in die Gesellschaft eingliedern können. Zielgruppe sind vom gesellschaftlichen System benachteiligte Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren, vorrangig der 2. Generation, aus ganz Wien. Im Sinne der Integration sind die regionalen und überregionalen Projekte für alle Jugendlichen dieser Altersgruppe offen. Derzeit gibt es etwa 100 bis 150 Jugendliche aus etwa 20 verschiedenen Herkunftsländern, die regelmäßig ihre Freizeit im Echo verbringen. Sie partizipieren an demokratischen Entscheidungsprozessen bezüglich aktueller Themen und Handlungsschwerpunkten (auch durch ihre Funktion in der Vereinsstruktur). Einige davon haben in bestimmten Bereichen Verantwortungen übernommen und haben dadurch die Möglichkeit eigene soziokulturelle Projekte zu planen und durchzuführen.
ziele
Verbesserung der Lebensqualität der 2. Generation im sozialen, kulturellen, politischen, persönlichen, beruflichen und schulischen Bereich durch:
  • gleichberechtigte Teilnahme am öffentlichen Leben unabhängig von der Nationalität (oder Geschlecht, Hautfarbe,...)
  • freiwillige, bewußte Integration in die österreichische Gesellschaft und gegenseitige Akzeptanz
  • Auftreten gegen Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
  • Selbstwertgefühl und Artikulationsfähigkeit steigern
  • Erweiterung der Handlungskompetenz
  • Förderung persönlicher und kollektiver Fähigkeiten der Jugendlichen
  • Schaffung von "Freiräumen" (örtliche und ideele)
  • politische Bildungsarbeit
erfolge
Sechs Mal gab es einen Echo-Abend, an dem die Jugendlichen ihre Fähigkeiten einer breiten Öffentlichkeit präsentieren konnten. Viermal organisierte Echo die Ladies Night mit Mädchen der 2. Generation als Organisatorinnen und Akteurinnen, unterstützt durch prominente Frauen der österreichischen Gesellschaft und jeweils über 1000 Gästen. Politisch erfolgreich ist Echo in seiner Lobbyarbeit. Echo hat es geschafft als Plattform zur Vertretung der Probleme der Jugendlichen der 2. Generation ernstgenommen zu werden. Das spiegelt sich sich in zahlreichen Medienberichten zu integrations- und jugendrelevanten Themen über Echo genauso wieder, wie zum Beispiel in der Einladung zur Vertretung der 2. Generation zum Europäischen Parlament nach Brüssel. Die Zeitschrift ´echo´, sowie die von Echo produzierten Videodokumentationen werden in vielen Schulen und verschiedenen Institutionen als pädagogisches Material eingesetzt. Auf regionaler Ebene gab es gute Erfolge in der gemeinwesenorientierten Arbeit (z.B. Lösung von Konflikten zw. Anreinern und Jugendlichen). Auf individueller Ebene gab es unter anderen wichtige Erfolge in der Hilfe für integrierte Jugendliche ohne Aufenthaltsgenehmigung.
aktivitäten
Die Aktivitäten von Echo haben ihre Basis im soziokulturellen Bereich, immer mit dem Hintergrund durch die Projekte gleichzeitig eine gesellschaftspolitische Aussage machen zu können. Einen wesentlichen Anteil davon trägt die Zeitschrift ´echo´ , die seit Beginn der Gründung besteht. Über die Zeitschrift werden Bedürfnisse und Probleme thematisiert, artikuliert und an die Öffentlichkeit transportiert. Durch die Auseinandersetzung mit spezifischen Themen wird die eigene Situation der Jugendlichen reflektirt und bearbeitet. Alle weiteren Projekte wie Tanz, Theater, Gesang, Podiumsdiskussionen, Fotoworkshops..., werden in die Redaktion der Zeitschrift eingegliedert.